| Home > Magazin > Magazin-kompakt 11/12 > Bundesliga > Hamburg: Torwartprobleme
von Tobias Schlitzke
 J. Drobny (foto firo)
"Ich bin nicht sprachlos, sondern maßlos enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Am Ende stehen wir mit leeren Händen da", sagte Hamburgs Coach Michael Oenning nach dem Spiel am Wochenende gegen Köln auf der Pressekonferenz. Vor allem die Abwehr und Keeper Jaroslav Drobny bereitem dem Trainer Kopfschmerzen. Greifen die Hamburger noch einmal auf dem Torwartmarkt zu?
Der Abgang von Wolfgang Hesl zu Dynamo Dresden kam etwas überraschend. Hesl, der eigentlich als großes Talent galt, aber keine Perspektive beim HSV fand, sucht nun in Dresden sein Glück. Der HSV reagierte und verpflichtete mit Sven Neuhaus eine klassische Nummer drei. Der Transfer wirft die Frage auf, ob die Möglichkeit einen Keeper zu holen, der zumindest Druck auf Drobny ausüben könnte, nicht leichtsinnig vertan wurde. Die reguläre Nummer zwei, Tom Mickel, hat noch keine Bundesligareife.
Denn Torhüter Drobny steht aktuell im Kreuzfeuer der Kritik. Bereits 14 Gegentreffer stehen auf dem Konto der Hamburger. Gegegn Hertha Berlin führte sein Patzer zum 2:2 Ausgleich. Nun gegen Köln patzte er wieder. Und auch sonst stand er alles andere als sicher im Tor. Der HSV wollte erneute Transfers nicht ausschließen. Kandidaten auf dem Markt gäbe es genug: Markus Pröll oder Timo Hildebrand wären zwei mit Erfahrung. Doch aktuell will der HSV noch abwarten. Hoffentlich am Ende nicht zu lange.
 |