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Spanien – Argentinien 1:0 - Spanien verdient Weltmeister 2026

Unai Simón / Spanien:

In der ersten Halbzeit war der spanische Torhüter vor allem wieder damit beschäftigt, die eigene Defensivkette abzusichern und damit Bälle, die hinter die Kette kamen, abzufangen, bevor es richtig gefährlich wurde. Gleichzeitig erlaubte Spanien dem Gegner kaum, sich offensiv zu entfalten. Dadurch musste Unai Simón im Rahmen der Torverteidigung nicht weiter eingreifen.

Wenige Momente nach der Pause sorgte der spanische Schlussmann für ein Raunen, als er mit seinem langen Ball einen Moment zu lange wartete und dadurch noch ein Argentinier den Ball berührte, sodass die Albiceleste auch im Anschluss in Ballbesitz kam. Gefährlich wurde es anschließend aber nicht mehr. Danach wurde es aber wieder bis kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit sehr ruhig.

Dann musste Simón noch einmal bei einer scharfen Hereingabe auf der Hut sein, konnte diese aber sicher abfangen. Gleichzeitig flog Fernández mit Gelb-Rot vom Platz. Durch die Unterzahl war von Argentinien gar nichts mehr in der Offensive zu sehen. Erst in der Nachspielzeit hatte Argentinien noch Eckstöße zu verzeichnen, die noch einmal etwas Torgefahr ausstrahlten. Gleichzeitig musste Simón nur bei einem eingreifen, wenngleich er nicht ganz sicher agierte.

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torwart.de-Bewertung Simón Martínez
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt

Emiliano Martínez / Argentinien:

In der 5. Minute tauchte erstmals Lamine Yamal im Strafraum auf und kam aus halbrechten 9 Metern zum Abschluss, wobei dieser noch abgefälscht war. Emiliano Martínez kam noch ein wenig glücklich mit dem Bein an das Spielgerät und konnte dadurch im Nachfassen sicher zupacken. Es hätte sonst auch leicht die spanische Führung sein können. Auch in der 39. Minute war der Torhüter zur Stelle und konnte einen Schuss von Oyarzabal festhalten.

Kurz nach der Pause erfolgte der nächste Abschluss der Spanier, doch konnte Martínez erneut zupacken. Kurz nach der Stundenmarke hatte „la Furia Roja“ drei gute Szenen, bei denen Martínez zweimal sehr unsicher wirkte, schließlich aber beim Kopfball von Ferran Torres wiederum sicher zupackte. Ebenso sicher war Martínez bei einem Schuss von Pedri in der 77. Minute. Wenig später konnte er einen Distanzschuss mit etwas Glück zur Seite abwehren.

Auch im weiteren Verlauf hatte Spanien noch drei sehr gute Möglichkeiten bis zum Ende der regulären Spielzeit. Vor allem bei einem Freistoß von Yamal hielt der Torhüter aber ganz stark. Ähnlich verhielt es sich zu Beginn der Verlängerung, als er bei einem Kopfball von Williams aus kurzer Distanz noch mit der rechten Hand an den Ball kam. Ein vermeintlicher Treffer von Williams fand aufgrund eines Fouls keine Anerkennung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit der Verlängerung erzielte Ferran Torres das 1:0. Eine Flanke von rechts erreichte Williams kurz hinter dem zweiten Pfosten, der zurück auf den ersten Pfosten legte, wo der Torschütze den Ball aus 9 Metern unter die Latte drosch. Martínez orientierte sich an Williams und wirkte bei der Kopfball-Ablage einen kleinen Moment desorientiert, ehe er dem Ball machtlos hinterher sprang. Ein Fehler lag hierbei nicht vor.

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Torwartvergleich Simón Martínez
Gegentore01
Torschüsse gesamt220
Schüsse aufs Tor012
Geblockte Torschüsse13
Schüsse außerhalb Strafraum111
Schüsse innerhalb Strafraum19
xG0,171,94
xG auf das Tor-2,76
Gegentore - xGOT-1,76
Torwartparaden011
Schüsse gehalten %-92
Paraden durch Hechten09
Sweeper-Aktionen30
Lange Pässe1230
Kurze Pässe2623
Flanken abgefangen00
Ballkontakte4869
Pässe/davon angekommen38/2753/31
Abwürfe74
Gefaustete Bälle10
Fehler vor Gegentor00

Nach 106 zermürbenden Minuten fiel die Entscheidung: Spanien bezwang Argentinien im WM-Finale 2026 in New York/New Jersey mit 1:0 nach Verlängerung und ist damit zum zweiten Mal Weltmeister. Der amtierende Europameister krönte ein Turnier der spielerischen Dominanz mit dem am wenigsten spektakulären, aber verdientesten aller Titel – erkämpft gegen einen Titelverteidiger, der sich fast vollständig auf die Verteidigung seines Vorsprungs aus 2022 verließ.

Das Finale bestätigte von der ersten Minute an das erwartete Muster: Spanien übernahm die Ballzirkulation, presste hoch und ließ Argentinien kaum Räume zum eigenen Aufbauspiel. Der Titelverteidiger reagierte mit einem tief gestaffelten Defensivblock und setzte fast ausschließlich auf Konter – ein Plan, der über weite Strecken aufging, aber offensiv kaum etwas produzierte. Die erste Halbzeit endete mit gerade einmal drei Torschüssen insgesamt, ein Negativrekord für ein WM-Finale. Argentinien blieb bis in die Verlängerung hinein komplett ohne eigenen Abschluss – eine Fußnote, die zuvor bei dieser WM nur Neuseeland, Paraguay, Ghana und Haiti „gelang". Lionel Messi, isoliert durch die kompakte Fünferkette und die konsequente Zuordnung der spanischen Innenverteidiger, blieb über die volle Spielzeit praktisch wirkungslos.

Die reguläre Spielzeit blieb torlos, geprägt von spanischer Pressingresistenz gegen argentinische Kompaktheit im Zentrum. Der erste Bruch kam kurz vor Schluss: Enzo Fernández sah in der 90. Minute nach einer zweiten Verwarnung die Gelb-Rote Karte und schwächte Argentinien für die Verlängerung personell entscheidend. In Unterzahl konnte der Titelverteidiger die spanische Ballbesitzdominanz nicht mehr auffangen – die numerische Unterlegenheit im Mittelfeld öffnete genau jene Halbräume, die Spanien zuvor 90 Minuten lang vergeblich gesucht hatte.

Die Entscheidung fiel in der 106. Minute: Pedro Porro flankte von rechts scharf in den Strafraum, Nico Williams legte per Kopf klug in den Lauf von Ferran Torres ab, der aus rund fünf Metern zum 1:0 vollendete. Ein Tor aus einem klaren Umschaltmoment nach Unterzahl-bedingter Strafraumbesetzung – vermeidbar für Argentinien nur mit vollständiger personeller Kontinuität, die durch die Rote Karte bereits verloren war. Bis zur 115. Minute blieb Argentinien komplett schussstatistik-los, ehe der Rückstand zu späten, aber erfolglosen Vorstößen zwang.

Emiliano Martínez war über weite Strecken der auffälligste Akteur auf argentinischer Seite und hielt sein Team mit einer Reihe wichtiger Paraden bis in die Verlängerung im Spiel, ehe ihn die numerische Unterlegenheit seiner Vorderleute beim entscheidenden Gegentor im Stich ließ. Unai Simón auf spanischer Seite hatte angesichts der wenigen argentinischen Abschlüsse einen ruhigen Abend und musste seine Cleansheet-Bilanz nie ernsthaft verteidigen.

Mit dem Titelgewinn bestätigt Spanien seinen Status als das konstanteste Team des Turniers – Europameister und Weltmeister in Serie. Für Argentinien bedeutet die Finalniederlage das Ende der Titelverteidigung und zugleich das wohl letzte große Turnier für Messi in dieser Rolle. Kylian Mbappé sicherte sich mit zehn Turniertoren die Goldene Schuh-Trophäe und überholte damit Messis WM-Torbilanz in der Karrierewertung – ein Nebenaspekt, der dem Finale zusätzliche historische Note verleiht.

Aufstellung Spanien:

Unai Simón - Pedro Porro, Pau Cubarsí, Aymeric Laporte, Marc Cucurella - Rodri, Fabián Ruiz - Lamine Yamal, Dani Olmo, Álex Baena, Mikel Oyarzabal

Trainer: Luis de la Fuente

Einwechslungen:

  • 62. ↑ Ferran Torres / ↓ Mikel Oyarzabal
  • 62. ↑ Pedri / ↓ Fabián Ruiz
  • 75. ↑ Mikel Merino / ↓ Dani Olmo
  • 75. ↑ Nico Williams / ↓ Álex Baena
  • 99. ↑ Martín Zubimendi / ↓ Rodri
  • 99. ↑ Eric García / ↓ Aymeric Laporte

Aufstellung Argentinien:

Emiliano Martínez - Gonzalo Montiel, Cristian Romero, Lisandro Martínez, Nicolás Tagliafico - Rodrigo De Paul, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister, Nicolás González - Lionel Messi, Julián Álvarez

Trainer: Lionel Scaloni

Einwechslungen:

  • 44. ↑ Nicolás Otamendi / ↓ Lisandro Martínez
  • 46. ↑ Leandro Paredes / ↓ Nicolás González
  • 58. ↑ Nahuel Molina / ↓ Gonzalo Montiel
  • 70. ↑ Facundo Medina / ↓ Cristian Romero
  • 70. ↑ Giuliano Simeone / ↓ Rodrigo De Paul
  • 102. ↑ Marcos Senesi / ↓ Julián Álvarez

Tore:

  • 106. 1:0 Ferran Torres (Linksschuss, Nico Williams)

Schiedsrichter: Slavko Vinčić (Slowenien)

Offizielle Zuschauerzahl: 80663

Stadion: New York New Jersey Stadium (East Rutherford, New Jersey)


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