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Simon Mignolet hatte in der zweiten Halbzeit größte Mühe, die Angriffe des FC Sevilla zu stoppen (Foto: firo)

Simon Mignolet/ FC Liverpool: Der belgische Torhüter des FC Liverpool musste beim Europa-League Finale 2016 3 Gegentreffer hinnehmen. Dennoch begann das Spiel für den Beligier und die Klopp-Elf vielversprechend. In der 10. Minute pflückte Mignolet einen Freistoß vom linken Flüger sicher herunter. Im weiteren Spielverlauf verlief die erste Halbzeit für den 27-jährigen Keeper weitestgehend ruhig. Bei der ersten richtigen Chance für die Anadlusier mussste Mignolet nicht eingreifen. Gameiros Fallrückzieher aus acht Metern ging knapp am linken Pfosten vorbei. Da Mignolets Vorderleute das Finale von Basel in der ersten Halbzeit dominierten, musste der Belgier in der ersten Halbzeit nicht mehr ernsthaft eingreifen. Er konnte dabei zusehen, wie Daniel Sturridge die "Reds" in Führung brachte und in der Folgezeit einige gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt ließ. In der zweiten Halbzeit wendete sich allerdings das Blatt und dies nicht zugunsten Mignolets.

20 Sekunden nach Wiederanpfiff war Mignolet von seinen Vorderleuten im Stich gelassen worden und musste den völlig überraschenden Ausgleichstreffer hinnehmen. Mariano drang über rechts in den Sechzehner ein, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und bediente Gameiro in der Mitte. Aus drei Metern konnte Gameiro einfach einschieben und ließ, dem bei der Europameisterschaft hinter Thibaut Courtois gesetzten Mignolet, keine Abwehrchance. Sevilla war jetzt am Drücker und hatte mehrere Möglichkeiten, das Spiel nun endgültig zu drehen. In der 60. Spielminute musste Mignolet mit einem "Big-Save" seine in dieser Phase des Spiels schläfrigen Vorderleute retten. Ein langer Einwurf wurden von N'Zonzi perfekt auf Gameiro verlängert, der im Strafraumzentrum völlig blank stand und den Ball direkt Volley nahm. Mignolet konnte den Schuss aus kurzester Distanz parieren, weil der Schuss zu zentral angesetzt war. Mignolet machte zwei, drei kurze und schnelle "Side-Steps" ins Torzentrum und verbesserte somit seine Ausgangsposition. Gameiro hätte noch genügend Zeit gehabt, den Ball anzunehmen und ihn links oder rechts an Mignolet vorbeizuschieben.
Es waren 64 Minuten gespielt, als Mignolet nun endgültig den Rückstand hinnehmen musste. Der Titelverteidiger aus Sevilla zeigte seine Klasse. Nach einem schönen Doppelpass mit Banega überließ Vitolo Coke das Leder, der die Kugel aus 17 Metern mit einem strammen Schuss ins rechte Toreck zimmerte. Mignolet hatte keine Abwehrchance.

Liverpool war geschockt und musste nur sechs Minuten später den 1:3-Gegentreffer hinnehmen. Dabei machte der 1,93 Meter große Belgier keinen guten Eindruck. Zuvor wurde Mignolet allerdings gehörig von seinen Vorderleuten im Stich gelassen, die hintereinander mehrere Schnitzer bauten, sodass der Ball von einem Liverpooler Spieler, Coke am zweiten Pfosten erreichte. Coke stand völlig frei in halbrechter Position vor Mignolet. Das Stellungsspiel des Belgiers war gut, er verkürzte die Distanz zu dem Angreifer und erwischte eine gute Ausgangsposition. Coke zog mit dem Vollspann ab, der Ball hätte Mignolet, dank seines guten Stellungsspiels getroffen und wäre durchaus haltbar gewesen. Im Moment des Schusses verlagerte Mignolet jedoch seinen Körperschwerpunkt auf seine linke Seite, um womöglich einen flachen Schuss in Pfostennähe parieren zu können. Der Ball kam zentral auf Mignolet, der aber durch die Spekulation auf die linke Seite nicht mehr aufrecht stand, sodass der Ball seinen rechten Arm noch leicht tuschierte und so den weg ins Tor fand. Hätte Mignolet den Ball besser fokusiert und auf den unplatzierten Schuss von Coke angemessen reagiert, in dem er seine Position nicht verändert hätte, wäre der Ball sicherlich haltbar gewesen. Liverpool konnte in den Schlussminuten nicht mehr verkürzen und musste die Finalniederlage hinnehmen. Das dritte Gegentor, bei dem Mignolet unglücklich agierte, entfacht erneut die Diskussion, ob der Belgier noch der richtige Mann im Kasten der "Reds" ist. Laut übereinstimmenden Medienberichten, steht der Mainzer Keeper Loris Karius kurz vor einem Wechsel an die Anfield Road. Auch Timo Hildebrand, der das Finale in Basel live vor Ort verfolgte, empfiehlt Loris Karius einen Wechsel: "Wenn er ein Angebot von Liverpool hat, muss er den nächsten Schritt machen." Der Wunschkanidat von Jürgen Klopp, würde Simon Mignolet sicherlich einen heißen Konkurrenzkampf liefern.

David Soria durfte mit Sevilla den dritten Europa-League Triumph in Folge zelebrieren (Foto: firo)

David Soria/ FC Sevilla: Der Europa-League Keeper von Sevilla, der von Puma ausgerüstet wird und mit der aktuellen "Tricks"-Kollektion auch im Finale auflief, musste in der 8. Spielminute zum ersten Mal eingreifen. Der deutsche Nationalspieler Emre Can zog aus 20 Metern ab - der 23-jährige Spanier pariert den Ball aber problemlos. In der 11. Spielminute wurde es brenzlig vor dem Tor des gebürtigen Madrilenen. David Soria war nach einem Kopfball von Daniel Sturridge chancenlos und schon bezwungen, doch Carriço klärt für die Andalusier auf der Linie. Liverpool startete besser ins Spiel und zwang Soria zu einer weiteren Parade. Daniel Sturridge tauchte plötzlich sieben Meter vor dem Tor auf und schloss blitzschnell ab. Soria war sehr aufmerksam, zeigte ein gutes Stellungsspiel, parierte stark und konnte den Abschluss des englischen Nationalstürmers abwehren. In der 35. Minute musste Soria dann den ersten Gegentreffer hinnehmen, bei welchem er ohne Chance war, den Ball abzuwehren. Der Torjäger von Liverpool, Daniel Sturridge, überwindet Soria mit einem tollen Schuss mit dem linken Außenrist. Der Ball war unglaublich platziert und schlug im linken Toreck, aus David Sorias Sicht, ein. Liverpool blieb am Drücker. David Soria musste den zweiten Ball an diesem Abend aus dem Tor holen, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. Sturridge stand im unmittelbaren Sichtfeld des Torhüters (41). Mit einem völlig verdienten 0:1-Rückstand ging es für die Andalusier dann in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit war für David Soria fast schon Erholung angesagt. Er musste während der gesamten zweiten Spielhälfte nur noch einen Schuss von Daniel Sturridge abwehren, der ihn allerdings vor keine großen Probleme stellte. Sevilla drehte die Partie in der zweiten Hälfte und gewann das Europa-League Finale aufgrund der Leistungssteigerung völlig verdient mit 3:1. Das ist Sevillas dritter Europa-League Triumph in Folge. David Soria kann mit seinen noch jungen 23 Jahren einen großen persönlichen Erfolg feiern. Insgesamt 840 Minuten hütete er in dieser Europa-Pokal Saison das Tor der Andalusier und bekam seit dem Zwischenrunden-Hinspiel gegen Molde FK nur 7 Gegentore. Eine starke Leistung des jungen Torwarts.

Torwartvergleich Mignolet (Liverpool) David Soria (Sevilla)
Schüsse aufs Tor/davon abgewehrt 4/1 5/3
Gegentore 3 1
Torwartparaden 1 3
Flanken abgefangen 2 0
Gefaustete Bälle 0 0
Ballkontakte 25 29
Pässe/davon angekommen 21/13 (62%) 25/13 (52%)

Foto Firo - Bilder zum Vergrößern anklicken
 

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