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Elfenbeinküste

Yahia Fofana

NationalitätElfenbeinküsteElfenbeinküste
Geburtsdatum21.08.2000 (25)
VereinÇaykur Rizespor (Süper Lig)
Größe194 cm
Gewicht89 kg
Länderspiele34
Vereinshistorie
Herren: Rizespor (2025-), Angers B (2023-2025), Angers (2022-2025), Le Havre (2017-2022), Le Havre B (2016-2020)
Nationalmannschaft: Elfenbeinküste (2023-), Frankreich U21 (2022-2023), Frankreich U19 (2018-2019), Frankreich U17 (2017-2017)
Marktwert4.949.540 €
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Werdegang

In Paris geboren, ivorisches Herz

Yahia Fofana wurde am 21. August 2000 in Paris geboren — und gehört damit zu den eher jüngeren Stammtorhütern bei dieser Weltmeisterschaft. Die Geschichte, wie er am Ende für die Elfenbeinküste spielt und nicht für Frankreich, ist dabei genauso interessant wie seine Karriere selbst. Aber der Reihe nach.

2008 begann er bei Espérance Paris mit dem Fußball, wechselte 2013 zum Stadtrivalen Red Star Paris und unterschrieb im Sommer 2015 in der Jugend des Le Havre AC. Der Weg durch die Nachwuchsabteilungen war lang und nicht immer geradlinig. In der Saison 2017/18 stand er bereits 16-mal im Spieltagskader der Profis — spielte aber kein einziges Mal. Ein Jahr später gab es einen Pokaleinsatz, in der verkürzten Pandemie-Saison 2019/20 einen Auftritt im Ligapokal. Und dann, Ende Januar 2021, kam endlich der Moment: Nach einer roten Karte für Stammtorhüter Mathieu Gorgelin wurde Fofana spät in der ersten Hälfte eingewechselt, hielt sein Tor sauber — und hatte seinen ersten Profieinsatz in der Ligue 2 mit einem 0:0 gegen Chamois Niort.

Der Durchbruch und die Jahre bei Angers

Was dann folgte, war eine konsequente Aufwärtsentwicklung. In der Saison 2021/22 war Fofana bei Le Havre gesetzt: 35 Ligaspiele, nur 35 Gegentore, 14-mal zu Null — für einen jungen Keeper in der Ligue 2 ein beachtlicher Wert, der Begehrlichkeiten weckte. Im Sommer 2022 wechselte er zum SCO Angers in die Ligue 1, wo er sich als Nummer eins durchsetzte und über drei Saisons insgesamt 77 Ligaspiele bestritt. In der Saison 2023/24 hielt er 13-mal die Null bei nur 35 Gegentoren in 33 Spielen und trug maßgeblich dazu bei, dass Angers als Tabellenzweiter direkt in die Ligue 1 aufstieg. Die darauffolgende Ligue-1-Saison 2024/25 war mit 51 Gegentoren und 33 Spielen eine härtere Prüfung — aber Fofana hielt durch, zeigte Nehmerqualitäten und verbuchte 136 Saves. 

Der mutige Schritt in die Türkei

Am 2. September 2025 trennte er sich einvernehmlich von Angers und wechselte ablösefrei zum türkischen Erstligisten Çaykur Rizespor, wo er einen Dreijahresvertrag bis Juni 2028 unterzeichnete. Ein ungewöhnlicher Schritt für einen 25-Jährigen mit Ligue-1-Erfahrung — aber Fofana ist offenbar einer, der seinen eigenen Weg geht. In der Süper Lig hat er sich sofort als Stammtorhüter etabliert und absolvierte in der Saison 2025/26 bereits 27 Ligaspiele. Mit 194 cm bringt er die nötige Größe mit, gleicht sie mit solidem Stellungsspiel und guten Reflexen aus.

Nationalmannschaft

Die französischen Jahre

Fofana durchlief sämtliche Juniorenmannschaften des französischen Verbands von der U16 bis zur U21. Mit dem U17-Team spielte er 2017 sowohl die U17-EM als auch die U17-WM — bei der EM wurde Frankreich Fünfter, bei der WM schied man im Achtelfinale aus. 2018/19 war er auch im Kader der U19-EM dabei, kam aber bis zum Halbfinal-Ausscheiden nicht zum Einsatz. Im September 2022 folgte ein Einsatz für die französische U21. Das Fenster zur A-Nationalmannschaft blieb zu — und irgendwann traf Fofana eine Entscheidung, die seine Karriere neu definieren sollte.

Der Verbandswechsel — und der Afrika-Cup-Triumph

Da er ivorische Wurzeln hat, entschied er sich, die Nationalität zu wechseln und für die Elfenbeinküste zu spielen. Im September 2023 debütierte er gegen Lesotho in der A-Nationalmannschaft — und entwickelte sich dort rasch zur Nummer eins. Was dann folgte, übertraf alles: Beim Afrika-Cup 2024, der in der Elfenbeinküste selbst ausgetragen wurde, spielte Fofana fast alle Partien und gewann mit den Ivoren den Titel — mit einem 2:1-Finalsieg gegen Nigeria. Die Sportschau beschrieb ihn als endlich gefundenen starken Nachfolger der ivorischen Torwartlegende Boubacar Barry — einen soliden, selbstbewussten Keeper, auf den sich die Vorderleute verlassen können.

WM 2026 — mit den Elefanten gegen Deutschland

Bei der WM 2026 trifft die Elfenbeinküste in Gruppe E auf Deutschland, Curaçao und Ecuador. Fofana ist die unbestrittene Nummer eins. Für den in Paris geborenen Torhüter, der sich bewusst für die ivorische Identität entschieden hat, ist es die erste Weltmeisterschaft — und gleich gegen den viermaligen Weltmeister. Als Afrikapokalsieger reist er mit dem nötigen Selbstvertrauen an. Und mit 25 Jahren dürfte es nicht die letzte WM seiner Karriere sein.


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