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Australien

Mathew Ryan

NationalitätAustralienAustralien
Geburtsdatum08.04.1992 (34)
VereinLevante (La Liga)
Größe184 cm
Gewicht82 kg
Länderspiele104
Vereinshistorie
Herren: Levante (2025-), RC Lens (2025-2025), AS Rom (2024-2025), AZ Alkmaar (2023-2024), FC Kopenhagen (2022-2022), Real Sociedad (2021-2022), Brighton & Hove Albion (2021-2021), FC Arsenal (2021-2021), Brighton & Hove Albion (2017-2021), KRC Genk (2017-2017), FC Valencia (2015-2017), FC Brügge (2013-2015), Central Coast Mariners (2010-2013)
Nationalmannschaft: Australien (2012-)
Marktwert1.809.548 €
AusrüsterNike ›

Werdegang

Australiens erfahrener Vielreisender

Mathew Ryan ist einer der großen Routiniers im australischen WM-Kader. Der vollständige Name des Keepers lautet Mathew David Ryan. Geboren wurde er am 8. April 1992 in Plumpton, einem Vorort von Sydney. Der 1,84 Meter große Torhüter ist längst eine Institution im australischen Fußball: Kapitän der Socceroos, über 100-facher Nationalspieler und bei der Weltmeisterschaft 2026 auf dem Weg zu seiner vierten WM-Endrunde.

Seine Karriere ist ungewöhnlich breit gefächert. Ryan spielte in Australien, Belgien, Spanien, England, Dänemark, den Niederlanden, Italien und Frankreich. Kaum ein Torhüter dieses Turniers bringt eine vergleichbare internationale Reise mit. Gerade diese Erfahrung macht ihn für Australien so wertvoll.

Blacktown und Central Coast — der Anfang in Australien

Ryan begann seine fußballerische Ausbildung bei Blacktown City in New South Wales. Den Sprung in den Profifußball schaffte er bei den Central Coast Mariners. Dort entwickelte er sich früh zu einem der spannendsten Torhüter Australiens.

Bei den Mariners wurde Ryan schnell Stammtorhüter und sammelte bereits in jungen Jahren wichtige Erfahrung. 2013 gewann er mit Central Coast die australische Meisterschaft. Diese Phase war der Startpunkt seiner internationalen Karriere: Ein junger, reaktionsschneller Torhüter aus Sydney machte in der A-League auf sich aufmerksam und empfahl sich für den Wechsel nach Europa.

Club Brugge — der Durchbruch in Europa

2013 wechselte Ryan nach Belgien zum Club Brugge. Dort gelang ihm der eigentliche Durchbruch auf europäischer Ebene. In Brügge wurde er schnell zur Nummer eins und gewann 2015 den belgischen Pokal. Gleichzeitig wurde er in Belgien als einer der besten Torhüter der Liga wahrgenommen.

Diese Station war entscheidend. Ryan bewies, dass er den Schritt von Australien nach Europa meistern konnte. Er überzeugte durch Reflexe, Mut im Eins-gegen-eins und eine für sein Alter starke Persönlichkeit. Der Wechsel nach Belgien machte ihn auch für größere Ligen interessant.

Valencia, Genk und Brighton — zwischen Anspruch und Stabilität

2015 folgte der Wechsel zum FC Valencia in die spanische La Liga. Dort war die Konkurrenz groß, und Ryan musste um seinen Platz kämpfen. Eine Leihe zum KRC Genk brachte ihm anschließend wieder mehr Spielpraxis.

2017 wechselte er zu Brighton & Hove Albion in die Premier League. Dort fand Ryan über mehrere Jahre Stabilität. Bei Brighton wurde er zur Nummer eins und spielte in einer Liga, die Torhüter permanent fordert: hohe Intensität, viele Strafraumsituationen, viel Druck in engen Spielen. Für Ryan war die Premier League-Zeit eine prägende Phase seiner Karriere.

Später folgten weitere Stationen: eine Leihe zum FC Arsenal, ein Wechsel zu Real Sociedad, danach FC Kopenhagen, AZ Alkmaar, AS Rom, RC Lens und schließlich Levante UD. Diese vielen Wechsel zeigen, dass Ryans Karriere nicht immer geradlinig verlief. Sie zeigen aber auch seine Anpassungsfähigkeit. Er musste sich immer wieder in neue Ligen, neue Sprachen und neue Spielkulturen einfügen.

Levante — zurück als Stammtorhüter

Seit 2025 steht Ryan bei Levante UD unter Vertrag. Dort kam er in Spanien wieder regelmäßig zum Einsatz. Für die WM 2026 ist diese Spielpraxis wichtig: Ryan reist nicht nur als erfahrener Name an, sondern als Torhüter, der im Klubfußball wieder Rhythmus gesammelt hat.

Levante hob vor dem Turnier hervor, dass Ryan für Australien zur WM berufen wurde. Der australische Verband führt ihn ebenfalls als aktuellen Levante-Spieler. Für Ryan ist diese Station ein weiterer Beleg seiner Langlebigkeit: Auch mit 34 Jahren spielt er noch in einer großen europäischen Liga und bleibt auf internationalem Niveau relevant.

Torwartprofil: Reaktion, Erfahrung und Führungsstärke

Ryan ist kein Torhüter, der über außergewöhnliche Körpergröße dominiert. Mit 1,84 Meter ist er für heutige internationale Maßstäbe eher kompakt. Seine Stärken liegen deshalb vor allem in anderen Bereichen: Reaktionsschnelligkeit, Stellungsspiel, Mut im Eins-gegen-eins und Führungsqualität.

Besonders auf der Linie war Ryan über viele Jahre stark. Er reagiert schnell, kommt explosiv in die Ecken und kann mit seiner Erfahrung viele Situationen früh antizipieren. Dazu kommt seine Fähigkeit, eine Defensive zu organisieren. Als Kapitän ist er nicht nur Torhüter, sondern auch Stimme und Orientierungspunkt der Mannschaft.

Für Australien ist genau diese Erfahrung entscheidend. Die Socceroos verbinden bei der WM 2026 junge Spieler wie Nestory Irankunda oder Mohamed Toure mit Routiniers wie Ryan, Aziz Behich, Jackson Irvine und Mathew Leckie. Ryan ist einer der Spieler, die dieser Mischung Stabilität geben sollen.

Nationalmannschaft

Debüt und Aufstieg zur Nummer eins

Sein Debüt für Australien gab Mathew Ryan am 5. Dezember 2012 gegen Nordkorea in der Qualifikation zum EAFF East Asian Cup. Seitdem entwickelte er sich Schritt für Schritt zur festen Nummer eins der Socceroos.

Schon früh übernahm Ryan Verantwortung im Nationaltrikot. Er war Teil jener Generation, die Australien im asiatischen Fußball dauerhaft etablierte. 2015 gewann er mit den Socceroos den AFC Asian Cup im eigenen Land. Dieser Titel gehört zu den größten Erfolgen der australischen Fußballgeschichte und war auch für Ryan ein prägender Moment.

Drei Weltmeisterschaften und der Höhepunkt 2022

Ryan stand bereits bei den Weltmeisterschaften 2014, 2018 und 2022 im australischen Kader. Besonders die WM 2022 in Katar war für Australien historisch. Die Socceroos erreichten erstmals seit 2006 wieder die K.o.-Phase und trafen im Achtelfinale auf den späteren Weltmeister Argentinien.

Für Ryan war dieses Turnier nicht frei von schwierigen Momenten. Im Achtelfinale gegen Argentinien wurde sein Ballverlust vor dem zweiten Gegentor breit diskutiert. Gleichzeitig bleibt er einer der prägenden Torhüter dieser australischen Ära. Gerade solche Erfahrungen gehören zu seiner Karriere: große Spiele, Drucksituationen, Fehler, Reaktionen — und immer wieder der Weg zurück.

Kapitän und Fixpunkt der Socceroos

Inzwischen kommt Ryan auf über 100 Länderspiele für Australien. Der australische Verband führt ihn mit mehr als 100 Einsätzen und beschreibt ihn als Spieler, der bei seiner vierten WM sogar in Richtung Rekordmarke marschieren kann. Er ist damit einer der erfahrensten Nationalspieler seines Landes.

Als Kapitän verkörpert Ryan die Kontinuität der Socceroos. Er kennt große Turniere, lange Qualifikationsreisen, asiatische Auswärtsspiele und europäische Klubwechsel. Für eine Mannschaft, die unter Tony Popovic viele neue Gesichter integriert hat, ist seine Rolle besonders wichtig.

WM 2026 — vierte Endrunde und neue Generation

Bei der Weltmeisterschaft 2026 gehört Ryan erneut zum australischen Kader. Reuters listet ihn gemeinsam mit Paul Izzo und Patrick Beach als Torhütertrio der Socceroos. Australien setzt damit im Tor auf Erfahrung, während im restlichen Kader viele junge oder erstmals nominierte Spieler stehen.

In Gruppe D trifft Australien auf die Türkei, Paraguay und Gastgeber USA. Die Aufgabe ist schwer, aber nicht aussichtslos. Australien wird über Organisation, Zweikampfstärke, Mentalität und Effizienz kommen müssen. Ryan wird dabei eine zentrale Rolle spielen: Er soll die Defensive führen, in engen Spielen Stabilität geben und seine Turniererfahrung einbringen.

Für Mathew Ryan ist diese WM ein weiterer Höhepunkt einer langen Karriere. Er ist nicht mehr der junge Keeper aus der A-League, der nach Europa aufbricht, sondern ein international erfahrener Torhüter, der fast alles gesehen hat. Die WM 2026 bietet ihm die Chance, mit einer neuen australischen Generation noch einmal Geschichte zu schreiben.


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