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Home > Archiv > EM 2016 > Spielplan und Spielberichte > Spielberichte > VIERTELFINALE > VF3 - Deutschland - Italien 6:5 n.E.

torwart.de-Bewertung Neuer Buffon
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt

Manuel Neuer eröffnete das deutsche Spiel gewohnt souverän (Foto: firo)

Manuel Neuer/ Deutschland:

Einer der ersten Ballkontakte von Manel Neuer war sehr interessant zu beobachten: Bei einem Abstoß stellten die Italiener hoch zu und dem deutschen Schlussmann boten sich nur wenige Anspielstationen. So wartete Neuer gedulgig ab, bis die Italiener noch höher rückten und konnte so einen schönen Flugball in das deutsche Halbfeld auf Jonas Hector schlagen. Der erste Torabschluss der Italiener in der 14. Spielminute war für Manuel Neuer kein Problem. Er parierte den zentral aufsetzenden Schuss gewohnt sicher. Nach einem Kimmich-Patzer in der 31. Spielminute klärte Boateng vor dem heranstürmenden italienischen Stürmer Eder. Der italienische Neuner hätte aus kürzester Distanz direkt auf das Tor von Manuel Neuer abschließen können. Neuer spielte im Laufe der ersten Halbzeit gut mit, lief einige italienische Flugbälle ab und klärte diese auch gewohnt souverän. Ansonsten war der deutsche Schlussmann in der ersten Halbzeit, gegen offensiv schwache Italiener nicht gefordert. Die scheiterten des Öfteren schon kurz nach der Mittellinie, da sie gegen kompakt stehende Deutsche kein Durchkommen fanden. Kurz vor der Halbzeit hatten die Italiener die mit Abstand beste Chance in der der ersten Spielhälfte. Nach einem starken langen Ball aus er italienischen Defensive tauchte Giachherini vor Neuer auf. Dieser legte das Spielgerät mit einem 90 Grad-Ball nach hinten und Sturraro nahm den Ball direkt. Boateng brachte seinen Fuß noch an den Ball und klärte diese Aktion zur Ecke. Neuer war schon in seine Ecke gesprungen, hätte sich aber extrem strecken müssen, um diesen Abschluss noch zu parieren. Mit einem 0:0 ging es auch für Neuer, der noch keinen Ball bissher abwehren musste, in die Halbzeitpause.

Der deutsche Nationaltorhüter Manuel Neuer packt sicher zu (Foto: firo)

Die zweite Häfte der Begegnung begann wie die erste Halbzeit. Neuer musste keinen Ball abwehren und seine Beteiligung am Spielaufbau der deutschen Mannschaft war nicht mehr gefordert. Die Italiener ließen sich tief in ihre eigene Hälfte fallen. Neuer stand gewohnt hoch und war für lange Bälle der Italiener gewappnet. Die beste Gelegenheit der Italiener ereignete sich in der 74. Spielminute. Pelle schlich sich im Rücken der deutschen Innenverteidiger davon und schloss nach einer scharfen flachen Hereingabe direkt ab. Der Ball rauschte circa einen guten Meter am deutschen Tor vorbei. Neuer wäre hier sicherlich mehr als ernsthaft gefordert gewesen. In der 77. Spielminute zeigte der ungarische Schiedsrichter nach einem Eckball plötzlich auf den Punkt. Boateng hatte den Ball im Strafraum unerlaubt mit der Hand gespielt. Bonucci verwandelte den Elfmeter in die linke Ecke von Manuel Neuer. Der Strafstoß war unhaltbar für den deutschen Schlussmann, welcher den 1:1-Ausgleichstreffer nicht verhindern konnte. Bitter für Neuer: Zu diesem Zeitpunkt hatte der Keeper noch keinen Ball abwehren müssen. Pelle zog in der besten italienischen Phase in diesem Spiel in der 81. Spielminute von der Strafraumkante ab, doch der Ball flog deutlich am Tor vorbei. Eine Minute vor Schluss zog Di Sciglio aus der Distanz ab, doch der starke Distanzschuss traf nur das Außennetz. Neuer wäre zur Stelle gewesen und hätte diesen Ball sicherlich pariert. Italien verwaltete das Ergebnis. Somit musste Neuer mit der deutschen Nationalmannschaft in die Verlängerung.

Manuel Neuer feiert den Einzug ins Halbfinale (Foto: firo)

In der ersten Halbzeit der Verlängerung passierte rein gar nichts vor dem Tor von Manuel Neuer. Die erste Parade hatte Neuer in der 113. Spielminute zu verzeichnen. Insigne schloss aus halbrechter Position ab, doch der Ball kam direkt auf Neuer. Keine Probleme für den deutschen Schlussmann. Nun kam es auf den vierfachen Welttorhüter im alles entscheidenden Elfmeterschißen an. Beim ersten Elfmeter für die Italiener trat Lorenzo Insigne an. Dieser verwandelte eiskalt ins rechte Eck. Neuer hatte auf die linke Seite spekuliert. Zaza schoss den zweiten Elfmeter der Italiener über das Tor. Neuer blieb lange stehen, möglicherweise irritierte er damit den italienischen Schützen entscheidend. Barzagli verwandelte den dritten Elfmeter hoch in die Mitte. Neuer hatte auf die rechte Seite spekuliert. Pelle verschoss den Elfmeter kläglich. Der deutsche Nationaltorhüter hatte sogar die richtige linke Ecke geahnt, schaffte es aber nicht, den Ball noch mit den Fingerspitzen zu berühren. Neuer avancierte nun zum Elfmeter-Killer. Er parierte den nächsten italienischen Elfmeter glänzend. Mit optimaler Streckung klärte er den Elfmeter zur Seite und parierte den stark getretenen Elfmeter von Bonucci. Den nächsten Elfmeter konnte Giaccherini gegen Manuel Neuer eiskalt verwandeln. Auch Parolo, der nächste italienische Schütze, verwandelte den Ball souverän. De Sciglio hämmerte seinen Elfmeter unter die Latte, Neuer blieb dabei ohne Abwehrchance. Neuer hielt den nächsten Elfmeter, der nun entscheidend war. Er parierte den schwach geschossenen Elfmeter der Italiener. Hector hatte nun die Chance, für die deutsche Mannschaft den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. Er verwandelte den nächsten Elfmeter. Neuer gewann das direkte Elfmeter-Duell mit Gianluigi Buffon und steht mit Deutschland im Halbfinale der Europameisterschaf 2016. Im Elfmeterschießen war Manuel Neuer einer der Sieg-Garanten.

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Gianluigi Buffon (Foto: firo)

Gianluigi Buffon/ Italien:

In der Anfangsviertelstunde der Begegnung wurde der routinierte Keeper nicht wirklich gefordert. Er beteiligte sich am Spielaufbau, verlagerte das Aufbauspiel der Italiener gekonnt, lief zu weit gespielte Bälle der deutschen Mannschaft ab und wirkte in seinem 160. Länderspiel hochfokusiert. In der 19. Spielminute kam zum ersten Mal ein wenig Gefahr vor dem Tor von Gigi Buffon auf, als Gomez einen langen Ball nicht erreichen konnte. Der Schlussmann pflückte den Ball gekonnt aus dem französischen Abendhimmel. In der 26. Spielminute schlug der Ball dann zum ersten Mal im Tor von Buffon ein. Doch das Kopfballtor von dem zuvor früh eingewechselten deutschen Kapitän Bastian Schweinsteiger, war ein Foulspiel voraus gegangen. Buffon wäre bei diesem Kopfball ohne jegliche Abwehrchance gewesen. Nach 36 Spielminuten streute Buffon den ernsten kleineren Patzer in sein Spiel ein, als er nach einer abgefälschten Flanke nachfassen musste. Der Ball kam tükisch auf den ersten Torpfosten, Buffon war sich nicht sofort sicher und ließ den Ball nochmals nach vorne abklatschen. Ein Gomez-Kopfball flog in der 41. Minute deutlich am Tor von Gigi Buffon vorbei. Den ersten Ball so richtig fangen usste Buffon nur eine Minte später, als die deutsche Mannschaft die erste große Chance im Spiel verbuchen konnte. Nach einer starken Kombination und ein wenig Glück kam Müller aus zentraler Position völlig freistehend zum Abschluss. Dieser tarf den Ball allerdings nicht richtig, sodass Buffon nach rechts abtauchen konnte und diesen Ball sicher abfing. Mit einem torlosen Unentschieden ging es nach dem Halbzeitpfiff in die Kabinen.

Gianluigi Buffon und Thomas Müller beim intensiven Meinungsaustausch (Foto: firo)

In der 54. Spielminute zog zuerst Müller aus der Distanz ab, eine halbe Minute später probierte es Boateng. Doch beide verfehlten das Ziel denkbar knapp, sodass Buffon nicht eingreifen musste. In der 65. Spielminute musste Buffon nun wirklich hinter sich greifen und hatte dabei keine Abwehrchance. Gomez spielte Hector blendend frei, dieser legte den Ball quer im Sechzehner auf den heranstürmenden deutschen 10er Mesut Özil, der aus kürzester Distanz eiskalt verwandelte. Buffon hatte weder die Chance, den Ball noch vor Özil zu erreichen, noch konnte er die Direktabnahme parieren. Der erste Gegentreffer von Buffon in diesem Turnier erzielte Mesut Özil. Kurz darauf brannte es licherloh vor dem italienischen Tor und Buffon konnte nun erstmals zeigen, dass er auch im hohen Alter noch zur absoluten Weltklasse gehört. Gomez tauchte plötzlich freistehend vor Buffon auf, der den Hacken-Schuss mit einem sensationellen Reflex aus minimalster Distanz über die Latte lenken konnte. Buffon griff in dieser Situation gekonnt über. Er hielt seine angenockten Vorderleute mit dieser Aktion im Spiel. Die Deutschen schafften es in der Zeit nach dem italienischen Ausgleichstreffer nicht mehr, Buffon im Tor der Italiener unter Druck zu setzen. Hätte Buffon diesen sagenhaften Ball aus kürzester Distanz von Gomez nicht pariert, wäre Italien wohl nach 90 Minuten geschlagen gewesen. Doch der erfahrene Keeper war zur Stelle und bescherte seinen Vorderleuten die Verlängerung der regulären Spielzeit um 30 Minuten.

Gianluigi Buffon ist nach dem Viertelfinal-Aus den Tränen nahe (Foto: firo)

Eine Aktion hatte Buffon in der ersten Halbzeit der Verlängerung nicht zu verbuchen. In der 107. Minute war Draxler nach einem Mondball im Fünfmeterraum völlig frei. Buffon hatte sich dafür entschieden, auf der Linie zu bleiben. So hatte Draxler die Chance, den Ball per Halb-Fallrückzieher aufs Tor zu bringen. Der Ball flog nur Zentimeter über die Querlatte. Glück für Gianluigi Buffon in dieser Aktion. Nach einer Ablage von Schweinsteiger, schloss Mesut Özil von der Sechzehnerkante nochmals ab. In der 119. Spielminute hatte Buffon mit dem zentralen Schuss allerdings keine Probleme. Es passierte nichts mehr: Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen getroffen werden. Toni Kroos war der erste deutsche Schütze. Dieser verwandelte den Ball gekonnt in der linken Ecke. Buffon hatte die Ecke geahnt, doch konnte den stark getretenen Elfmeter nicht parieren. Buffon konnte den zweiten Elfmeter der deutschen parieren. Müllers Schuss parierte der Schlussmann gekonnt. Allerdings war dieser Versuchv von Müller auch nicht wirklich platziert und stark geschossen. Mesut Özil war nun der nächste deutsche Schütze. Er schoss den Ball an den rechten Pfosten. Der Vorteil lag nun bei Italien. Pelle verschoss, Draxler war an der Reihe. Er schickte Buffon in die falsche Ecke. Keine Chance für Gianluigi Buffon. Bastian Schweinsteiger hatte den Sieg auf dem Fuß. Er schoss weit über das Tor. Hummels musste nun treffen, was er mit einem starken Elfmeter tat. Buffon hätte den Ball dennoch fast pariert. Der 21-Jährige Kimmich musste nun gegen Buffon verwandeln. Kimmich blieb eiskalt und verwandelte souverän. Auch Boateng konnte Buffon vom Elfmeterpunkt überwinden. Der 9. deutsche Schütze Jonas Hector hatte nun die Entscheidung auf dem Fuß. Er verwandelte den Elfmeter mit viel Glück. Unter Buffon ging der Ball ins Tor. Unglücklich für den italienischen Schlussmann, da er die richtige Ecke ahnte. Doch im entscheidenden Moment, konnte Buffon den Elfmeter nicht parieren. Deutschland steht im Halbfinale. Buffon scheidet nach einem starken Turnier aus der Europameisterschaft aus. Somit ist der Traum vom Europameistertitel für Italien und endgültig auch für die italienischen Torhüter-Legende Gianluigi Buffon geplatzt.

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Torwartvergleich Spielstatistik Neuer Buffon
Gegentore 1 1
Torwartparaden 2 3
Flanken abgefangen 0 0
Gefaustete Bälle 0 0
Ballkontakte 54 49
Pässe/davon angekommen 44/37 (84%) 40/34 (85%)
Fehlpässe 7 6
Fehler, die zu einem Gegentor führten 0 0

Aufstellung Deutschland:

Manuel Neuer - Höwedes, J. Boateng, Hummels - Kimmich, Hector - Khedira, T. Kroos - T. Müller, Özil - Gomez

Trainer: Löw

Einwechslungen:

  • 16. B. Schweinsteiger für Khedira
  • 72. Draxler für Gomez

Gelbe Karten

  • Schweinsteiger
  • Hummels

Aufstellung Italien:

Gianluigi Buffon - Barzagli, Bonucci, Chiellini - Parolo - Sturaro, Giaccherini - Florenzi, de Sciglio - Pelle, Eder

Trainer: Conte

Einwechslungen:

  • 86. Darmian für Florenzi
  • 108. L. Insigne für Eder
  • 120. Zaza für Chiellini

Gelbe Karten

  • Sturaro
  • De Sciglio
  • Parolo
  • Pelle
  • Giaccherini

Tore:

  • 1:0 Özil (65., Linksschuss, Hector)
  • 1:1 Bonucci (78., Handelfmeter, Rechtsschuss)

Elfmeterschießen:

  • 0:1 L. Insigne (verwandelt)
  • 1:1 T. Kroos (verwandelt)
  • 1:1 Zaza (nicht verwandelt)
  • 1:1 T. Müller (nicht verwandelt)
  • 1:2 Barzagli (verwandelt)
  • 1:2 Özil (nicht verwandelt)
  • 1:2 Pelle (nicht verwandelt)
  • 2:2 Draxler (verwandelt)
  • 2:2 Bonucci (nicht verwandelt)
  • 2:2 B. Schweinsteiger (nicht verwandelt)
  • 2:3 Giaccherini (verwandelt)
  • 3:3 Hummels (verwandelt)
  • 3:4 Parolo (verwandelt)
  • 4:4 Kimmich (verwandelt)
  • 4:5 de Sciglio (verwandelt)
  • 5:5 J. Boateng (verwandelt)
  • 5:5 Darmian (nicht verwandelt)
  • 6:5 Hector (verwandelt)
Schiedsrichter: Viktor Kassai (Ungarn)

Zuschauer: 38764

Stadion: Bordeaux - Stade de Bordeaux

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