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Home > Archiv > EM 2016 > EM-Geschichte > EM 1976 - Panenka düpiert Sepp Maier

Hoeness verschießt im Elfmeterschießen (firo)

EM 1976 - Hoeness verschießt den entscheidenen Elfmeter

Auf den 20. Juni 1976 möchte Sepp Maier, sonst ein national bekannter Strafraum-Clown, bis heute nicht gerne angesprochen werden. Im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei, namentlich gegen den abgezockten Stürmer Antonin Panenka, erlebte der damals weltbeste Torhüter seine bittersten Momente. Nicht nur, dass Maier den letzten Elfmeter des deutschen Endspielgegners in Belgrad nicht parieren konnte, nein, Panenka hatte ihn mit einem Bauerntrick verladen. Darauf spekulierend, dass der sprunggewaltige Maier in eine ausgesuchte Ecke springen würde, lupfte Panenka den Ball nur leicht an und streichelte das Spielgerät damit unhaltbar für den bereits abgehobenen Maier ins Tor und sich selber in die Geschichtsbücher. Frecher wurde in der internationalen Fußball-Historie noch kein Weltklasse-Torwart überwunden. Ivo Viktor, der legendäre Torhüter im Tor der CSSR brauchte beim anschließenden Elfmeter-Schuss von Uli Hoeness lediglich die Nackenmuskulatur anzustrengen, hoch und weit flog der Ball über sein Tor. Die Legende besagt, dass der Ball bis heute nicht gefunden wurde, vielleicht zieht er noch immer seine Bahnen durch die Belgrader Nacht. Der Tscheche Viktor krönte mit dem EM-Triumph seine einzigartige Karriere. 1968, 1972, 1973, 1975 und 1976 wurde der reflexstarke Torsteher zum Tschechoslowakischen Fußballer des Jahres gewählt. Der beste tschechische Keeper bekommt heute den Ivo-Viktor-Preis überreicht.

Nur acht Teams hatten sich für die Europameisterschaft 1976 qualifizieren können: Jugoslawien, Wales, UdSSR, Tschechoslowakei, Spanien, Deutschland, Niederlande und Belgien. Der deutsche Weltmeister von 1974 mühte sich im Viertelfinale zunächst zu einem 1:1 Unentschieden, im Rückspiel reichte ein 2:0 (Tore: Hoeness und Toppmöller) zum Einzug in das Halbfinale. Im Semifinale gegen die gastgebenden Jugoslawen rannten die deutschen Favoriten in das offene Messer. Euphorisiert vom aufgepeitschten Publikum in Belgrad, führten die technisch beeindruckenden Spieler vom Balkan bereits nach einer guten halben Stunde mit 2:0. Diese erste Halbzeit ordneten die heimischen Historiker gleich als eine der besten Spielhälfte eines jugoslawischen Teams aller Zeiten ein. DFB-Trainer Helmut Schön reagierte in der Halbzeit gekonnt, für den blassen Dietmar Cramer kam Heinz Flohe, das deutsche Spiel gewann an Tempo und Intensität. Nach Flohes Anschlusstreffer in der 65. Minute erzielte der ebenfalls eingewechselte Dieter Müller in der 79. Minute den Ausgleich. Apathisch, weil geschockt, ließen sich die Gastgeber vom jungen Müller noch zwei weitere Treffer einschenken, Deutschland erreichte das Finale. Dort sollte es bekanntlich ein Elfmeterschießen geben, der Rest ist Geschichte.

Für Sepp Maier sollte es das vorletzte Turnier seiner langen Karriere werden. 1978, als Kapitän, musste der Münchener beim 2:3 gegen den Nachbarn Österreich die größte Schmach der Nationalmannschaftsgeschichte mit verantworten, ein Jahr später beendete ein schwerer Autounfall seine Laufbahn.

Ivo Viktor beendete seine Karriere bereits 1977, hartnäckige Rückenbeschwerden hinderten den Tschechen an seiner Arbeit. Im gleichen Jahr ließ sich Viktor als Torwarttrainer bei Dukla Prag anwerben, bis heute ist der 66-Jährige im Trainerbereich tätig.

 

 


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