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Kroatien

Dominik Livaković

NationalitätKroatienKroatien
Geburtsdatum09.01.1995 (31)
VereinDinamo Zagreb (HNL)
Größe188 cm
Gewicht79 kg
Länderspiele73
Vereinshistorie
Herren: Fenerbahçe (2026-), Dinamo Zagreb (2026-2026), Girona (2025-2026), Fenerbahçe (2023-2025), Dinamo Zagreb (2016-2023), Dinamo Zagreb B (2016-2017), NK Zagreb (2012-2016)
Nationalmannschaft: Kroatien (2016-), Kroatien U21 (2014-2017), Kroatien U19 (2013-2013), Kroatien U20 (2013-2013), Kroatien U17 (2011-2013)
Marktwert3.891.344 €
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Werdegang

In Kroatien eine absolute Größe

Dominik Livaković ist in seiner Heimat Kroatien eine absolute Größe. Das liegt nicht mehr nur daran, dass er Zeit seiner Karriere die Farben von Dinamo Zagreb trug — es liegt daran, was er auf der Weltbühne geleistet hat. Wer den Namen Livaković hört, denkt unweigerlich an Katar 2022. Und das zu Recht.

Jugend und erste Profi-Erfahrung

Livaković ist in der kroatischen Küstenstadt Zadar geboren und aufgewachsen. Die erste fußballerische Ausbildung erhielt er dort bei NK Zadar, bevor er 2012 in die Hauptstadt zu NK Zagreb wechselte. Der damals 17-Jährige wurde schon in seiner ersten Saison Teil der ersten Mannschaft — zunächst als Ersatztorhüter, gab aber bereits am 31. August 2012 bei der 0:1-Heimniederlage gegen HNK Cibalia sein Liga-Debüt. In der Folge konnte er sich als Stammtorhüter etablieren und absolvierte insgesamt 104 Partien für den kleineren Hauptstadtklub.

Durchbruch bei Dinamo Zagreb

Bereits am 31. August 2015 unterschrieb Livaković beim kroatischen Traditionsverein Dinamo Zagreb, spielte aber noch eine weitere Saison auf Leihbasis bei NK Zagreb. In der Saison 2016/17 wurde dann der endgültige Wechsel vollzogen. Beim kroatischen Rekordmeister reifte Livaković über die Jahre zum Stammkeeper und kroatischen Torhüter Nummer eins. Sechs kroatische Meistertitel sammelte er bei Dinamo, dazu zwei nationale Pokalsiege. Die regelmäßige Teilnahme an der Champions League verschaffte ihm zusätzlich europäische Reife — über 200 Pflichtspiele für den Klub standen zu Buche, als er den Verein 2023 schließlich verließ.

Im August 2023 folgte dann der erste große Wechsel seiner Karriere: Nach sechs kroatischen Meisterschaften und über 200 Spielen für Dinamo als Stammtorhüter wechselte Livaković zum 19-maligen türkischen Meister Fenerbahçe Istanbul — für eine Ablösesumme von rund neun Millionen Euro. In Istanbul etablierte er sich sofort als Stammtorhüter und erarbeitete sich den Ruf eines verlässlichen Rückhalts. In der Saison 2023/24 stand er in 34 Ligaspielen zwischen den Pfosten, hielt 14-mal die Null. 

Leihe zum FC Girona und Rückkehr zu Dinamo Zagreb

Der Sommer 2025 brachte dann eine unerwartete Wendung: Fenerbahçe verpflichtete Ederson, womit Livakovićs Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten schwanden. Im September 2025 wurde er an den FC Girona verliehen, doch nachdem der Leihvertrag im Januar 2026 beim spanischen Erstligisten nach der Ankunft von Marc-André ter Stegen frühzeitig beendet wurde, kehrte er auf Leihbasis zu seinem Heimatklub Dinamo Zagreb zurück — dort, wo alles begann.

 

Nationalmannschaft

Die lehrreichen Jahre

Im Mai 2016 wurde Livaković erstmals in den kroatischen Nationalkader berufen. Den ersten Startelfeinsatz hatte er beim China Cup 2017 gegen Chile. Bei der WM 2018 in Russland war er als Nummer 3 ohne Einsatz dabei — und erlebte als stiller Zeuge den sensationellen Finaleinzug seiner Mannschaft. Das war keine schlechte Schule. Wer von der Bank aus sieht, wie eine Mannschaft ein Weltturnier bis ins Finale trägt, lernt mehr als in zehn normalen Länderspielen. Bei der EM 2021 kam Livaković dann endlich zu seinen Einsätzen — im Achtelfinale schied Kroatien gegen Spanien aus, aber der Torhüterplatz war fortan seiner.

Katar 2022 — die WM eines Lebens

Was Livaković bei der WM 2022 in Katar leistete, ist schlicht außergewöhnlich. Im Achtelfinale gegen Japan hielt er im Elfmeterschießen zwei Elfmeter und brachte Kroatien ins Viertelfinale. Dort wartete Brasilien — Weltmacht, Mitfavorit auf den Titel. Livaković hielt einen weiteren Elfmeter und schickte die Vatreni ins Halbfinale. Dort scheiterte man am späteren Weltmeister Argentinien mit 0:3, Platz drei war das Ergebnis. Livaković war nicht nur der Held des Elfmeterschießens — er war der Grund, warum Kroatien überhaupt so weit kam.

EM 2024 und die Qualifikation für die WM 2026

Bei der EM 2024 in Deutschland bestätigte Livaković seinen Status als klare Nummer eins. Kroatien schied als Gruppendritter aus — ohne Sieg, aber mit Livaković stets als stabilem Rückhalt. In der WM-Qualifikation 2026 kam er in sieben der acht Spiele zum Einsatz. Die kroatische Defensive zeigte sich dabei stabil: In sechs der acht Qualifikationsspiele kassierte Kroatien keinen oder maximal einen Gegentreffer — bei insgesamt 26 eigenen Toren.

WM 2026: Noch einmal auf der großen Bühne

Bei der WM 2026 in Nordamerika trifft Kroatien in Gruppe L auf England, Panama und Ghana. Livaković ist die unbestrittene Nummer eins. Zuletzt hatte er durch die Leihen nach Girona und die Rückkehr zu Dinamo Zagreb nicht ganz die Kontinuität, die man sich als Stammtorhüter eines WM-Teilnehmers wünschen würde. Aber das war 2022 auch nicht entscheidend — entscheidend war, dass er da war, wenn es drauf ankam. Und das ist bei Dominik Livaković verlässlicher als bei den meisten anderen.


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