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Dänemarks EM-Reise endet im Wembley - Three Lions durch Elfmeter-Nachschuss erstmals im Finale einer EM

torwart.de-Bewertung Pickford Schmeichel
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt

Jordan Pickford machtlos bei Damsgaards Freistoß-Tor (foto: firo)

Jordan Pickford / England:

Die englische Nationalmannschaft steht erstmals in ihrer Historie im Finale der Europameisterschaft und wird am Sonntag nun auf Italien treffen. Die Three Lions benötigten gegen kämpfende Dänen 120 Minuten und wieder einmal eine sehr starke Defensive, um erfolgreich zu sein.

Dabei begann das Spiel aus englischer Sicht nicht gut. Während die erste halbe Stunde noch wenig vor den Toren passierte, gingen die Dänen durch einen Freistoß aus mehr als 20 Metern durch Damsgaard nicht unverdient in Führung.

Das 21-jährige Toptalent vom FC Genua nagelte den Ball mit starker Schusstechnik über die Mauer hinweg am Ende noch direkt unter die Latte. Zwar kam der Schuss nicht allzu sehr in die Ecke, dennoch war dieser für Pickford kaum zu parieren.

Der Keeper kam zwar noch mit dem Torwarthandschuh an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Damsgaard Schuss hatte eine schwierige Flugbahn. Der Ball senkte sich nachdem er ihn über die hochspringende Mauer der Engländer geschossen hatte.

Pickfords größtes Problem war dabei, dass er den Ball im Moment der Ausführung nicht mehr sehen konnte. Clever schob sich kurz vor dem Anlauf eine 3-Mann-Mauer der Dänen ins Sichtfeld des englischen Torwarts und verhinderte damit, dass Pickford sowohl den Anlauf als auch die ersten zurückgelegten Meter des Balles erkennen konnte. Erst als der Ball die Mauer passierte, konnte Pickford den Ball und dessen Flugbahn wahrnehmen. Technisch sauber bereitete er noch mit einem Schritt nach außen den Abdruck zum hoch einfliegenden Ball vor. Er drückte sich auch noch kraftvoll in den oberen Torbereich. Jedoch blieb Pickford zu wenig Zeit, um den Ball noch zu erreichen. Eventuell ließe sich noch die Option diskutieren, ob ein veränderter Auftakt, der ihm die Möglichkeit zum Übergreifen noch eine Option gewesen wäre.

Zusammenfassend war dieses Freistoßtor eine sehr gute Variante des dänischen Teams, um den Gegner im Kollektiv bein einer Standardsituation zu überrumpeln.

Damit kassierten die Engländer das erste Gegentor bei diesem Turnier. Trotzdem darf sich Pickford über den englischen Rekord der Spiele ohne Gegentor freuen. In der 26. Minute blieb Pickford mehr als 720 Minuten ohne Gegentor und löste damit den 55 Jahre alten Rekord von Gordon Banks ab.

Die Engländer kamen aber anschließend selbst besser ins Spiel und hielten die Defensive gewohnt stabil. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich wenig daran. Die Dänen kamen nur sehr selten mit ihren Angriffsbemühungen durch. In der 52. Minute hatte Dolberg eine gute Möglichkeit mit einem Flachschuss, doch Pickford war schnell genug unten und wehrte den Ball ab. Ohnehin hätte ein Treffer durch eine Abseitsposition zuvor keine Anerkennung gefunden. Die Dänen versuchten es im weiteren Verlauf auch häufig mit Flanken in den Strafraum, doch Pickford fing diese mitunter auch unkonventionell ab. Ab der 60. Minute ließen die Kräfte bei den Dänen stark nach und sie konzentrierten sich auf die Verteidigung des eigenen Tores.

Letztlich hielt die englische Defensive sowohl in den restlichen Minuten der zweiten Halbzeit als auch jeweils in der Verlängerung. Pickford musste dabei zumeist in der Spieleröffnung ran und spielte mehrfach lange Bälle auf die Halbpositionen, die aber derart genau waren, dass diese auch zu Angriffsaktionen führten. Zudem versuchte er mit langen Bällen auf den schnellen Steerling, Gefahr zu erzeugen. Weniger souverän wirkte Pickford bei langen Bällen mit dem rechten Fuß. Zudem ging er in der ersten Halbzeit bei Abwürfen auch das eine oder andere Risiko ein und spielte in einer Szene den Dänen nur 20 Meter vor dem eigenen Tor in den Fuß. Der Abschluss der Dänen blieb jedoch folgenlos.

Alles in allem überzeugte Pickford auch in dieser Partie, wenngleich es nicht seine stärkste Leistung war. Im Finale am Sonntag gegen Italien wird er sich auf mehr Arbeit als in den bisherigen Partien einstellen müssen.

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Torwartvergleich Pickford Schmeichel
Gegentore12
Torschüsse gesamt620
Schüsse aufs Tor410
Geblockte Torschüsse14
Schüsse außerhalb Strafraum55
Schüsse innerhalb Strafraum115
Torwartparaden38
Schüsse gehalten %7580
Lange Pässe2423
Kurze Pässe69
Flanken abgefangen00
Ballkontakte4243
Pässe/davon angekommen30/1132/21
Gefaustete Bälle20
Fehler vor Gegentor00

Peter Schmeichel pariert einen starken Schuss von Mason Mount und verhinderte somit ein frühes 2:1 (foto: firo)

Kasper Schmeichel / Dänemark:

Das dänische Märchen hat im Halbfinale ein tragisches Ende genommen. Trotz einer starken und vor allem auch großen kämpferischen Leistung scheiden die Dänen in der Verlängerung gegen England aus. Dabei begann das Spiel ziemlich zerfahren. In den ersten 25 Minuten hatten die Three Lions nur einen Abschluss durch Sterling, doch dessen zentraler Flachschuss wurde zur sicheren Beute von Schmeichel.

Stark parierte der dänische Torwart dann in der 38. Minute erneut gegen Sterling. Dieser kam nach einem Pass in die Mitte aus 8 Metern ungehindert zum Abschluss. Schmeichel kam noch ein wenig entgegen und machte sich möglichst breit und konnte letztlich mit dem ausgestreckten Körper (langer weiter Block) parieren.

Wenig später musste er dann doch den Ausgleich hinnehmen. Der pfeilschnelle Saka spielte von der rechten Grundlinie eine Hereingabe in die Mitte. Kjaer wollte den Ball mit einer Grätsche vor Sterling klären, bugsierte den Ball aber dadurch selbst ins Tor. Bei dieser Hereingabe stand Schmeichel stand Schmeichel direkt am kurzen Pfosten und hielt sich sogar daran fest. Dadurch stand er deutlich zu weit am kurzen Pfosten und erreichet auch die Hereingabe nicht, wenngleich er auch nur halbherzig versuchte, den Ball noch zu erreichen, Letztlich war die Situation für ihn nicht so zu lösen, dass er das Gegentor hätte verhindern können, dennoch agierte er auch nicht optimal bei dem Gegentor.

Nach der Pause kamen die Three Lions immer stärker auf. Nach 10 Minuten in der zweiten Halbzeit hatte England die große Möglichkeit auf die Führung, als Maguire aus kurzer Distanz halbhoch auf Schmeichels rechte Ecke köpfte. Schmeichel aber reagierte glänzend und lenkte den Ball mit einer sehenswerten Parade um den Pfosten. In den restlichen 30 Minuten konnten die Engländer ihre Chancen nicht mehr zwingend genug ausspielen. Dadurch ging auch diese Partie in die Overtime. Auch dort hatten die Three Lions durch Kane die nächste große Chance. Dieser schoss aus spitzem Winkel flach auf die lange Ecke, doch Schmeichel war wieder besser und hielt auch diesen Schuss überragend.

Dennoch lagen bei Schmeichel das Positive und das Unglückliche nah beieinander. In der 102. Minute bekam England einen sehr schmeichelhaften Strafstoß zugesprochen, den Kane in Schmeichels linke Ecke schoss. Der weniger gut geschossene Elfmeter war für Schmeichel kein großes Problem, allerdings schaffte es der Keeper nicht, den Ball seitlich abzuwehren oder gar zu sichern. Kane kam somit zum Nachschuss und nutzte diesen zum entscheidenden Treffer des Spiels. In der Folgezeit spielte es England clever herunter und besiegten Danish Dynamite ganz knapp.

Trotz der unglücklichen Niederlage dürfen die Dänen sehr stolz auf ihre Leistung beim EM-Turnier sein. Nach dem Schock im ersten Spiel als Christian Eriksen bewusstlos zusammenbrach und erfolgreich reanimiert werden konnte, entwickelten die Dänen einen unbändigen Teamgeist und Einsatzwillen und spielten mitreißenden Fußball.

Auch Kasper Schmeichel spielte ein sehr gutes Turnier mit nur wenigen schwachen Aktionen. Das Halbfinale gegen England war sein persönliches Highlight des Turniers. Er wäre mit dem gehaltenen Elfmeter fast zum Helden des Spiels geworden. Das Spiel hatte für Schmeichel einen besonderen Stellenwert: 1992 schaffte sein Vater Peter Schmeichel den Finaleinzug und Titelgewinn. Kasper Schmeichel lebte sein bisheriges Leben fast komplett in England, spielt in der Premier League und hat eine besondere Beziehung zu England.

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Aufstellung England:

Jordan Pickford - Shaw, Maguire, Stones, Walker - Rice, Phillips - Sterling, Mount, Saka - Kane

Trainer: Gareth Southgate

Einwechslungen:

  • 69. Grealish für Saka
  • 95. Henderson für Rice
  • 95. Foden für Mount
  • 106. Trippier für Grealish

Aufstellung Spanien:

Kasper Schmeichel - Vestergaard, Kjaer, Christensen - Maehle, Delaney, Höjbjerg, Stryger Larsen - Damsgaard, Dolberg, Braithwaite

Trainer: Kasper Hjulmand

Einwechslungen:

  • 67. Wass für Stryger Larsen
  • 67. Poulsen für Damsgaard
  • 67. Nörgaard für Dolberg
  • 79. Andersen für Christensen
  • 88. Jensen für Delaney
  • 105+1. Wind für Vestergaard

Tore:

  • 0:1 Damsgaard (30., Rechtsschuss)

  • 1:1 Kjaer (ET) (39., Rechtsschuss, Saka)

  • 2:1 Kane (105., Rechtsschuss)

Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)

Zuschauer: 64.950

Stadion: London - Wembley


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