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"Hautnah" bei torwart.de
S. Riederer: "Endlich dauerhaft zu spielen"

von  Tobias Schlitzke

S. Riederer (foto firo)

Die Zukunft von Darius Kampa ist offen. Nummer zwei Stefan Riederer steht bereit. Seit zwei Jahren die Nummer zwei bei der SpVgg Unterhaching. Bei torwart.de erklärt der Torwart seine Ziele für die Zukunft.

torwart.de: Stefan, aktuell läuft es mit der SpVgg ganz gut. Wie hast du die Runde erlebt?

Stefan Riederer: Momentan stehen wir im gesicherten Mittelfeld und dürften in der Regel mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Die Runde war nicht immer einfach für uns. Vor allem durch die drohende Insolvenz, die noch abgewendet werden konnte, war es ein sehr turbulentes Jahr. Aber jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt und das wirkt sich wieder positiv auf unsere Leistungen aus.

torwart.de: Vor einem Jahr noch Aufstiegskandidat, dann beinahe Abstiegskandidat. Wie hat die Mannschaft diesen Wechsel verkraftet?

Riederer: Wir haben ziemlich lange gebraucht, bis wir uns als Mannschaft gefunden haben. Hinzu kam noch, dass wir permanent verletzte Spieler hatten und eigentlich selten in der gleichen Aufstellung spielen konnten. Aber zurzeit funktionieren wir als Mannschaft sehr gut. Deshalb werden wir auch den Rest der Runde noch positiv gestalten.

torwart.de: Du bist seit 2009 in Unterhaching und hast bisher nur zwei 3-Liga Spiele absolviert. Hattest du dir mehr ausgerechnet?

Riederer: Ich wurde als Nummer zwei verpflichtet, da sich der zweite Torwart hier verletzt hatte. Die Saison vorher habe ich in der Regionalliga West für den 1. FC Kaiserslautern 15 Spiele bestritten. Dabei kämpfte ich mit Kevin Trapp, der ja derzeit die Nummer eins beim Erstliga-Team des FCK ist, um den Stammplatz im Tor. Klar sind die Einsätze zu wenig. Aber ich arbeite weiterhin hart an mir, um meinen Trainer zu überzeugen.

torwart.de: Fehlt dir die Spielpraxis? Bzw. können die Einsätze in der Bayernliga dies kompensieren?

Riederer: Ich bin immer froh, wenn ich in der Bayernliga spielen kann. Ich versuche auch so oft es geht, die Spiele zu machen. Aber die Spiele der ersten und zweiten Mannschaft überschneiden sich oft, sodass ich nur alle zwei bis drei Wochen zum Einsatz komme. Spielpraxis ist das A und O für einen Torwart. Nur so kannst du dich weiterentwickeln. Aber ich bleibe weiterhin positiv und gebe alles dafür, dass die Einsatzzeiten wieder mehr werden.

torwart.de: Die Zukunft von D. Kampa ist noch ungeklärt. Hat sein mögliches Verbleiben auch mit deinen Zukunftplänen zu tun?

Riederer: Momentan ist noch alles offen. Ich habe noch Vertrag bis 2012. Aber ich bin jetzt schon 25 Jahre alt und für mein Alter habe ich sehr wenige Spiele im Profibereich absolviert. Somit werde ich mir natürlich meine Gedanken machen, wenn es in Haching nicht klappen würde.

torwart.de: Du warst immer sehr ruhig und hast die Situation der Nummer zwei akzeptiert. Fiel dir das immer leicht?

Riederer: Leicht mit Sicherheit nicht. Jeder Fußballer spielt, um sich als Stammspieler zu etablieren. Als Torwart braucht man viel Geduld, da immer nur einer spielen kann. Aber ich bin ein positiver Mensch und lasse mich deswegen auch nicht unterkriegen. Meine Chance wird kommen und dann werde ich sie auch nutzen.

torwart.de: Was konntest du von D. Kampa in den zwei Jahren mitnehmen?

Riederer: Die Sprungkraft von Darius ist zum Beispiel sehr gut. Darum hab ich versucht, mich auch auf diesem Gebiet zu verbessern. Am Anfang meiner Profikarriere war meine Sprungkraft nicht so überragend. Ich habe viel durch meine Größe kompensiert. Aber jetzt ist sie ganz passabel und ich mache jeden Tag meine Übungen, um noch mehr rauskitzeln zu können.

torwart.de: Woran hast du besonders an deinem Torwartspiel gearbeitet?

Riederer: Da ja der mitspielende Torwart immer mehr gefragt ist, habe ich mich speziell im technischen Bereich verbessert. Ich versuche meinen schwächeren rechten Fuß täglich zu trainieren, gezielte lange Bälle zu schlagen und meine Abwürfe nicht nur in der Genauigkeit, sondern auch in der Weite zu verbessern. Man sieht ja an Manuel Neuer, dass diese Eigenschaften auch eine entscheidende Waffe sein können.

torwart.de: Inwiefern kannst du die Philosophie von Rainer Berg beschreiben? Was kann er dir vermitteln?

Riederer: Rainer hat die Philosophie, uns Torhüter praxisbezogen zu trainieren. Das heißt, unsere Einheiten richten sich nach Aktionen, die auch im Spiel passieren können. Durch permanentes Wiederholen der Übungen bekommt man die Abläufe eingetrichtert, wie man sich im Spiel zu verhalten hat. Gegen Extraschichten hat er natürlich nichts einzuwenden und lässt uns da auch völlig freie Hand.

torwart.de: Du hattest dieses Jahren einen Syndesmosebandriss. Wie sehr störte die Verletzung dich in deiner Vorbereitung?

Riederer: Das einzig positive an der Verletzung war, dass ich mich in einer Zeit verletzt habe, wo ich wenig versäumt habe. Anfang Dezember fielen etliche Spiele aus und dann kam die Winterpause. Aber trotzdem war ich gute zehn Wochen bis Anfang Februar außer Gefecht. Auch als ich mit dem Torwarttraining wieder begonnen habe, hatte ich immer noch Schmerzen bei verschiedenen Bewegungen. Seit Anfang April bin ich schmerzfrei und knüpfe auch wieder an alte Stärken an.

torwart.de: Was sind deine nächsten Ziele?

Riederer: Natürlich endlich den Durchbruch im Profigeschäft zu packen. Das ist mein größtes Ziel. Ich weiß, was ich kann und bin überzeugt, dass ich es schaffen werde.

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