Mexiko ist mit einem verdienten 2:0 gegen Südafrika in die Heim-WM gestartet. Im Eröffnungsspiel vor stimmungsvoller Kulisse im Aztekenstadion präsentierte sich der Gastgeber von Beginn an wacher, griffiger und klarer in seinen Abläufen. Südafrika fand dagegen kaum Lösungen gegen das frühe Pressing, leistete sich im Aufbau zu viele Ballverluste und schwächte sich nach der Pause durch zwei Platzverweise zusätzlich.
Schon in der Anfangsphase zeigte sich die entscheidende Grundtendenz der Partie. Mexiko attackierte hoch, stellte die südafrikanischen Innenverteidiger früh zu und zwang die Gäste immer wieder zu unpräzisen Pässen ins Zentrum. Südafrika wollte flach eröffnen, bekam gegen das mannorientierte Anlaufen der Mexikaner aber kaum saubere Anschlussoptionen. Vor allem die Doppelsechs geriet unter Druck, sodass viele Angriffe der Bafana Bafana bereits vor der Mittellinie endeten.
Aus einem solchen Ballverlust entstand auch das frühe 1:0. Südafrika verlor im Aufbau unter Druck den Ball, Mexiko schaltete schnell um und nutzte die ungeordnete Restverteidigung konsequent. Julián Quiñones kam zum Abschluss und brachte den Gastgeber in Führung. Südafrikas Torhüter Ronwen Williams sah dabei nicht gut aus: Der Schuss war platziert, aber nicht unhaltbar. Der Ursprung des Gegentreffers lag jedoch klar im kollektiven Fehler vor dem eigenen Strafraum.
Mit der Führung im Rücken kontrollierte Mexiko die Partie über weite Strecken. Die Mannschaft blieb im Gegenpressing aufmerksam, gewann viele zweite Bälle und zwang Südafrika immer wieder in lange, wenig vorbereitete Zuspiele. Offensiv suchte Mexiko häufig die Flügel, um anschließend mit Tempo in den Strafraum zu kommen. Südafrika verteidigte zwar phasenweise kompakt, blieb nach vorne aber zu harmlos. Die wenigen Umschaltmomente wurden unsauber ausgespielt, weil entweder die Präzision im ersten Pass oder die Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlte.
Nach der Pause kippte das Spiel endgültig in Richtung Mexiko. Der Platzverweis gegen Sphephelo Sithole nahm Südafrika weitere Stabilität im Zentrum. Mexiko musste nicht mehr dauerhaft hohes Risiko gehen, konnte den Ball laufen lassen und die freien Räume gezielter bespielen. In der 67. Minute folgte die Entscheidung: Nach einer Flügelaktion kam die Hereingabe in den Strafraum, wo Raúl Jiménez sich gut löste und per Kopf zum 2:0 traf. Südafrika verteidigte diese Situation zu passiv, ließ den Flankengeber gewähren und verlor im Zentrum die Zuordnung.
In der Schlussphase wurde die Partie zunehmend zerfahren. Südafrika verlor mit Themba Zwane einen weiteren Spieler durch Rot, ehe auch Mexikos César Montes in der Nachspielzeit vom Platz musste. Am Spielausgang änderte das nichts mehr. Mexiko brachte den Vorsprung souverän über die Zeit, ohne noch einmal ernsthaft in Gefahr zu geraten.
Unter dem Strich gewann Mexiko verdient, weil die Mannschaft taktisch reifer, intensiver und konsequenter auftrat. Das frühe Pressing war der Schlüssel zum Erfolg, Südafrikas unsauberes Aufbauspiel der entscheidende Schwachpunkt. Für Mexiko ist der Auftaktsieg ein wichtiger Schritt in Gruppe A und ein Signal an die Konkurrenz. Südafrika muss dagegen vor allem an Ballzirkulation, Entscheidungsfindung unter Druck und defensiver Disziplin arbeiten, wenn das Turnier nicht früh in eine schwierige Richtung laufen soll.
Mexiko gelingt ein guter Auftakt mit einem kaum gefährdeten 2:0 Sie gegen Südafrika. Die Gäste wirkten von Beginn an zu zaghaft und stellenweise regelrecht gehemmt. Die Bafana Bafana kam wenn dann nur mit langen Bällen überhaupt in die Richtung des mexikanischen Tores. Vor allem bei diesen weiten langen Schlägen wirkte Rangel mehrfach unsicher und konnte mehrfach die Bälle nicht festmachen. Allerdings schafften es die Gäste nicht, diese Unsicherheiten umzusetzen. Die beste Möglichkeit der Gäste in der ersten Halbzeit war nach rund einer halben Stunde ein Distanzschuss, den der Keeper aber sicher abfangen konnte.
Auch nach der Pause blieb es ein ähnliches Bild. Mexiko war das klar bessere Team, das ab der 52. Minute in Überzahl war. Auch nach der Pause blieben die Mittel der Südafrikaner die gleichen, lange Bälle und Distanzschüsse. Wieder sah Rangel nicht vollends sicher aus, doch war die Gefahr den Keeper auch nicht groß genug. Es folgte kurz vor dem Ende noch ein weiterer Platzverweis gegen die Gäste, die zwar noch zu einer Halbchancen kamen, diese auch nicht für ein Tor reichte.
Von Beginn an, war die „Tri“ besser im Spiel und hatte bereits in der 5. Minute einen guten Abschluss mit einem eher unplatzierten aber wuchtigen Flachschuss. Williams reagierte aber stark und konnte gut zur Seite abwehren. In der 9. Minute agierte der Keeper aber ein wenig unglücklich, wenngleich der Gegentreffer nicht sein Fehler im direkten Sinne war. Der Keeper spielte im Spielaufbau, den Sithole nicht perfekt annahm, sodass Quinones an den Ball kam, aus links versetzter Position noch in die Mitte zog und Williams mit einem wuchtigen Schuss durch die Beine bezwang. Der Keeper war noch in der Positionsangleichung, als der Schuss erfolgte und konnte anschließend aus dem bewegungsbedingten Ungleichgewicht nicht mehr schnell genug die Beine schließen.
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatten die Mexikaner noch weitere Möglichkeiten, doch konnte sich Williams mehrfach auszeichnen und war schon der beste Südafrikaner. Kurz vor der Pause hatte der Keeper noch einmal Glück, dass ein weiterer guter Abschluss des Gastgebers am linken Pfosten landete. Williams streckte sich hierbei vergeblich. Nach der Pause zeigte der Keeper erneut großes Risiko im Spielaufbau, und spielte den Ball im Strafraum direkt zum Gegner. Im Nachgang konnte die Situation aber auch noch durch Williams geklärt werden. In der 67. Minute erzielte Jimenez noch das 2:0. Dieser kam nach einer Flanke von rechts auf Höhe des zweiten Pfostens zum Kopfball und konnte aus 6 Metern einköpfen. Williams musste vom ersten Pfosten seine Position angleichen und stand letztlich zum Zeitpunkt des Kopfballs derart breit und mit dem Gewicht auf dem ballnahen Fuß und konnte daher erst verspätet eine Aktion zum Ball setzen. Ein Fehler lag aber nicht vor. Im weiteren Verlauf flachte die Partie wiederum deutlich ab.
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