Das Torwart- und Fußballportal
  TORWART.DE ONLINE-SHOP Torwarthandschuhe von adidas, Reusch, Uhlsport, NIKE, Puma, Jako, Derbystar, Sells, Selsport, McDavid, Under Armour, HO Soccer, Lotto!
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
 




Home > Magazin > Magazin-kompakt 11/12 > 2.Bundesliga > Torwartecke (04.08.2011)

Der Wochenrückblick von torwart.de

von Martin Thaler 

B. Pliquett

Nomen est omen.

Wenn Fußballspieler auch nur geringfügig aus der grauen Masse ihrer Berufskollegen herausstechen, hagelt es meist Spitznamen seitens der Fans, Gegner oder Medien, welche die Einzigartigkeit greifbar machen sollen. Sie werden zum Markenzeichen, aber auch oftmals zum ewigen Begleiter. Oliver Kahn war so nach nur kurzer Zeit als „Titan“ zum personifizierten Schrecken der Gegenspieler geworden, Ex-Bayern Fänger Raimond Aumann musste sich als „Balu“ hingegen jahrelang gegen sein damaliges Übergewicht zur Wehr setzen. Und Benedikt Pliquett? Der langjährige Pauli-Keeper wurde bereits zu Saisonbeginn von den Medien zum „ewigen Perspektivspieler“ geadelt. Trotz langjähriger Treue zum Verein und mehreren mehr als souverän geführten Partien in Liga 1 und 2 für die Kiezkicker, reichte es für Pliquett nie für den Platz unter der Tor-Sonne. Waren es zuvor noch Patrik Borger, Mathias Hain und Thomas Kessler, wurde zur neuen Saison der Ex-Löwe Philipp Tschauner verpflichtet. Welcher sich auch prompt im Kampf um den Stammplatz durchsetzte. Trainer Schubert sprach zwar von einer „brutalen Entscheidung“, doch was nutzt einem all die Rhetorik, wenn man doch wieder auf der Bank Platz nehmen muss.

Zu allem Überfluss hat Pliquett nun seinen Ruf als „ewiger Perspektivspieler“ selbst zementiert. Und zwar mit seinem Patzer im Pokalspiel gegen Trier, welcher letztlich zum Ausscheiden der Kiezkicker aus dem DFB-Pokal führte. Auch ansonsten schaffte Pliquett es an diesem Abend einfach nicht, seine zahlreichen Stärken auszuspielen: Präsenz, Verbalkraft, Ausstrahlung. Die guten Trainingsleistungen Pliquetts, welche für die „Brutalität“ der Schubertschen Entscheidung pro Tschauner so maßgeblich gewesen waren, waren auf einmal aus dem allgemeinen Gedächtnis gelöscht. Und so sieht sich Pliquett nun erst einmal mit der Aufgabe konfrontiert, seinen neuen „Spitznamen“ zu vergessen, aber auch vergessen zu machen. Denn auch im Fußball gilt so häufig: Nomen est omen.

A. Luthe (foto firo)

Kleinigkeiten

In weitaus besserer Erinnerung wird Andreas Luthe, Keeper beim VfL Bochum, die erste Runde des DFB-Pokals in Erinnerung behalten. Maßgeblich sorgte er mit einem gehaltenen Elfmeter gegen den Rostocker Wiemann für das Weiterkommen seiner Bochumer. Allerdings musste er eingestehen, zweifache Hilfestellung in Anspruch genommen zu haben. Einmal durch die perfekte Vorbereitung seitens Torwart-Trainer Peter Greiber, der Luthe für den Pokal extra ein Video mit den Auffälligkeiten seiner Gegenspieler, auch bei Elfern, angefertigt hatte. Notizzettel 2.0 also. Zudem bekam Luthe darüber hinaus noch psychologische Unterstützung, von seinem speziellen Frottee-Freund, einem froschgrünen Handtuch. „Ohne das hätte ich es nicht geschafft. Im Ernst. Für den Kopf ist so was wichtig. Im Fußball entscheiden oft Kleinigkeiten“, so Luthe. Mit so viel Rückendeckung war das Elfmeterschießen folglich nur noch Formsache. Oder eben: eine Kleinigkeit.


© 1999-2012 torwart.de - Impressum
TIP A FRIEND _Seite empfehlen SITEMAP TORWART.DE _Sitemap _Druckansicht _oben