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von Tobias Schlitzke
 Bald rollt der Ball wieder (Foto Firo)
Ein ruhiger Sommer bisher für die Torhüter in der Bundesliga. Die meisten Teams kommen langsam aus ihren Sommertrainingslagern zurück und bereiten sich auf den ersten Spieltag Ende August vor. Doch trotz der angespannten Lage auf dem Torhütermarkt und möglichen Konkurrenzkämpfen in den Klubs, blieb es bisher relativ ruhig in den Vereinen. Woran liegt das?
Einzig in Hamburg wollte so etwas wie ein wenig Zweikampfstimmung aufkommen. Dort trifft Neuling Jaroslav Drobny auf den etablierten Frank Rost. Während die Medien anfangs versuchten so etwas wie eine Rivalität zu schüren, blieb es bis auf anfängliche Kommentare von beiden Keepern relativ ruhig. Momentan scheint Rost im Vorteil zu sein. Ob es auch nach dem 1.Spieltag so ruhig bleiben würde, ist jedoch fraglich.
Bei den anderen Vereinen scheint dagegen nach vielen Keeperduellen in den letzten Jahren so etwas wie Ruhe eingekehrt. Die jungen Torleute, wie etwa Stuttgarts Sven Ulreich, René Adler in Leverkusen oder Manuel Neuer in Gelsenkirchen genießen das volle Vertrauen der Klubführung. Und ältere Torhüter wie Bayerns Hans-Jörg Butt oder Faryd Mondragon bei den Kölnern stehen für Stabilität und dürften ihr letztes Jahr im Verein unbeschadet überstehen. Der Mangel an Konkurrenz dürfte diese Einsicht in den Vereinen nicht geschuldet sein. Der Markt ist voll mit Torhütern, die hungrig sind. Hildebrand, Rensing, Pröll oder der Ex-Herthaner Timo Ochs. Doch in den Vereinen scheint ein kleiner Mentalitätswandel stattgefunden haben und das „Klinsmannische Modell“ vom offenen Zweikampf scheint nicht mehr ganz so aktuell zu sein.
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