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Italien: Der ewige Gigi und die Titelsammlung

von T. Schlitzke

G. Buffon (foto Firo)

Was soll man bloß werden, wenn man der Sohn einer Diskuswerferin und eines Gewichtsportlers ist? Na klar - Fußball-Torwart! Und zwar einer, an dem es seit vielen, vielen Jahren so schnell kein Vorbeikommen gibt.

Die Europameisterschaft in Frankreich ist mittlerweile seit der EM 2000 das neunte Turnier hintereinander, bei dem Gianluigi Buffon (Juventus Turin) das Tor der Squadra Azzurra hütet. Mit der Expertise aus 157 Länderspielen sowie dem WM-Pokal von 2006 und vier Welttorhüter-Trophäen im Rücken ist Buffon der erfahrenste Keeper im Teilnehmerfeld.

Die hauseigene Titelsammlung weißt allerdings eine kleine Lücke auf: Zur Abrundung der wahrlich großartigen Karriere fehlt dem 38-jährigen noch der EM-Titel im Portfolio. 2020 hätte er 42 Lenze auf dem Buckel – nicht unmöglich, dass ein Buffon auch dann noch spielt. Nehmen wir des Realismus halber allerdings einmal an, das Turnier in Frankreich ist Buffons letzte Chance auf den „Coupe Henri-Delaunay“, wie der EM-Pokal ganz offiziell tituliert wird.

Wie stehen die Chancen? Als Torwart und Kapitän in Personalunion ist Buffon die unbestrittene Führungsfigur einer italienischen Mannschaft, die im Kontrast zu Frankreich, Deutschland und Spanien nicht zu den ganz großen Topfavoriten gezählt wird.

Buffon selber ist ein spektakulärer Torwart, ein Antreiber, ein Mann für die großen Momente und legendären Paraden. Davor steht bei den traditionell eher defensiv ausgerichteten Italienern mit Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini das eingespielte Abwehrbollwerk von Juve. Im Mittelfeld und Sturm sind Namen wie Stephan El Shaarawy oder Thiago Motta zwar klanghaft, aber die ganz großen Kaliber der Vergangenheit wie ein Pirlo oder Totti, die große Spiele auch mal im Alleingang entscheiden konnten, fehlen.

Die EM-Qualifikationsgruppe H konnte mit 24 Punkten aus 10 Spielen souverän gewonnen werden, aber niemand weiß so recht, wie Italien im Vergleich mit den wirklich großen Playern dastehen wird. Das Turnier wird genau das zeigen. Außerdem brennt vielen Fans die Frage unter den Nägeln, ob Buffon im Herbst seiner Karriere immer noch auf höchstem internationalem Niveau mitmischen kann.

Hinter Buffon scharren seine möglichen Nachfolger schon mit den Hufen. Als Back-Up für den Altmeister fährt Salvatore Sirigu (Paris St. Germain) mit nach Frankreich. In der letzten Saison verlor der 29-jährige allerdings seinen Stammplatz an Kevin Trapp und wirkte damit alles andere als zufrieden. Möchte er dauerhaft in der Italienischen Nationalmannschaft die Nummer eins werden, ist ein Wechsel im Sommer wohl unumgänglich. Sirigu ist ein solider Torwart, der vor allem durch seine Reflexe und die Mentalität besticht. Im Vergleich zu England oder Frankreich hat Italien durchaus einen Back-Up, der eine Mannschaft führen kann.

Als dritter Keeper wäre Mattia Perin vom FC Genua eingeplant gewesen, der allerdings nach einer langwierigen Kreuzbandverletzung noch außer Gefecht gesetzt ist. An seiner Stelle tritt nun Federico Marchetti (Lazio Rom) die Reise an. Der 33-jährige ist ein klassischer „Dreier“: Erfahren und zuverlässig, aber ohne lauthalsige Ambitionen nach Spielzeiten.

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