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Home > WM 2018 > WM-Interviews und Hintergründe > (BEL) Thibaut Courtois: Hat der Nerven

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Thibaut Courtois: Hat der Nerven

von Alex Raack

Thibaut Courtois (Foto: firo)

Hinter Thibaut Courtois, Belgiens Nummer Eins, liegt eine schwierige Saison. Sein Klub, der FC Chelsea, kam nie wirklich in die Spur und beendete die Saison auf dem fünften Tabellenplatz in der Premier League. Für die Ansprüche der Londoner ein unbefriedigendes Ergebnis. Und Courtois? Der blieb zwar in 35 Saisonspielen 15 Mal ohne Gegentor, erreichte 78 Paraden (und damit 20 mehr als sein brasilianischer Konkurrent Ederson im Tor von Meister Manchester City) und spielte eine solide bis gute Saison – zog aber dennoch den Unmut von Chelseas Fangemeinde auf sich. Der 26-jährige Belgier, 2011 bis 2014 an Atletico Madrid ausgeliehen, hat seine Zukunft in London sehr lange offen gelassen und zuletzt gar einen Wechsel zurück Richtung Madrid angedeutet. Champions-League-Sieger Real hat Interesse bekundet, was allein schon Beweis für die Qualitäten des 1,97 Meter-Mannes ist. Courtois aber hätte nicht sportliche, sondern vor allem private Gründe, wieder nach Spanien zu gehen. Einem belgischen Sportmagazin erklärte er jüngst: „Meine beiden Töchter leben gemeinsam mit meiner Ex-Freundin in Madrid. Ich sehe sie jeden Tag via Facetime, aber jeden Tag sagen sie mir auch, dass sie mich vermissen. Familie ist für mich das Wichtigste.“

Müssen belgische Fußballfans jetzt befürchten, dass ihr Rückhalt der vergangenen Jahre geschwächt zum Weltturnier nach Russland fährt? Vermutlich eher nicht. Körperlich ist der Sohn von zwei ehemaligen belgischen Auswahl-Volleyballerspielern in einer blendenden Verfassung, seine Größe und Spannweite weiß Courtois geschickter als jeder andere „big man“ auf seinem Niveau einzusetzen. Er sagt selbst: „Volleyball ist auch Teil meines Lebens und beim Volleyball lernen große Menschen schnell unten zu sein. Das habe ich drauf.“ Auch eine weitere große Stärke, blitzschnelle Reflexe, verdankt Courtois unter anderem seiner Volleyball-Vergangenheit. Erste Aufnahmen seines Könnens finden sich im Youtube-Kanal „TheYardBrooz“ – die wackligen Bilder aus dem heimischen Garten luden Courtois und seine Kumpels damals selbst hoch.

Sie sind auch die Grundlage für Courtois´ womöglich prägendste Eigenschaft als Spitzentorwart, eine Qualität, die ihm gerade nach einer eher durchwachsenen Spielzeit dabei helfen dürfte, bei der WM in Topform zu sein. „Thibaut war es schon immer egal, ob er vor 30.000 Menschen im Stadion, oder mit seinen Jungs auf dem Bolzplatz spielt“, sagt Guy Martens und der muss es wissen. Während dessen Zeit beim KRC Genk zwischen 12 und 19 war Martens Torwarttrainer von Courtois, der hat Martens bereits als „besten Torwartcoach der Welt geadelt“. Martens sagt: „Er würde nie fragen `Was passiert, wenn ich einen Fehler mache?`. Er spielt einfach.“ Und auch sein damaliger Klub-Trainer Franky Vercauteren lobt Courtois´ mentale Fähigkeiten: „Er ist körperlich stark, er hat eine überragende Technik, aber was ihn wirklich zu einem Weltklassetorwart macht, ist die Tatsache, dass er immer einen kühlen Kopf behält.“ Courtois, der in zehn Spielen der WM-Qualifikation nur sechs Gegentore kassierte (darunter drei beim 4:3-Auswärtssieg gegen Bosnien-Herzegowina), sagt dazu: „Nur wenn ich nervös bin, mache ich Fehler. Deshalb versuche ich, erst gar nicht nervös zu werden. Ich habe zwei Katzen und drei Hunde, mit denen spiele ich im Garten. Das lenkt wunderbar ab.“

In Russland steht der „proaktive Keeper“ (Zitat Martens) bei einem der Turnierfavoriten im Tor. Die seit Jahren hoch gehandelten Belgier scheiterten 2014 erst im Viertelfinale an Brasilien. Ihr Schlussmann mit den stählernen Nerven sagt: „Wir sind inzwischen gut genug, jede Mannschaft zu schlagen.“ Und fragt sich erst gar nicht, was passiert, wenn Belgien den Erwartungen nicht gerecht wird.

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