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Tunesien

Mouhib Chamakh

NationalitätTunesienTunesien
Geburtsdatum25.08.2001 (24)
VereinClub Africain (Tunesische Ligue 1)
Größe190 cm
Gewicht86 kg
Länderspiele1
Ausrüsteradidas ›

Werdegang

Der überraschende WM-Starter

Mouhib Chamakh, mit vollständigem Namen Abdelmouhib Chamakh, gehört zu den jüngeren Torhütern im tunesischen WM-Kader. Geboren wurde er am 25. August 2001 in Tunesien. Mehrere Profile führen Medenine als Geburtsort. Mit rund 1,90 Meter bringt Chamakh gute körperliche Voraussetzungen für die Torhüterposition mit.

Bei der Weltmeisterschaft 2026 rückte er überraschend in den Mittelpunkt. Im Auftaktspiel gegen Schweden setzte Nationaltrainer Sabri Lamouchi nicht auf den WM-erfahrenen Aymen Dahmen, sondern auf Chamakh. Für den 24-Jährigen war das der bislang größte Moment seiner Karriere — allerdings auch ein sehr schwieriger.

Tunesien verlor gegen Schweden deutlich mit 1:5. Chamakh stand damit sofort unter großer Beobachtung. Der Abend zeigte, wie schnell ein junger Torhüter auf der WM-Bühne in den Fokus geraten kann: durch Vertrauen des Trainers, aber auch durch Fehler und Drucksituationen.

Über ES Métlaoui zu Club Africain

Chamakh spielte vor seinem Wechsel zu Club Africain für ES Métlaoui. Dort sammelte er Spielpraxis in der tunesischen Liga und empfahl sich für einen größeren Klub. Im Sommer 2025 wechselte er zu Club Africain, einem der bekanntesten und traditionsreichsten Vereine Tunesiens.

Der Schritt zu Club Africain war für Chamakh sportlich wichtig. Der Klub steht für hohe Erwartungen, große Anhängerschaft und ein anspruchsvolles Umfeld. Für einen jungen Torhüter ist das eine Herausforderung, aber auch eine Chance: Wer sich dort behauptet, lernt früh, mit Druck umzugehen.

Bei Club Africain ist Chamakh langfristig eingeplant. Sein Vertrag läuft bis 2029. Damit steht er für einen Torhüter, der im tunesischen Fußball noch Entwicklungspotenzial besitzt und auf nationaler Ebene den nächsten Schritt machen soll.

Torwartprofil

Chamakh ist ein großgewachsener Torhüter mit ordentlicher Reichweite. Seine Stärken liegen grundsätzlich in der klassischen Torverteidigung: Präsenz im Strafraum, Reaktionsfähigkeit und Körperlichkeit. Gleichzeitig ist er noch ein Keeper in der Entwicklung. Gerade auf internationalem Niveau fehlt ihm im Vergleich zu erfahreneren Torhütern noch Routine.

Das zeigte sich auch gegen Schweden. Chamakh bekam das Vertrauen, konnte dem Spiel aber nicht die nötige Stabilität geben. Bei mehreren schwedischen Angriffen stand die gesamte tunesische Defensive unter Druck, doch auch der Torhüter war Teil eines insgesamt fehlerhaften Auftritts.

Für seine Entwicklung kann ein solcher Abend trotzdem wichtig sein. Chamakh hat erlebt, wie hart die WM-Bühne sein kann. Entscheidend wird sein, wie er auf diesen Rückschlag reagiert.

Nationalmannschaft

Ein neuer Name im tunesischen Torhüterkreis

Mouhib Chamakh gehört zur neuen Generation tunesischer Torhüter. Während Aymen Dahmen bei der WM 2022 bereits Turniererfahrung sammelte und Sabri Ben Hassen mehr Routine aus dem tunesischen Klubfußball mitbringt, steht Chamakh eher für Perspektive und Entwicklung.

Seine Berufung in den Kreis der Nationalmannschaft zeigt, dass Tunesien auf der Torhüterposition breiter aufgestellt sein möchte. Chamakh ist noch kein langjährig etablierter Nationalkeeper, sondern ein Spieler, der sich über seine Leistungen im heimischen Klubfußball empfohlen hat. Der Wechsel zu Club Africain war dabei ein wichtiger Schritt, weil er dort in einem größeren Umfeld und unter höherem Druck spielt.

Zwischen Talent und Verantwortung

Für Tunesien ist Chamakh vor allem deshalb interessant, weil er körperliche Präsenz, Reichweite und Entwicklungspotenzial mitbringt. Als junger Torhüter kann er langfristig eine Rolle spielen, muss dafür aber auf internationalem Niveau noch Konstanz und Erfahrung sammeln.

Die Konkurrenz im tunesischen Tor ist entsprechend wichtig. Dahmen bringt WM-Erfahrung mit, Ben Hassen steht für nationale Routine, Chamakh für die Zukunft. Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich seine Rolle: Er ist nicht nur Ergänzung, aber auch noch nicht der unumstrittene Rückhalt der Mannschaft.

WM 2026 — frühe Bewährungsprobe

Bei der Weltmeisterschaft 2026 erhielt Chamakh im Auftaktspiel gegen Schweden überraschend das Vertrauen. Diese Entscheidung war ein klares Zeichen dafür, dass Nationaltrainer Sabri Lamouchi bereit ist, auf neue Namen zu setzen. Für Chamakh bedeutete der Einsatz den bislang größten Moment seiner Nationalmannschaftskarriere.

Der Abend verlief mit dem deutlichen 1:5 schwierig, sollte aber nicht nur als Fehlergeschichte gelesen werden. Für einen jungen Torhüter war es eine frühe Bewährungsprobe auf höchstem Niveau. Solche Spiele können brutal sein, aber sie zeigen auch, woran ein Keeper wachsen muss: Entscheidungsfindung, Ruhe unter Druck und Stabilität nach Rückschlägen.

Chamakh bleibt damit ein Torhüter im Übergang: noch nicht fertig, aber mit einer klaren Perspektive. Seine WM-Nominierung und der Start gegen Schweden machen ihn zu einem sichtbaren Teil des tunesischen Umbruchs auf der Torwartposition.


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