In der 22. Minute ging Spanien durch einen verwandelten Elfmeter von Mikel Oyarzabal in Führung. Der Torschütze verwandelte halbhoch in die rechte Ecke. Mike Maignan war zwar in der richtigen Ecke unterwegs, kam an den harten und präzisen Schuss aber nicht mehr heran. In der Folge konnten die Iberer zwei weitere gute Abschlüsse nicht nutzen, wobei Maignan dabei jeweils nicht eingreifen musste.
In der 58. Minute erhöhte Spanien in Person von Pedro Porro auf 0:2. Dieser war nach einem Doppelpass mit Dani Olmo in halbrechter Position frei vor Maignan und schob aus neun Metern in die kurze Ecke ein. Der Torhüter kam noch entgegen und machte sich breit, wobei er eher mit einem Abschluss in die lange Ecke rechnete und somit nicht mehr parieren konnte. Ein Fehler lag hierbei aber natürlich nicht vor. Viel mehr passierte im Anschluss vor dem französischen Tor kaum noch, nachdem ein vermeintlicher Treffer von Lamine Yamal aufgrund einer knappen Abseitsposition nicht zählte.
Viele klare Offensivaktionen der „Équipe Tricolore“ ergaben sich in den ersten 45 Minuten kaum. Die bis dahin größte Chance ergab sich in der 42. Minute bei einem Pass in die Tiefe auf Kylian Mbappé. Unai Simón war aber einen Schritt schneller am Ball als der Stürmer und konnte klären. Wenig später sah der Keeper weniger souverän aus, als er einen hohen Ball abfing, diesen aber beim Zusammenprall mit Mikel Oyarzabal wieder fallen ließ. Anschließend konnte die Situation aber noch bereinigt werden.
Nach etwas mehr als einer Stunde musste der Torhüter erneut eingreifen, als er eine vermeintliche Hereingabe von der linken Grundlinie am ersten Pfosten gerade noch abwehren konnte. Sonst wäre der Ball wirklich gefährlich geworden. In der Schlussphase klärte Simón einen langen Ball außerhalb des Strafraums mit dem Kopf, wobei er das Leder direkt zu Désiré Doué klärte. Den anschließenden Schuss parierte der Keeper jedoch stark mit dem Körper auf der Strafraumlinie. In den letzten Minuten der Partie drängte der Weltmeister von 2018 noch einmal, doch warf sich die spanische Hintermannschaft in jeden Abschluss. Auch Simón agierte weiterhin sehr aufmerksam und bewahrte erneut seine weiße Weste.
Spanien entthront Vizeweltmeister Frankreich und stürmt ins Finale
Die Furia Roja greift nach der Krone des Weltfußballs. Im ersten Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 im stimmungsvollen Dallas-Stadion bezwang die spanische Nationalmannschaft die Équipe Tricolore mit 2:0. Vor allem dank einer reifen Spielanlage, enormer Pressingresistenz und der besseren Effizienz vor dem Tor verdienten sich die Iberer das Ticket für das große Endspiel. Frankreich fand gegen das spanische Mittelfeldzentrum selten die passenden Mittel und leistete sich zudem folgenschwere Fehler in der Abwehrarbeit.
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps schickte seine Elf im bewährten 4-2-3-1 auf den Rasen, während Spaniens Coach Luis de la Fuente auf ein spielstarkes 4-1-2-3 setzte. Die Franzosen suchten anfangs ihr Glück im schnellen Umschaltspiel über die Flügel. Rodri strukturierte jedoch das spanische Spiel gewohnt souverän, hielt die Mittelfeldkompaktheit hoch und initiierte die Angriffe über die Halbräume. Ein herber Dämpfer ereilte Frankreich in der 29. Minute, als der verletzte Abwehrchef William Saliba frühzeitig durch Maxence Lacroix ersetzt werden musste. Dieser unfreiwillige Wechsel störte die defensive Stabilität und die Restverteidigung der Franzosen sichtlich.
In der 22. Minute schlug Spanien zum ersten Mal zu. Nach einem Ballverlust im französischen Spielaufbau kam Adrien Rabiot im eigenen Sechzehner einen Schritt zu spät und verursachte einen berechtigten Elfmeter. Mikel Oyarzabal behielt vom Punkt aus die Nerven und schob den Ball eiskalt zum 1:0 ins Netz. Der zweite entscheidende Treffer fiel in der 58. Minute: Die Spanier nutzten eine mangelhafte defensive Zuordnung im Halbraum aus, woraufhin Rechtsverteidiger Pedro Porro unbedrängt im Strafraum auftauchte und den Ball trocken zum 2:0-Endstand flach im Tor unterbrachte. Das Tor resultierte aus einem kollektiven Stellungsfehler, bei dem die französische Absicherung im Rückraum komplett versagte.
Torwart Mike Maignan sah in beiden entscheidenden Szenen machtlos aus. Beim Elfmeter entschied er sich zwar für die richtige Ecke, der flache Schuss war jedoch zu präzise platziert. Seine Abwehr verließ ihn in beiden Situationen im Stich. Auf der Gegenseite verlebte Unai Simón dank einer starken defensiven Organisation und der mangelnden Durchschlagskraft von Kylian Mbappé und Co. einen relativ ruhigen Abend, den er mit sauberer Strafraumbeherrschung souverän meisterte.
Während Spanien damit nach dem EM-Triumph nun auch nach dem WM-Pokal greift, bleibt für Frankreich nach einer defensiv anfälligen Vorstellung nur das Spiel um Platz drei.
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!