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Saudi-Arabien

Mohammed Al-Owais

NationalitätSaudi-ArabienSaudi-Arabien
Geburtsdatum10.10.1991 (34)
VereinAl-Ula (First Division League)
Größe185 cm
Gewicht75 kg
Länderspiele63
Vereinshistorie
Herren: Al-Ula FC (2025–), Al-Hilal (2022–2025), Riyadh All-Star (2023–2023), Al-Ahli (2017–2022), Al Shabab (2013–2017)
Nationalmannschaft: Saudi-Arabien (2012–)

Werdegang

Langjähriger Bestandteil der Saudi Pro League

Mohammed al-Owais war bereits ein erfahrener Torhüter der saudi-arabischen Pro League, bevor die Liga durch milliardenschwere Investitionen und prominente internationale Transfers grundlegend verändert wurde. Der 1,85 Meter große Keeper wurde am 10. Oktober 1991 in al-Hasa, Saudi-Arabien, geboren.

Seine Karriere begann al-Owais in der Jugend von al-Shabab. Zur Saison 2012/13 rückte er von der U23 in den Profikader auf und entwickelte sich dort Schritt für Schritt zum Erstliga-Torhüter. Mit al-Shabab gewann er in der Saison 2013/14 den Pokal und in der darauffolgenden Spielzeit auch den Superpokal. Insgesamt absolvierte al-Owais für den Klub 46 Pflichtspiele.

Zur Saison 2017/18 wechselte er zu al-Ahli, einem der traditionsreichsten Vereine Saudi-Arabiens. Dort erlebte er die produktivste Phase seiner Vereinskarriere. In fünf Jahren kam al-Owais auf 118 Einsätze und blieb dabei 28-mal ohne Gegentor. Bei al-Ahli wurde er endgültig zu einem der bekanntesten saudischen Torhüter seiner Generation.

Im Januar 2022 folgte der Wechsel zu al-Hilal. Was zunächst wie der nächste große Karriereschritt wirkte, wurde sportlich jedoch zu einer schwierigen Phase. Al-Hilal entwickelte sich in dieser Zeit zu einem der zentralen Klubs des neuen saudischen Fußballprojekts und verpflichtete immer mehr internationale Stars. Für al-Owais bedeutete das: weniger Spielzeit, mehr Konkurrenz und eine zunehmend unklare Rolle.

Zunächst stand er hinter Abdullah al-Mayouf, später wurde seine Situation durch die Verpflichtung von Bono, dem marokkanischen Nationaltorhüter, noch schwieriger. In seiner Zeit bei al-Hilal kam al-Owais nur noch auf 20 Einsätze. Damit wurde er gewissermaßen auch ein Beispiel dafür, wie die neue Transferpolitik der Liga etablierte saudische Spieler aus den Schlüsselrollen verdrängen konnte.

Im Sommer 2025 wechselte al-Owais schließlich zu Al-Ula. Dort fand er in der zweiten saudischen Liga wieder zu regelmäßiger Spielpraxis zurück. Nach den Jahren mit wenig Einsatzzeit bei al-Hilal war dieser Schritt sportlich wichtig: Al-Owais bekam wieder Rhythmus, Verantwortung und die Möglichkeit, sich als Stammtorhüter zu zeigen.

Nationalmannschaft

Frühe Einsätze und der Weg zur Nummer eins

Seinen ersten Einsatz im erweiterten Kreis der saudi-arabischen Nationalmannschaft hatte Mohammed al-Owais bereits Ende 2013 bei der Westasienmeisterschaft. Damals stand er beim 0:0 gegen Palästina von Beginn an im Tor. Nach weiteren frühen Einsätzen dauerte es jedoch einige Jahre, bis er sich dauerhaft im Nationalteam etablieren konnte.

Sein erstes großes Turnier war die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Nationaltrainer Juan Antonio Pizzi berief ihn in den saudischen Kader. Im Turnier selbst kam al-Owais im Gruppenspiel gegen Uruguay zum Einsatz. Saudi-Arabien verlor die Partie mit 0:1, wodurch das vorzeitige Aus bei der Weltmeisterschaft feststand. Für al-Owais blieb es bei diesem einen WM-Einsatz 2018.

Bei der Asienmeisterschaft 2019 bekam er anschließend deutlich mehr Vertrauen. Al-Owais stand in allen Spielen des Turniers im Tor und festigte damit seinen Status als einer der wichtigsten Torhüter des Landes.

Der große Moment gegen Argentinien

Der prägendste Moment seiner Nationalmannschaftskarriere folgte jedoch bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Saudi-Arabien traf im ersten Gruppenspiel auf Argentinien — den späteren Weltmeister um Lionel Messi. Die Rollen waren klar verteilt: Argentinien ging als großer Favorit in die Partie, Saudi-Arabien als Außenseiter.

Doch am Ende gelang den Saudis eine der größten Überraschungen der WM-Geschichte. Saudi-Arabien gewann mit 2:1. Al-Owais spielte dabei eine zentrale Rolle. In der zweiten Halbzeit hielt er seine Mannschaft mit mehreren Paraden im Spiel, strahlte große Präsenz aus und wurde zu einem der Gesichter dieses historischen Erfolgs.

Auch wenn Saudi-Arabien später erneut in der Gruppenphase ausschied, blieb dieser Sieg gegen Argentinien der große Erinnerungsmoment. Für al-Owais wurde dieses Spiel zum Karrierehöhepunkt im Nationaltrikot — ein Abend, der seinen Status im saudischen Fußball dauerhaft prägte.

WM 2026: Erfahrung als wichtiger Faktor

Inzwischen gehört al-Owais seit vielen Jahren zum Kreis der saudi-arabischen Nationaltorhüter. Für die Weltmeisterschaft 2026 steht er erneut im Kader Saudi-Arabiens. Die Konkurrenz im Tor ist allerdings vorhanden, unter anderem durch Nawaf al-Aqidi und Ahmed Alkassar.

Ob al-Owais tatsächlich als klare Nummer eins in das Turnier geht, bleibt daher eine der spannenden Fragen rund um die saudische Mannschaft. Seine Erfahrung spricht für ihn: Er hat bereits zwei Weltmeisterschaften erlebt, kennt große Turniermomente und hat mit dem Sieg gegen Argentinien 2022 bewiesen, dass er auch auf höchstem Niveau bestehen kann.

Saudi-Arabien trifft bei der WM 2026 in Gruppe H auf Uruguay, Spanien und Kap Verde. Für al-Owais wäre es die nächste Gelegenheit, sich auf der großen Bühne zu zeigen — diesmal als erfahrener Routinier, der nach schwierigen Vereinsjahren wieder Spielpraxis gesammelt hat.


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