Das Torwart- und Fußballportal
  TORWART.DE ONLINE-SHOP Torwarthandschuhe von adidas, Reusch, Uhlsport, NIKE, Puma, Jako, Derbystar, Erima, Sells, Selsport, Storelli, McDavid, Under Armour, Lotto, TW1!
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
 


Home > WM 2026 > WM-Torhüter > Gruppe C (BRA, MAR, HTI, SCO) > Schottland > Angus Gunn

Schottland

Angus Gunn

NationalitätSchottlandSchottland
Geburtsdatum22.01.1996 (30)
VereinNottingham Forest (Premier League)
Größe188 cm
Gewicht82 kg
Länderspiele21
Vereinshistorie
Herren: Nottingham Forest (2025-), Norwich City (2021-2025), Stoke City (2020-2021), Southampton (2018-2020), Norwich City (2017-2018), Manchester City (2016-2017)
Nationalmannschaft: Schottland (2023-), England (2017-2018), England U21 (2015-2019), England U23 (2016-2016), England U19 (2015-2015), England U17 (2012-2013)
Marktwert1.200.000 €

adidas Handschuhe 2026

Textblock I Werdegang

Ein Torhüter mit Norwich-Wurzeln

Angus Fraser James Gunn wurde am 22. Januar 1996 in Norwich geboren. Der 1,96 Meter große Torhüter stammt aus einer echten Fußballfamilie: Sein Vater Bryan Gunn war selbst Torhüter, schottischer Nationalspieler und gilt bei Norwich City bis heute als Klub-Ikone.

Auch Angus Gunn begann seine Laufbahn bei Norwich City. Früh wechselte er jedoch in die Nachwuchsabteilung von Manchester City, wo er in einem hochprofessionellen Umfeld ausgebildet wurde. Bei den Skyblues sammelte er erste Erfahrungen im Profibereich und gehörte mehrfach zum Spieltagskader, absolvierte für die erste Mannschaft aber kein Pflichtspiel.

Rückkehr nach Norwich und der erste Durchbruch

Den ersten großen Schritt im Profifußball machte Gunn in der Saison 2017/18. Damals kehrte er auf Leihbasis in seine Geburtsstadt zurück und wurde bei Norwich City sofort Stammtorhüter. Mit gerade einmal 21 Jahren spielte er eine komplette Championship-Saison und machte mit ruhigen, stabilen Leistungen auf sich aufmerksam.

Diese Zeit war für Gunn entscheidend. Nach Jahren in der Ausbildung von Manchester City bekam er erstmals dauerhaft Spielpraxis im Profifußball. Er zeigte, dass er nicht nur ein gut ausgebildeter Akademie-Torhüter war, sondern auch Woche für Woche Verantwortung übernehmen konnte.

Southampton, Stoke und die zweite Norwich-Phase

Nach der erfolgreichen Norwich-Leihe wechselte Gunn fest zum FC Southampton. Dort kam er zu Einsätzen in der Premier League, konnte sich aber nicht dauerhaft als klare Nummer eins etablieren. Später folgte eine Leihe zu Stoke City, ehe er 2021 erneut zu Norwich City zurückkehrte.

In Norwich fand Gunn wieder mehr Stabilität. Er wurde über mehrere Spielzeiten zu einem wichtigen Torhüter des Klubs und sammelte weitere Erfahrung im englischen Fußball. Gerade diese zweite Norwich-Phase war wichtig, weil Gunn dort wieder regelmäßig spielte und sich zugleich für die schottische Nationalmannschaft in den Fokus brachte.

Nottingham Forest und die offene Zukunft

Im Sommer 2025 wechselte Gunn ablösefrei zu Nottingham Forest. Dort war die Situation für ihn allerdings schwierig. Er kam nur zu einem Premier-League-Einsatz und spielte im Kluballtag keine große Rolle.

Sein Vertrag läuft während der WM 2026 aus. Damit ist das Turnier für Gunn nicht nur sportlich mit Schottland wichtig, sondern auch persönlich. Er kann sich auf internationaler Bühne für einen neuen Klub empfehlen — und zeigen, dass er trotz wenig Spielpraxis auf Vereinsebene ein verlässlicher Torhüter bleibt.

Torwartprofil: Größe, Ruhe und klare Entscheidungen

Gunn steht für ein sachliches, ruhiges Torwartspiel. Mit seinen 1,96 Metern bringt er gute Voraussetzungen für hohe Bälle, Strafraumbeherrschung und Abschlüsse aus kurzer Distanz mit. Er verfügt über Reichweite, solides Positionsspiel und ein ordentliches Aufbauspiel.

Er ist kein Torhüter, der ständig spektakulär wirken muss. Seine Stärke liegt eher darin, Sicherheit auszustrahlen, klare Entscheidungen zu treffen und hinter einer körperlich starken Defensive Ruhe zu geben. Gerade für Schottland ist dieses Profil wertvoll: Gunn soll nicht permanent im Mittelpunkt stehen, sondern dann präsent sein, wenn er gebraucht wird.

Nationalmannschaft

Erst England, dann Schottland

International spielte Gunn zunächst für englische Nachwuchsnationalmannschaften. Er lief unter anderem für die U21 Englands auf und reiste 2018 mit den Three Lions ins Trainingslager vor der Weltmeisterschaft in Russland. Da sich für ihn in der englischen A-Nationalmannschaft aber keine klare Perspektive öffnete, entschied er sich später für das Heimatland seines Vaters.

Sein Debüt für Schottland gab Gunn am 25. März 2023 gegen Zypern. Beim 3:0 blieb er ohne Gegentor. Nur wenige Tage später folgte ein weiterer wichtiger Moment: Beim 2:0 gegen Spanien hielt Gunn erneut die Null und wurde damit früh zu einem Symbol des starken schottischen Starts in die EM-Qualifikation.

EM 2024 — ein bitterer Abend gegen Deutschland

Bei der Europameisterschaft 2024 war Gunn bereits Schottlands Nummer eins. Das Turnier begann jedoch denkbar schwierig. Im Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Deutschland verlor Schottland in München deutlich mit 1:5.

Gunn stand dabei wie die gesamte Defensive unter großem Druck. Deutschland dominierte das Spiel früh, Schottland fand kaum Entlastung und musste nach der Roten Karte gegen Ryan Porteous lange in Unterzahl spielen. Für Gunn war es ein bitterer Abend, aber die Niederlage war nicht allein an ihm festzumachen. Schottland war insgesamt klar unterlegen.

Nach dem Spiel sprach Gunn davon, dass die Mannschaft nun reagieren müsse. Genau diese Erfahrung gehört zu seinem Weg: Er erlebte bei der EM 2024, wie hart ein großes Turnier sein kann, blieb aber im Kreis der Nationalmannschaft ein wichtiger Kandidat.

Konkurrenz mit Craig Gordon

Vor der WM 2026 war nicht völlig klar, ob Gunn oder der erfahrene Craig Gordon als Nummer eins in das Turnier gehen würde. Gordon bringt enorme Erfahrung mit und war über viele Jahre eine prägende Figur im schottischen Tor. Gunn wiederum hatte in den Jahren zuvor häufiger gespielt und war bereits bei der EM 2024 die Nummer eins gewesen.

Letztlich setzte sich Gunn zum Turnierstart durch. Er bekam das Vertrauen und stand im ersten Gruppenspiel gegen Haiti im Tor. Für ihn war das auch eine Bestätigung nach einer schwierigen Vereinssaison bei Nottingham Forest.

WM 2026 — Neustart auf großer Bühne

Bei der Weltmeisterschaft 2026 feiert Schottland seine Rückkehr auf die größte Fußballbühne. Erstmals seit 1998 ist die Mannschaft wieder bei einer WM-Endrunde dabei. Zum Auftakt gegen Haiti setzte Nationaltrainer Steve Clarke auf Gunn im Tor.

Schottland gewann knapp mit 1:0 und feierte damit den ersten WM-Sieg seit 1990. Gunn wurde dabei nicht dauerhaft geprüft, blieb aber Teil einer stabilen Defensive, die den Vorsprung über die Zeit brachte. Gerade nach der schwierigen EM-Erfahrung gegen Deutschland war dieser Auftakt für ihn und die Mannschaft wichtig.

In Gruppe C warten mit Marokko und Brasilien nun deutlich größere Aufgaben. Dort wird Gunn voraussichtlich stärker gefordert sein. Für Schottland kann er dann zu einem entscheidenden Faktor werden — mit Ruhe, Reichweite und der Erfahrung aus englischem Klubfußball und großen Turnieren.

Ein Torhüter zwischen Tradition und Zukunft

Angus Gunn bringt eine besondere Geschichte mit: Er ist in England geboren, in Norwich verwurzelt, in Manchester ausgebildet und spielt nun für das Land seines Vaters. Die Verbindung zu Schottland ist durch Bryan Gunn tief verankert, zugleich hat Angus Gunn seinen eigenen Weg gehen müssen.

Die WM 2026 ist für ihn deshalb mehr als nur ein Turnier. Sie ist die Chance, sich als schottische Nummer eins endgültig zu behaupten, die schwierigen Erfahrungen der EM 2024 hinter sich zu lassen und sich zugleich für seine Vereinszukunft zu empfehlen.


Kommentare (0)

Keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

© 1999-2026 torwart.de - Impressum

TIP A FRIEND SITEMAP TORWART.DE _Sitemap _oben

Um unsere Website laufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos