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aus München berichtet Tobias Schlitzke
 René Adler (Foto: Firo)
Nicht nur das Spiel von Schalke 04 gegen Hannover 96 stand unter besonderer Beobachtung. Auch die Begegnung von Bayern gegen Leverkusen wurde mit großer Spannung betrachter. Wie würde René Adler die Geschehnisse um Robert Enke verkraftet haben? Adler zeigte sich von seiner besten Seite und rettete seinem Team den Punkt in München.
Gegenüber spox.de äußerte Adler sich zum Thema Robert Enke: "Ich mache keinen Hehl daraus, dass es für mich ein sehr schwieriges und emotionales Spiel war. Ich war mit Robert gut befreundet. Natürlich haben wir um den Platz im Nationaltor gekämpft, aber wir sind immer respektvoll und freundschaftlich miteinander umgegangen und waren insofern eigentlich mehr Freunde als Konkurrenten. Da ist jemand gegangen, der für mich menschlich ein Vorbild war." Sichtlich bedrückt war der Keeper: "Es hat mich tief getroffen." Dennoch galt die Konzentration auch dem Spiel und dem Ergebnis: "Ich denke, das war ganz okay. Wenn man in München 1:1 spielt, kann man als Bayer Leverkusen ganz gut damit leben." Das zeigten die Leverkusener auch besonders in der zweiten Hälfte. Defensiv verwalteten sie den Punkt und konnten sich zum einen bei ihrem Keeper und zum anderen bei den Bayern bedanken, dass sie mit dem Punkt zurück fahren konnten. Auch zum Thema "Spitzenmannschaft" sagte Adler etwas: "Wir sind davon überzeugt, dass wir eine absolute Spitzenmannschaft auf nationaler Ebene sind. Das spiegelt auch das momentane Tabellenbild wider. Wir sind bestrebt danach, jedes Spiel zu gewinnen. So sind wir auch nach München gefahren." Aber Adler bleibt auch Realist und weiß, dass noch etwas zu einer Mannschaft wie den Bayern fehlt: "Wir spielen zwar mit dem Kern der Mannschaft schon einige Jahre zusammen und haben uns diese Saison punktuell hervorragend verstärkt. Aber man darf nicht vergessen, dass wir eine sehr, sehr junge Mannschaft sind und dass wir momentan den Verlust wichtiger Stammspieler auffangen müssen. Uns macht stark, dass einer für den anderen kämpft und keiner rumlamentiert, dass Renato Augusto oder Patrick Helmes fehlt. Mal schauen, wo es hingeht, wenn wir alle Spieler wieder dabei haben."
Zu seiner Parade gegen Mario Gomez musste Adler lachen: "Ich habe nach dem Spiel mit Mario Trikots getauscht und er sagte zu mir, dass ich ihn ruhig hätte reinlassen können. Aber ein Gomez-Tor reicht..." Doch zu lange ausruhen will sich der Schlussmann nicht. Der Blickt geht nach vorne zum nächsten Spiel: "Mit Stuttgart kommt jetzt ein angeschlagener Gegner. Das sind undankbare Spiele. Aber wenn wir oben bleiben wollen, müssen wir diese Spiele gewinnen, vor allem zuhause."
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