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Frankreich - England 4:6 - Spiel um Platz drei

Mike Maignan / Frankreich:

Schon in der 3. Minute ging England durch Rice in Führung. Dieser nahm nach einem Fehlpass von Doué im Mittelfeld Fahrt auf und schloss aus links versetzten 19 Metern flach in die lange Ecke ab. Maignan machte kurz zuvor noch eine kleine Bewegung in die aus seiner Sicht rechte Ecke, sodass er relativ weit weg von der Achse zwischen Ball und Tormitte entfernt stand. Ebenso erfolgte der Schuss dadurch gegen seine eigene Bewegungsrichtung, sodass er nur noch hinterherschauen konnte. Ein Treffer von Saka wenige Minuten später wurde aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben.

In der 18. Minute erhöhte Konsa auf 0:2. Ein Eckstoß von links fand den Torschützen im Korridor zwischen erstem Pfosten und Tormitte und dieser verlängerte das Spielgerät mit dem Kopf in die lange Ecke. Maignan machte kurz zuvor noch einen Schritt hin zum ersten Pfosten, sodass der Abschluss wieder gegen die eigene Laufrichtung erfolgte und er erneut nur hinterherschauen konnte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnte Maignan ein Geschoss aus der zweiten Reihe mit einer starken Flugeinlage zur Seite abwehren.

In der 37. Minute traf Saka zum 0:3. Rashford lief infolge eines Konters halblinks in den französischen Strafraum, wobei er zunächst im 1 gegen 1 an Maignan scheiterte und auch beim Nachschuss von Saka der Keeper erneut am Ball war. Dadurch kam Rashford wieder an den Ball, wobei Maignan noch ein wenig auf den Stürmer schob und bei der Ablage auf Saka nun neben seinem Tor stand und machtlos war, als Saka einschob. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf erneut Saka. Dieser führte den Ball zentral vor dem Strafraum, zog noch zwei Schritte nach links, um anschließend flach aus 18 Metern in die rechte Ecke einzuschießen. Maignan glich kurz vor dem Schuss seine Position noch einmal an, sodass der Abdruck ein wenig verspätet erfolgte und er sich dadurch vergeblich streckte.

Nach der Pause war von den Three Lions zunächst gar nichts zu sehen, während Frankreich immer näher kam. In der 80. Minute scheiterte dann Bellingham an einem guten Block von Maignan. In der 85. Minute gab es einen Elfmeter für England, den Saka flach in die rechte Ecke verwandelte. Maignan war in die andere Ecke unterwegs und daher chancenlos. In der 8. Minute der Nachspielzeit setzte Bellingham den Schlusspunkt. Der Torschütze nahm über halblinks Fahrt auf, während er anschließend nach innen zog und schließlich aus 9 Metern in die rechte Ecke traf. Maignan ging noch entgegen und versuchte mit dem ausgestellten linken Bein noch an den Ball zu kommen, kam aber nicht mehr heran.

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torwart.de-Bewertung Maignan Henderson
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt

Dean Henderson / England:

Im Spiel um Platz 3 durfte Dean Henderson für Jordan Pickford auflaufen. Der Torhüter war erstmalig in der 11. Minute bei einem Schuss von Cherki gefordert, konnte aber sicher parieren. In der 28. Minute hatte Mbappé den Anschlusstreffer für den Weltmeister von 2018 auf dem Fuß, doch warf sich der Torwart im 1 gegen 1 entgegen und klärte letztlich im Verbund mit Guéhi. Auch wenig später parierte der Torwart gut gegen Mbappé.

Kurz nach der Pause traf Mbappé zum 1:4. Olise steckte halblinks in den Strafraum durch, wo Mbappé einlief und aus 10 Metern in die lange Ecke traf. Henderson kam noch etwas entgegen und stand dann derart breit, sodass er nur noch mit dem ballfernen Bein den Abdruck setzen konnte, wobei ihm dadurch auch die Reichweite fehlte, um irgendwie noch an den Ball zu kommen. In der 54. Minute spielte Mbappé einen tollen Schnittstellenpass halblinks in den Strafraum. Diesen konnte Barcola aufnehmen, machte noch zwei kleine Schritte in Richtung der Tormitte, sodass sich auch Henderson aus der kurzen Ecke heraus in diese Richtung bewegte. Da der Schütze aber anschließend in die kurze Ecke einschoss, erfolgte der Abschluss aus kurzer Distanz gegen die Laufrichtung. Henderson machte sich zwar noch breit, konnte aber nicht mehr parieren. Wenig später parierte Henderson gegen Dembélé.

In der 66. Minute traf Mbappé zum 2:4. Dieser kam nach einer Vorarbeit von der rechten Strafraumseite aus zentralen 15 Metern zum Abschluss und jagte die Kugel flach in die rechte Ecke. Henderson musste durch die Vorlage aus der aus seiner Sicht linken Ecke seine Position in die Tormitte angleichen, sodass der Abschluss gegen seine Laufrichtung erfolgte und er ebenso aufgrund eines breiten Standes nur noch mit dem ballfernen Bein abdrücken konnte. Dadurch fehlte ihm zum einen die Reichweite und er kam ebenso auch nicht mehr schnell genug zum Boden. In der Nachspielzeit erzielte Dembélé noch das 4:5. Dieser zog rechts am Strafraum nach innen, um schließlich aus leicht rechts versetzten 13 Metern halbhoch in die lange Ecke zu treffen. Henderson stand gut und drückte sich mit einem Negativstep ab, wodurch er nicht mehr an den Schuss trotz guter Körperstreckung herankam.

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Torwartvergleich Maignan Henderson
Gegentore64
Torschüsse gesamt1919
Schüsse aufs Tor119
Geblockte Torschüsse64
Schüsse außerhalb Strafraum37
Schüsse innerhalb Strafraum1612
xG2,892,80
xG auf das Tor4,794,02
Gegentore - xGOT-1,210,02
Torwartparaden45
Schüsse gehalten %3656
Paraden durch Hechten23
Sweeper-Aktionen01
Lange Pässe313
Kurze Pässe924
Flanken abgefangen10
Ballkontakte2047
Pässe/davon angekommen12/1137/28
Abwürfe34
Gefaustete Bälle00
Fehler vor Gegentor00

Das Duell der Verlierer endete als Spektakel der Superlative: England gewann das Spiel um Platz 3 bei der WM 2026 in Miami mit 6:4 (4:0) gegen Frankreich und sicherte sich damit die beste WM-Platzierung seit dem Titelgewinn von 1966. Was als geduldete Pflichtveranstaltung begann, wurde zu einer der dramatischsten Partien des Turniers – zehn Tore in 90 Minuten, ein kollektiver Zusammenbruch und eine Aufholjagd mit Fast-Happy-End für Frankreich.

Thomas Tuchels Mannschaft präsentierte sich in der ersten Hälfte in einem Zustand vollständiger taktischer Kontrolle. England presste im 4-2-3-1 frühzeitig und zwang Frankreich zu Ballverlusten im Aufbau. Der Treffer von Declan Rice in der 3. Minute – ein Schuss aus dem Halbraum nach einem Gegenpressingmoment – setzte den Ton. Ezri Konsa erhöhte in der 18. Minute per Kopf nach einer Ecke. Bukayo Saka traf doppelt in der 37. und 45+1. Minute und nutzte jeweils Lücken, die durch fehlerhafte Zuordnung in Frankreichs Abwehrkette entstanden. Didier Deschamps schickte sein Team mit 0:4 in die Kabine – ein Halbzeitergebnis, das die strukturelle Überlegenheit Englands in allen Phasen widerspiegelte.

Die Antwort von Deschamps zur Pause war radikal: Er wechselte gleich vier Spieler aus, ein ungewöhnlicher Griff in das Kaderangebot, der Verzweiflung und Restqualität zugleich signalisierte. Die Wirkung war unmittelbar. Kylian Mbappé verkürzte in der 48. Minute nach einem schnellen Vertikalpass auf 1:4, traf in der 66. Minute erneut zum 2:4 – sein zehntes Turniertor, das seinen Status als überragenden Stürmer dieser WM unterstrich. Bradley Barcola erhöhte den Druck mit dem Anschlusstreffer zum 3:4, und plötzlich schien der Ausgleich möglich.

In dieser Druckphase zeigte England Kaltblütigkeit: Bukayo Saka vollendete seinen persönlichen Abend in der 87. Minute per Konter zum 3:5. Ousmane Dembélé traf noch einmal in der Nachspielzeit (90+6', 4:5), doch Jude Bellingham setzte in der 90+8. Minute den endgültigen Schlusspunkt. Englands Effizienz beim Umschalten war über die gesamte Partie die entscheidende Variable – sie schuf in der Defensive wie im Abschluss immer wieder den entscheidenden Vorsprung.

Die Partie markierte zugleich den Abschied von Didier Deschamps als Nationaltrainer Frankreichs. Nach 14 Jahren auf diesem Posten endete seine Amtszeit mit einem 4:6 im kleinen Finale – eine bittere Klammer für eine Ära, die mit dem WM-Titel 2018 ihren Höhepunkt hatte. Auf englischer Seite konnte Thomas Tuchel trotz des verlorenen Halbfinales gegen Argentinien einen historischen Turnierabschluss verbuchen.

Aufstellung Frankreich:

Mike Maignan - Malo Gusto, Ibrahima Konaté, Maxence Lacroix, Theo Hernández - Warren Zaïre-Emery, Adrien Rabiot - Michael Olise, Rayan Cherki, Désiré Doué, Kylian Mbappé

Trainer: Didier Deschamps

Einwechslungen:

  • 46. ↑ Lucas Digne / ↓ Theo Hernández
  • 46. ↑ Dayot Upamecano / ↓ Ibrahima Konaté
  • 46. ↑ Ousmane Dembélé / ↓ Rayan Cherki
  • 46. ↑ Bradley Barcola / ↓ Désiré Doué
  • 90+1. ↑ Jules Koundé / ↓ Malo Gusto

Aufstellung England:

Dean Henderson - Jarell Quansah, Ezri Konsa, Marc Guéhi, Djed Spence - Declan Rice - Bukayo Saka, Morgan Rogers, Eberechi Eze, Marcus Rashford, Ivan Toney

Trainer: Thomas Tuchel

Einwechslungen:

  • 46. ↑ Ollie Watkins / ↓ Marcus Rashford
  • 79. ↑ Elliot Anderson / ↓ Ivan Toney
  • 79. ↑ Jude Bellingham / ↓ Eberechi Eze
  • 83. ↑ Reece James / ↓ Jarell Quansah
  • 90+2. ↑ Trevoh Chalobah / ↓ Marc Guéhi

Tore:

  • 3. 0:1 Declan Rice (Rechtsschuss)

  • 18. 0:2 Ezri Konsa (Declan Rice)

  • 37. 0:3 Bukayo Saka (Linksschuss, Marcus Rashford)

  • 45+1. 0:4 Bukayo Saka (Linksschuss, Eberechi Eze)

  • 48. 1:4 Kylian Mbappé (Linksschuss, Michael Olise)

  • 54. 2:4 Bradley Barcola (Rechtsschuss, Kylian Mbappé)

  • 66. 3:4 Kylian Mbappé (Linksschuss, Michael Olise)

  • 87. 3:5 Bukayo Saka (Elfmeter, Linksschuss)

  • 90+6. 4:5 Ousmane Dembélé (Linksschuss, Dayot Upamecano)

  • 90+8. 4:6 Jude Bellingham (Rechtsschuss)

Schiedsrichter: Jesús Noel Valenzuela Sáez (Venezuela)

Offizielle Zuschauerzahl: 64478

Stadion: Miami Stadium (Miami Gardens, Florida)


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