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Frankreich: Lloris ist das Zünglein an der Waage

von T. Schlitzke

H. Lloris (Firo)

Die Erwartungen könnten kaum höher sein: Eine ganze Nation erhofft sich ein zweites „1998“, als die französische Nationalmannschaft im eigenen Land furios aufspielte und am Ende die Weltmeister-Trophäe in den Pariser Nachthimmel recken konnte.

Die Vorzeichen beim gewiss bis in die Haarspitzen motivierten Gastgeber der EM 2016 sind vielversprechend. Viele Akteure sind in absoluter Top-Verfassung. Paul Pogba (Juventus Turin) gilt als einer der nächsten Weltstars und wird mit Barcelona, Real Madrid und Bayern München in Verbindung gebracht. Antoine Griezmann spielte bei Atlético Madrid eine herausragende Saison und Kingsley Coman (FC Bayern) ist einer der Shooting-Stars der Bundesliga.

Der geballten Offensiv-Power stehen allerdings auch einige Fragezeichen entgegen. Ein ganzes etatmäßiges Innenverteidiger-Quartett um Raphael Varane von Real Madrid fällt verletzungsbedingt aus und so muss Trainer Didier Deschamps improvisieren.

Und auch auf der Torwart-Position ist ein Gefälle im Vergleich zum Weltklasse-Angriff zu erkennen. Die unumstrittene Nummer Eins der Èquipe Tricolore ist Hugo Lloris von Tottenham Hotspur. Keine Frage, der 29-jährige ist ein ausgesprochen guter Schlussmann. Sicherlich in der erweiterten europäischen Spitze dabei – allerdings nicht unter der Créme de la Créme.

In der abgelaufenen Premier League-Saison war er allerdings ein Garant für das starke Abschneiden der Spurs. Die Engländer lieben ihn für seine spektakulären Paraden. Sein ehemaliger Coach in Nizza, Dominique Baratelli, allerdings schätzt an ihm noch viel mehr seine „intelligenten Initiativen“ – die Antizipation, wann er von der Linie wegkommen oder gar sich auf den Weg außerhalb des Strafraums aufmachen muss.

Mittlerweile hat Lloris schon die Erfahrung von 78 Länderspielen auf dem Buckel und wird wie bei der letzten WM die Franzosen als Kapitän auf den grünen Rasen führen. Seine große Schwäche allerdings ist die Konzentration. In manchen Situationen trifft er immer noch die falschen Entscheidungen – und so ist er immer wieder für den einen oder anderen Fehler gut. Lloris ist generell ein sicherer Rückhalt, der an einem schlechten Tag allerdings auch eine ganze stolze Nation ins Tal der Tränen stürzen kann.

Ergänzt wird die Keeper-Riege der „Bleus“ durch Steve Mandana von Olympique Marseille, sowie Benoit Costil von Stade Rennes. Beide spielen in der mittelmäßig besetzen französischen Liga und sind auf der großen Bühne bisher nicht in Erscheinung getreten. Die Nummer zwei wird dabei der 31-jährige Mandanda einnehmen. Von seinen 23 Länderspielen war allerdings noch keines bei einem großen Turnier. Einzig ein paar Spiele in der Champions League stehen auf seiner Haben-Seite. Der gebürtige Kongolese strahlt eine unglaubliche Präsenz aus und ist stark auf der Linie und im Luftraum. Technisch zeigt er allerdings ab und an leichte Schwächen.

Costil wird am Tag des möglichen Viertelfinals mit französischer Beteiligung 29 Jahre alt und darf sich das Spiel aller Voraussicht nach genüsslich von der Tribüne anschauen. Der 1,88 Meter-Schlacks durchlief alle Jugendauswahlen unseres Nachbarlandes, hat jedoch in der A-Nationalmannschaft noch keine Partie bestritten.

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