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Home > WM 2026 > WM-Torhüter > Gruppe I (FRA, SEN, IRA, NOR) > Senegal > Mory Diaw
 Mory DiawNationalität Senegal Geburtsdatum22.06.1993 (32) VereinLe Havre (Ligue 1) Größe195 cm Gewicht95 kg Länderspiele5 VereinshistorieHerren: Le Havre (2025-), Clermont Foot (2025-2025), Rodez (2025-2025), Clermont Foot (2022-2025), Lausanne-Sport (2019-2022), FC United Zürich (2019-2019), Lokomotive Plowdiw (2017-2018), Mafra (2015-2017), Paris Saint-Germain (2014-2015), Paris Saint Germain B (2010-2015) Nationalmannschaft: Senegal (2022-) Marktwert1.200.000 €
Vom PSG-Nachwuchs auf Umwegen in die Ligue 1
Mory Diaw wurde am 22. Juni 1993 in Poissy bei Paris geboren. Der 1,97 Meter große Torhüter wurde im Nachwuchs von Paris Saint-Germain ausgebildet, schaffte dort aber nicht den Sprung in die erste Mannschaft. Für Diaw begann danach ein Weg, wie ihn viele Torhüter kennen: raus aus dem großen Ausbildungsverein, rein in kleinere Ligen, immer auf der Suche nach Spielpraxis.
Nach seiner Zeit bei PSG führte ihn die Karriere zunächst nach Portugal zu Mafra, später nach Bulgarien zu Lokomotiv Plovdiv und in die Schweiz. Dort fand Diaw bei Lausanne-Sport wieder mehr Rhythmus. Es waren keine Stationen mit großem Namen, aber wichtige Jahre für einen Torhüter, der regelmäßig spielen musste, um sich weiterzuentwickeln.
Durchbruch bei Clermont
Den Schritt zurück in den französischen Profifußball schaffte Diaw bei Clermont Foot. Dort wurde er in der Ligue 1 zur Nummer eins und bekam genau jene Aufgaben, die einen Torhüter schnell sichtbar machen: viele Abschlüsse, viele Druckphasen, viele Spiele, in denen Konzentration und Reaktionsvermögen gefragt sind.
Bei Clermont zeigte Diaw, dass er mehr ist als ein früheres PSG-Talent. Er etablierte sich als Ligue-1-Torhüter, sammelte Erfahrung auf höchstem Niveau und blieb auch in schwierigen Spielen belastbar. Nach einer weiteren Station bei Rodez wechselte er 2025 zu Le Havre AC.
Torwartprofil
Diaw ist ein klassischer großgewachsener Torhüter. Seine Größe und Reichweite sind seine auffälligsten Merkmale. Bei hohen Bällen, Flanken und Abschlüssen aus kurzer Distanz bringt er die körperliche Präsenz mit, die Senegal nun braucht.
Er ist kein Keeper, der über ein spektakuläres Spiel mit dem Ball definiert wird. Seine Stärken liegen eher in der Torverteidigung: Positionierung, Reaktion, Strafraumpräsenz. Gerade in einem K.o.-Spiel gegen Belgien kann genau dieses Profil wichtig werden. Senegal wird Phasen überstehen müssen, in denen Belgien Druck macht und Abschlüsse erzwingt.
Lange hinter Édouard Mendy
In der senegalesischen Nationalmannschaft war Diaw lange die Absicherung hinter Édouard Mendy. Mendy war über Jahre die klare Nummer eins: Champions-League-Sieger mit Chelsea, Afrikameister mit Senegal, international erfahren und im Team fest verankert.
Für Diaw bedeutete das eine klassische Ersatzkeeper-Rolle. Er gehörte zum Kreis der Nationalmannschaft, musste aber warten. Für Torhüter ist das eine schwierige Situation: Man braucht Geduld, muss im Training voll da sein und weiß trotzdem, dass ein Einsatz oft erst durch besondere Umstände möglich wird.
Mendy verletzt — Diaw rückt rein
Diese besonderen Umstände sind bei der WM 2026 eingetreten. Mendy verletzte sich beim 2:3 gegen Norwegen am Knie und fällt seitdem aus. Diaw kam bereits in diesem Spiel zum Einsatz und stand anschließend beim 5:0 gegen Irak von Beginn an im Tor.
Für Senegal war dieser Sieg entscheidend. Nach den Niederlagen gegen Frankreich und Norwegen musste gegen Irak ein klarer Erfolg her, um noch in die K.o.-Runde zu kommen. Diaw blieb ohne Gegentor und half mit, dass Senegal als Gruppendritter doch noch weiterkam.
Runde der letzten 32 gegen Belgien
Nun wartet in der Runde der letzten 32 Belgien. Für Diaw ist es das größte Spiel seiner Nationalmannschaftskarriere. Der Gegner bringt viel individuelle Klasse mit: Kevin De Bruyne, Jérémy Doku, Leandro Trossard, Charles De Ketelaere — dazu mit Thibaut Courtois einen der bekanntesten Torhüter des Turniers auf der anderen Seite.
Diaw muss dieses Duell aber nicht über Namen gewinnen. Seine Aufgabe ist klarer: Ruhe behalten, Flanken sauber einschätzen, zweite Bälle kontrollieren und bei den wenigen klaren belgischen Chancen da sein. Senegal braucht keinen spektakulären Auftritt von ihm, sondern einen stabilen.
Senegals neuer Rückhalt für die K.o.-Runde
Senegal ist nicht souverän durch die Gruppenphase gekommen. Die Mannschaft musste sich den Platz in der K.o.-Runde hart erarbeiten. Dass ausgerechnet auf der Torhüterposition ein Wechsel nötig wurde, macht die Aufgabe nicht leichter.
Für Diaw ist es dennoch eine Chance. Er kommt nicht als Star in dieses Spiel, sondern als Torhüter, der lange auf seine Gelegenheit warten musste. Jetzt steht er in einem K.o.-Spiel einer Weltmeisterschaft im Tor. Für Senegal kann er zum wichtigen Faktor werden — nicht durch große Worte, sondern durch ein sauberes, konzentriertes Spiel.
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