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Portugal

Diogo Costa

NationalitätPortugalPortugal
Geburtsdatum19.09.1999 (26)
VereinFC Porto (Liga Portugal)
Größe186 cm
Gewicht81 kg
Länderspiele42
Vereinshistorie
Herren: FC Porto (2019-), FC Porto B (2021-2021), FC Porto B (2016-2019)
Nationalmannschaft: Portugal (2021-), Portugal U20 (2017-2021), Portugal U21 (2017-2021), Portugal U19 (2016-2019), Portugal U17 (2015-2016)
Marktwert41.300.000 €
Ausrüsteradidas ›

Werdegang

Der moderne Porto-Torhüter

Diogo Costa gehört zu den spannendsten Torhütern Europas und geht bei Portugal als klare Nummer eins in die Weltmeisterschaft 2026. Der vollständige Name des Keepers lautet Diogo Meireles da Costa. Geboren wurde er am 19. September 1999 in Rothrist in der Schweiz, wuchs aber in Portugal auf. Schon als Kind kam er nach Santo Tirso, ehe er früh den Weg in die Nachwuchsarbeit des FC Porto fand.

Costa ist damit ein klassisches Produkt der Porto-Schule. 2011 wechselte er in den Nachwuchs des Klubs und durchlief dort die wichtigsten Ausbildungsstufen. Schon in jungen Jahren galt er als eines der größten portugiesischen Torwarttalente. 2016 gewann er mit Portugals U17 die Europameisterschaft und machte erstmals auch international stärker auf sich aufmerksam.

FC Porto — vom Talent zur Nummer eins

Beim FC Porto arbeitete sich Costa Schritt für Schritt nach oben. Zunächst sammelte er Spielpraxis bei Porto B, ehe er in den Profikader aufrückte. Der endgültige Durchbruch gelang ihm in der Saison 2021/22, als er zur Nummer eins des Klubs wurde.

Seitdem ist Costa einer der wichtigsten Spieler Portos. Er gewann mit dem Klub mehrere nationale Titel, darunter die portugiesische Meisterschaft, den Pokal und den Supercup. Besonders bemerkenswert ist, dass er sich nicht nur über klassische Torwartqualitäten durchsetzte, sondern über ein Profil, das perfekt zum modernen Spitzenfußball passt: ruhig am Ball, mutig im Aufbau, stark in der Spieleröffnung und zugleich reaktionsschnell auf der Linie.

Sein Stellenwert bei Porto zeigt sich auch an seiner Vertragssituation. Costa verlängerte seinen Vertrag langfristig bis 2030. In portugiesischen und internationalen Medien wurde dabei auch eine hohe Ausstiegsklausel genannt. Porto sieht in ihm nicht nur einen Stammtorhüter, sondern einen der wertvollsten Spieler des Klubs.

Torwartprofil: Aufbaukeeper mit Weltklasse-Anspruch

Costa ist ein Torhüter, der stark vom modernen Spiel geprägt ist. Mit rund 1,86 bis 1,88 Meter ist er nicht der größte Keeper im internationalen Vergleich, bringt aber ein sehr komplettes Profil mit. Seine größte Stärke liegt in der Verbindung aus Ruhe, Technik und Entscheidungsqualität.

Im Spielaufbau ist Costa außergewöhnlich sicher. Er kann unter Druck flach eröffnen, erkennt Passwinkel und bleibt auch dann ruhig, wenn gegnerische Mannschaften hoch anlaufen. Für Portugal ist das besonders wichtig, weil die Mannschaft viele spielstarke Akteure besitzt und den Torhüter aktiv in die erste Aufbauphase einbinden kann.

Gleichzeitig ist Costa kein reiner Fußballtorhüter. Auf der Linie verfügt er über starke Reflexe, gutes Timing und eine hohe Explosivität. Besonders im Eins-gegen-eins bleibt er lange stabil. Dazu kommt eine weitere Qualität, die ihn international bekannt gemacht hat: Costa ist ein starker Elfmetertorhüter. Seine Ruhe, sein Timing und seine Analysefähigkeit machen ihn in Strafstoßsituationen besonders gefährlich.

Der Elfmeterspezialist

International bekannt wurde Costa auch durch seine Leistungen bei Elfmetern. Bei der EURO 2024 schrieb er im Achtelfinale gegen Slowenien Geschichte. Nach einem 0:0 über 120 Minuten hielt er im Elfmeterschießen alle drei slowenischen Strafstöße. Portugal gewann das Elfmeterschießen mit 3:0. Costa wurde damit zum großen Helden des Abends.

Dieser Auftritt passte zu seinem Profil. Schon zuvor galt er als Torhüter mit besonderer Qualität bei Strafstößen. Bei großen Turnieren kann genau diese Stärke entscheidend werden. Für Portugal ist Costa deshalb nicht nur ein sicherer Rückhalt im laufenden Spiel, sondern auch ein möglicher Schlüsselspieler für K.o.-Duelle.

Nationalmannschaft

om Nachwuchstalent zur portugiesischen Nummer eins

Diogo Costa durchlief mehrere portugiesische Nachwuchsnationalmannschaften. Besonders wichtig war der Erfolg mit der U17-Europameisterschaft 2016, als Portugal den Titel gewann. Costa gehörte zu dieser Generation, die später auch im A-Nationalteam eine Rolle spielen sollte.

Sein Debüt für die portugiesische A-Nationalmannschaft gab Costa im Jahr 2021. Danach entwickelte er sich schnell zur neuen Nummer eins. Bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar stand er bereits als Stammtorhüter im Tor Portugals. Das Turnier endete für Portugal im Viertelfinale gegen Marokko, doch Costa blieb Teil des langfristigen Plans.

EURO 2024 — der Abend gegen Slowenien

Bei der EURO 2024 war Costa erneut Portugals Nummer eins. Sein prägender Moment kam im Achtelfinale gegen Slowenien. In der Verlängerung hielt er Portugal zunächst mit einer wichtigen Parade im Spiel. Im anschließenden Elfmeterschießen parierte er alle drei slowenischen Versuche und führte Portugal damit ins Viertelfinale.

Dieser Abend veränderte seine Wahrnehmung noch einmal deutlich. Costa war nicht mehr nur der moderne Porto-Torhüter und portugiesische Stammkeeper, sondern ein Torhüter, der auf der großen Turnierbühne ein Spiel nahezu allein entscheiden kann. Für einen Keeper seines Alters war das ein enormer Schritt.

WM 2026 — Rückhalt einer Titelmannschaft

Bei der Weltmeisterschaft 2026 gehört Costa erneut zum portugiesischen Kader. Portugal reist mit einer sehr erfahrenen und zugleich hochklassig besetzten Mannschaft an. Cristiano Ronaldo steht vor seiner sechsten WM, dazu kommen Spieler wie Bruno Fernandes, Bernardo Silva, Rúben Dias, Vitinha, Nuno Mendes und weitere Akteure aus europäischen Topklubs.

In diesem Ensemble ist Costa der klare Rückhalt im Tor. Portugal verfügt über viele spielerische Lösungen, braucht aber gleichzeitig einen Torhüter, der in engen Spielen Sicherheit gibt. Costa bringt genau das mit: Ruhe im Aufbau, starke Reflexe, internationale Erfahrung und die Fähigkeit, in Elfmeterschießen zum entscheidenden Faktor zu werden.

Für Diogo Costa ist die WM 2026 deshalb die nächste große Bewährungsprobe. Er ist längst kein Talent mehr, sondern einer der besten Torhüter Europas. Wenn Portugal um den Titel mitspielen will, wird sein Beitrag entscheidend sein — nicht nur mit Paraden, sondern auch als erster Aufbauspieler einer Mannschaft mit großen Ambitionen.


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