Beim VfB Stuttgart läuft es in der ersten Mannschaft alles andere als glänzend. Anders schaut es dagegen bei Bernd Leno, der aktuellen Nummer eins der VfB-Amateure aus. VfB-II-Trainer Jürgen Seeberger ist begeistert über seinen Schlussmann und sagt über seinen Keeper: "Bundesliga. Das ist seine Zukunft." Leno selbst bleibt bescheiden: "Ich möchte mich durch meine Leistung anbieten."
Eigentlich dürfte Bernd Leno noch bei den Junioren des VfB Stuttgarts in der U19 Bundesliga spielen. Noch während seiner Zeit als Jugendspieler gab er am 19. Dezember 2009 am 21. Spieltag der Saison 2009/10 für die zweite Mannschaft des VfB in der 3. Profi-Liga gegen den 1. FC Heidenheim 1846 sein Profidebüt. Seitdem blieb er auch im Tor und hat sich mittlerweile zu einem der Leistungsträger im Dress der "Zweiten" entwickelt. "Ich denke, dass der Schritt von der Jugend zur zweiten Mannschaft wichtig war", so der Keeper gegenüber torwart.de. Das bestätigt auch Trainer Seeberger: "Bernd kann sich hier viel besser an das körperliche Spiel anpassen. Dafür ist die dritte Liga perfekt und er macht seine Sache hervorragend." Nachteile sieht Leno nicht: "Ich habe in der Jugend gute Grundlagen gelernt. Jetzt ist es wichtig, dass ich mich weiter entwickeln kann und das kann ich am besten in der 3.Liga."
Leno ist ein klassisches VfB-Eigengewächs. Er wechselte 2003 zu den Junioren des VfB Stuttgart und durchlief fast alle Jugendmannschaften. "Es ist wirklich beachtlich, was für eine Ruhe Bernd ausstrahlt. Zudem hat er eine gute Konstanz und eine optimale Strafraumbeherrschung", so sein Trainer. Mittelfristig sieht ihn Seeberger "in der Bundesliga, ganz klar." Ein Ziel, welches sich auch Leno selbst steckt: "Natürlich möchte ich einmal in der Bundesliga spielen. Aber für mich geht der Weg Schritt für Schritt nach vorne. Mein nächstes Ziel ist nun erstmal mich im erweiterten Profikader zu etablieren und regelmäßig bei den Profis mitzutrainieren." Dann wird er auch auf Sven Ulreich häufiger treffen. "Sven hat genau das geschafft, von dem ich träume. Den Weg von der Jugend in die Bundesliga. Natürlich ist er in dieser Hinsicht mein Vorbild", erklärt Leno.
Bis es aber in die Bundesliga geht, möchte Leno noch weiter an sich arbeiten und auch in der U19-Nationalmannschaft weiterhin spielen: "Für mich ist jedes Spiel mit der Junioren-Nationalmannschaft ein besonderes, wenn ich den Adler tragen kann." Und ist auch der internationale Vergleich sei für ihn äußerst wichtig. Die Ausrichtung auf eine große Karriere stimmt also.
Und die Leistungen dafür bringt der Keeper ebenfalls.. Beim Punktspiel am Samstag gegen Unterhaching hielt der Torwart grandios und pararierte einen wichtigen Elfmeter. Trainer Seeberger: "Bernd hat uns den Sieg gerettet." So kann es weiter gehen - irgendwann auch in der Bundesliga.