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Home > Archiv > 2. Fotostrecken-Archiv > 2.1 Fotostrecken & Torwartanalysen 15/16 > Champions League Achtelfinale Rückspiele Teil 2 > FC Bayern München - Juventus Turin 4:2

Gigi Buffon (Foto: firo)

Buffons Traum vom Titel zerplatzt

Der FC Bayern und Manuel Neuer stehen nach einem dramatischen Spiel im Viertelfinale der Champions League. Gegen Juventus Turin gewann der deutsche Rekordmeister nach einem 0:2-Pausenrückstand nach Verlängerung mit 4:2 und schaffte es nach dem 2:2 im Hinspiel in die Runde der letzen Acht. Für Juve-Keeper Gianluigi Buffon ist der Traum vom Champions-League-Titel mal wieder zerplatzt

Nein Gianluigi Buffon ärgerte sich nicht nach dem 2:2-Ausgleichstor in der 91. Minute durch Thomas Müller. Von Resignation oder Wut keine Spur beim Juve-Keeper. Ganz im Gegenteil. Der 1,92-Hühne versuchte wild gestikulierend seine Vorderleute zu motivieren, fuchtelte wild mit den Armen und forderte von seinen Vorderleuten noch einmal volle Konzentration für die nun anstehende 30 minütige Verlängerung. Er wollte seinen Traum vom ersten Champions-League-Sieg weiter am Leben halten. Doch es half am Ende alles nichts. In der zweiten Hälfte der Verlängerung drehten die Bayern die Partie noch in ein 4:2. Buffons Traum vom Henkelpott mal wieder zerplatzt.

„Jeder trägt das Prädikat Weltklassetorhüter“

Schon im Achtelfinalhinspiel vor zwei Wochen in Turin war einiges geboten. 2:0 gingen die Bayern gegen die Italiener in Führung. Am Ende mussten sie sich mit einem 2:2 begnügen. Vor dem Rückspiel am gestrigen Mittwoch gab sich „Gigi“ Buffon kämpferisch: „Wir haben zwar bedeutende Ausfälle, haben aber eine großartige Truppe und das werden wir heute beweisen“. Und dem erfahrenen italienischen Rekordnationalspieler war klar, auch er muss gegen die Bayern sein ganzes Können abrufen. Der Keeper mit den strahlend blauen Augen, der viermalige Welttorhüter und Weltmeister von 2006 wollte seinen Traum vom Champions-League-Triumph noch nicht aufgeben. Sein Gegenüber Manuel Neuer hat sich diesen Traum 2013 mit dem FC Bayern bereits erfüllt. Und auch 2013 traf der FCB auf dem Weg zum Titel auf Juventus Turin und räumte den italienischen Rekordmeister aus dem Wettbewerb. Vor dem entscheidenden Achtelfinalrückspiel hatte sich zudem in der Sport Bild die italienische Torhüterlegende Dino Zoff (74) zu Wort gemeldet. „Neuer und Buffon, jeder trägt das Prädikat Weltklassetorhüter. Buffon ist in bester Form, Neuer war vor einiger Zeit in bester Form.“

„Manuel muss beim 0:1 im Tor bleiben“

Das Duell der beiden Keeper-Giganten begann mit einem absoluten Novum. Manuel Neuer beförderte nach 38 Sekunden einen Pass nicht wie gewohnt sicher zu einem seiner Mitspieler, sondern sein Flugball landete im Seitenaus. Juve setzte die FCB-Defensive von Beginn an gewaltig unter Druck. Folgerichtig gingen die Italiener in der 5. Minute auch durch Paul Pogba in Führung. Bei einem langen Ball von Sami Khediera auf Morata waren sich Alaba und Neuer uneins, der Bayern-Keeper eilte aus dem Tor und klärte nur unzureichenden in die Mitte, wo Paul Pogba nur noch ins verwaiste Tor einschieben musste. Kritik an der Aktion des Nationalkeepers gab’s in der Halbzeitpause vom ZDF-Experte Oliver Kahn: „Manuel muss beim 0:1 im Tor bleiben“. Nach dem Spiel versuchte Neuer seinen missglückten Abwehrversuch am ZDF-Mikro zu erklären: „Ich wollte weder Alaba noch Morata anschießen und habe den Ball deshalb versucht in die Mitte zu klären“. Ungewohnt unsicher präsentierte sich Neuer auch in der 21. Minute, als er einen Ball direkt in die Füße von Pogba klärte - Der Fauxpas blieb ohne Folgen. Beim 0:2 durch Cuadrado (28.) blieb Neuer hingegen ohne Abwehrchance. Kurz vor der Pause zeigte Neuer dann sein ganzes Können und bewahrte seine Elf mit einer spektakulären Parade vor einem noch höheren Rückstand. Aus kurzer Distanz reagierte der Bayern-Keeper blitzschnell gegen Cuadrado und vereitelte so in absoluter Weltklasse-Manier das vielleicht vorentscheidende 0:3. Buffon blieb in Halbzeit eins nahezu ohne Beschäftigung. Einzig einen unplatzierten Schuss von Thomas Müller hatte der 38-Jährige zu parieren.

Buffon chancenlos

Aus der Halbzeitpause kam dann ein Mann dann mit gehöriger Verspätung. Elf Bayern-Spieler und alle Feldspieler von Juventus Turin fanden sich pünktlich um 21:45 Uhr auf dem Rasen ein. Als letzter betrat die italienische Torwart-Legende das saftige Grün in der Münchner Arena. Und in Halbzeit zwei sollte sich dann das genaue Spiegelbild des Hinspiels abspielen. Führten vor zwei Wochen in Turin die Münchner mit zwei Toren und mussten am Ende noch den Ausgleich schlucken, so waren es im entscheidenden Rückspiel die Italiener, welche ihre Partie noch aus den Händen geben sollten. Das bayrische Anschlusstor in der 72. Minute, wie ein Weckruf für die Mannschaft von Pep Guardiola. Eine scharfe Costa-Flanke aus dem Halbfeld fand in der Mitte Robert Lewandowski, der aus kurzer Distanz einköpfte. Der scharfe Flankenball fand zwar im Fünfmeterraum den Kopf des Polen, dennoch war der Ball für Buffon so gut wie nicht zu verteidigen. Ebenso wenig ausrichten konnte der Routinier im Juve-Tor am Münchner 2:2. Der Kopfball von Müller aus kurzer Distanz war für Buffon nicht zu parieren.

„Italienische Tradition“

In der ersten Hälfte der Verlängerung gelang es der Mannschaft von Massimiliano Allegrie dann wieder für etwas mehr defensive Stabilität zu sorgen. Doch direkt nach Wiederanpfiff der zweiten Hälfte der Verlängerung krönte der eingewechselte Thiago die schönste Bayern-Kombination mit einem sehenswerten Treffer zum 3:2 (108.). Der ebenfalls eingewechselte Kingsley Coman beseitigte dann nach einem sehenswerten Solo mit seinem Tor zum 4:2 alle Zweifel (110.) – Buffon bei beiden Gegentoren ohne jegliche Abwehrchance. Sein Traum vom ersten Gewinn der Champions-League mal wieder zerplatzt. Doch „so lange er sich die Schuhe noch anziehen kann“, scherzte ZDF-Moderator Oliver Welker, wird er es noch weiter versuchen. Und Keeper-Kollege Kahn fügte an: „So lange zu spielen, ist ja italienische Tradition“.

Foto Firo - Bilder zum Vergrößern anklicken


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