Das Torwart- und Fußballportal
  TORWART.DE ONLINE-SHOP Torwarthandschuhe von adidas, Reusch, Uhlsport, NIKE, Puma, Jako, Derbystar, Erima, Sells, Selsport, Storelli, McDavid, Under Armour, Lotto, TW1!
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
 


Home > WM 2026 > WM-Torhüter > Gruppe B (CAN, BHI, KAT, SUI) > Bosnien-Herzegowina > Nikola Vasilj

Bosnien-Herzegowina

Nikola Vasilj

NationalitätBosnien-HerzegowinaBosnien-Herzegowina
Geburtsdatum02.12.1995 (30)
VereinFC St. Pauli (Bundesliga)
Größe193 cm
Gewicht86 kg
Länderspiele25
Vereinshistorie
Herren: FC St. Pauli (2021–), Zorya (2019–2021), 1. FC Nürnberg II (2017–2019), Zrinjski Mostar (2016–2017), Zrinjski Mostar (2013–2014)
Nationalmannschaft: Bosnien-Herzegowina (2021–), Bosnien-Herzegowina U21 (2014–2017), Bosnien-Herzegowina U19 (2013–2014)
Marktwert2.400.000 €
AusrüsterSells ›

Werdegang

Aus Mostar in den Profifußball

Für Nikola Vasilj ist die Weltmeisterschaft 2026 eine große Chance, sich auf internationaler Bühne zu zeigen — und sich womöglich für einen neuen Verein zu empfehlen. Nach dem Abstieg mit dem FC St. Pauli endet seine Zeit beim Kiezklub. Der bosnische Nationaltorhüter verlässt den Verein im Sommer 2026 und ist damit eine der interessantesten ablösefreien Torwart-Personalien dieses Sommers.

Vasilj wurde am 2. Dezember 1995 in Mostar geboren. Der Weg ins Tor war in seiner Familie fast vorgezeichnet. Sein Vater Vladimir Vasilj war ebenfalls Torhüter und absolvierte zwei Länderspiele für die kroatische Nationalmannschaft. Auch Nikolas jüngerer Bruder Filip Vasilj spielt im Tor. Nikola Vasilj stammt damit aus einer echten Torhüterfamilie.

Seine eigene Laufbahn begann im Nachwuchs von HNK Međugorje und Zrinjski Mostar. Bei Zrinjski machte er auch seine ersten Schritte im Erwachsenenbereich. Über Leihen zu FK Igman Konjic und HNK Branitelj Mostar sammelte er frühe Spielpraxis in Bosnien und Herzegowina.

Nürnberg und Luhansk — der Umweg vor dem Durchbruch

2017 wagte Vasilj den Schritt nach Deutschland und wechselte zum 1. FC Nürnberg. Dort kam er allerdings zunächst nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Für die U23 des Clubs absolvierte er 42 Spiele in der Regionalliga. Der direkte Durchbruch im deutschen Profifußball gelang ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

2019 folgte der Wechsel in die Ukraine zu Sorja Luhansk. Auch dort blieb seine Rolle zunächst begrenzt. In zwei Jahren kam Vasilj auf 20 Ligaspiele. Dennoch waren diese Stationen wichtig: Er sammelte Auslandserfahrung, lernte verschiedene Spielstile kennen und blieb auf dem Weg zum Stammtorhüter geduldig.

St. Pauli — vom Zweitliga-Keeper zum Bundesliga-Torhüter

Der entscheidende Karriereschritt folgte 2021 mit dem Wechsel zum FC St. Pauli. Am Millerntor fand Vasilj die Stabilität, die ihm zuvor gefehlt hatte. Er etablierte sich als Stammtorhüter und wurde über mehrere Jahre zu einem der prägenden Spieler der Mannschaft.

Zunächst war er in der 2. Bundesliga gefragt, später auch in der Aufstiegssaison 2023/24. Vasilj hatte großen Anteil daran, dass St. Pauli den Sprung in die Bundesliga schaffte. In der ersten Bundesliga-Saison des Klubs nach dem Aufstieg zeigte er phasenweise starke Leistungen und gehörte vor allem auf der Linie zu den auffälligen Torhütern der Liga.

Sein Profil ist klar: Mit 1,93 Meter bringt Vasilj die Größe eines modernen Torhüters mit. Er ist stark auf der Linie, verfügt über gute Reichweite und kann seiner Mannschaft in Druckphasen mit Paraden im Spiel halten. Gleichzeitig waren seine Leistungen über längere Zeiträume nicht immer völlig konstant. Gerade im Bundesliga-Abstiegskampf gab es neben starken Spielen auch einzelne Fehler, die sichtbar wurden.

Trotzdem bleibt seine Zeit bei St. Pauli eine Erfolgsgeschichte. Vasilj kam auf weit über 150 Pflichtspiele für den Klub, war Teil des Aufstiegs 2024 und sammelte wertvolle Bundesliga-Erfahrung. Nach dem Abstieg endet nun dieses Kapitel — ausgerechnet vor dem größten Turnier seiner Karriere.

 

Nationalmannschaft

Entscheidung für Bosnien und Herzegowina

Nikola Vasilj entschied sich für Bosnien und Herzegowina, hätte aufgrund seiner familiären Geschichte aber theoretisch auch für Kroatien infrage kommen können. Sein Vater Vladimir spielte für Kroatien, Nikola selbst durchlief jedoch den bosnischen Nachwuchsbereich.

Sein Debüt für die bosnische A-Nationalmannschaft gab Vasilj am 27. März 2021 gegen Costa Rica. Seitdem entwickelte er sich Schritt für Schritt zu einem ernsthaften Kandidaten für die Rolle der Nummer eins. Inzwischen kommt der 1,93 Meter große Torhüter auf mehr als 20 Länderspiele.

Vom Kandidaten zur WM-Nummer

Unter Nationaltrainer Sergej Barbarez gehört Vasilj zum festen Kern der bosnischen Mannschaft. Bosnien und Herzegowina verbindet im WM-Kader erfahrene Spieler wie Edin Džeko mit jüngeren Kräften und neuen Gesichtern. Vasilj ist dabei einer der Spieler, die Stabilität und Turniererfahrung einbringen sollen.

Für Bosnien ist die WM 2026 die erste Weltmeisterschaft seit 2014. Damals stand noch eine andere Generation im Mittelpunkt. Nun geht es für das Team darum, sich in einer schwierigen Gruppe zu behaupten: Bosnien trifft in Gruppe B auf Kanada, Katar und die Schweiz.

Für Vasilj persönlich ist dieses Turnier eine große Gelegenheit. Er reist als erfahrener Nationaltorhüter an, gleichzeitig aber auch als Spieler an einem Wendepunkt seiner Vereinskarriere. Nach dem Ende bei St. Pauli kann die WM seine nächste Tür öffnen — vorausgesetzt, er bestätigt auf der größten Bühne die Qualitäten, die ihn am Millerntor über Jahre stark gemacht haben: Größe, Reichweite, Linienqualität und mentale Widerstandsfähigkeit.


Kommentare (0)

Keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

© 1999-2026 torwart.de - Impressum

TIP A FRIEND SITEMAP TORWART.DE _Sitemap _oben

Um unsere Website laufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos