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von Tobias Schlitzke
 B. Pliquett (foto firo)
Gegen Schalke saß Keeper Thomas Kessler überraschend auf der Bank. Ein Denkzettel? Der Torwart zog in der Woche vor dem Spiel eine Vertragsoption. Die Konsequenz: Steigt St. Pauli ab, ist er weg.
Überrascht war Kessler über den Torwartwechsel durchaus: „Ich habe genauso trainiert wie in den Wochen zuvor. Am Mittwoch stand ich dann im Training im Tor der B-Elf“, berichtet er im „Kicker“. „Eine Stunde vor dem Schalke-Spiel hat mir der Trainer mitgeteilt, dass ich nicht spiele, begründet hat er seine Entscheidung nicht.“ Der Kölner „Express“ schrieb darüber: „Psychotrick mit Derby-Held - oder Denkzettel für Kessler? Es gibt Spekulationen über die Gründe für den Torwart-Tausch.“
Überraschend war es allemal: Holger Stanislawski, Trainer des FC St. Pauli, verzichtete ausgerechnet vor dem wichtigen Heimspiel gegen Schalke 04 auf Stammtorhüter Kessler und stellte Ersatzkeeper Pliquett zwischen die Pfosten. Die Entscheidung, Pliquett den Vorzug zu geben, begründete der Trainer mit der Aussage, beide seien von der Leistung her "auf Augenhöhe".
Dennoch lässt sich etwas anderes nun vermuten: Kessler, der noch bis 2012 an den FC St. Pauli ausgeliehen ist, zog in der Woche vor der Partie gegen Schalke eine Vertragsoption. Somit würde das Ausleihgeschäft zwischen St. Pauli und dem 1. FC Köln bereits nach der laufenden Saison enden, falls Köln auch absteigt. Das berichtet der "Kicker". Kessler wollte damit verhindern, in der kommenden Spielzeit in der zweiten Liga spielen zu müssen. "Wir haben die Option nur gezogen, damit ich für den Fall des Abstiegs weiter in der 1. Liga spielen könnte. Ich möchte betonen, dass das keine definitive Entscheidung gegen den FC St. Pauli war", so Kessler.
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