| Home > WM 2026 > Spielplan - Analysen > Gruppenphase > Gruppe H > Spanien – Saudi-Arabien 4:0
Spanien – Saudi-Arabien 4:0
Im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta (68.239 Zuschauer, ausverkauft) hat Europameister Spanien mit einem souveränen 4:0 gegen Saudi-Arabien die Reaktion auf den Fehlstart gegen Kap Verde geliefert – und dabei eine klare Machtdemonstration abgeliefert. Für Trainer Luis de la Fuente, der an seinem 65. Geburtstag an der Seitenlinie stand, war es ein Fest.
De la Fuente rotierte punktuell: Lamine Yamal feierte sein WM-Startelf-Debüt, dazu rückten Pedro Porro, Dani Olmo und Álex Baena in die Anfangsformation. Spanien agierte im bewährten 4-1-2-3 mit Rodri als alleinigem Sechser, Pedri und Olmo als Achter sowie dem Dreiersturm Yamal – Oyarzabal – Baena. Saudi-Arabien versuchte es defensiv im 5-4-1, war dem spanischen Kombinationsspiel aber von der ersten Minute an strukturell hoffnungslos unterlegen.
Yamal ließ keine Zeit verstreichen: Nach Vorlage von Oyarzabal drückte der 18-Jährige den Ball in der 11. Minute über die Linie – der früheste Beleg, warum ganz Spanien auf seinen Einsatz gehofft hatte. Den Doppelpack von Oyarzabal binnen drei Minuten registrierte der Gegner, ohne Antwort finden zu können: Zunächst vollendete der Real-Sociedad-Stürmer eine Kombination über Laporte per Linksschuss (21.), drei Minuten später legte Dani Olmo auf und Oyarzabal traf erneut links unten (24.). Die Partie war entschieden, bevor ein Drittel gespielt war. Spaniens einziger Makel: Fünf oder sechs Tore zur Pause wären möglich gewesen.
De la Fuente schonte Yamal und Oyarzabal zur Halbzeit – ein folgerichtiger Schritt angesichts des vollen Turnierkalenders. Die Torgefahr ließ nach den Wechseln nicht nach: Cucurella erzwang per Direktabnahme ein Eigentor von Al-Tambakti (49.). Porro scheiterte noch am aufmerksamen Keeper Al Owais (53.), Joker Ferran Torres zielte in der 65. Minute vorbei. Spanien schaltete in den Verwaltungsmodus und überließ den Saudis zeitweise den Ball – ganz ohne Risiko. Den einzigen Abschluss Saudi-Arabiens parierte Unai Simón gegen Al-Hamdan sicher (81.). Ein Torres-Treffer in der Nachspielzeit wurde nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt (90.+2).
Unai Simón hatte bei einem xGOT von 0,10 einen nahezu beschäftigungsfreien Abend: eine Parade, ein Sweeper-Einsatz, eine Flankenübernahme – und eine überragende Spieleröffnung mit 27 von 28 angekommenen Pässen (96 %) sowie sieben präzisen Abwürfen. Mohammed Al Owais war trotz der vier Gegentore einer der wenigen Saudis, der mit Würde aus der Partie herausging: Fünf Hechtparaden verhinderten angesichts eines xGOT von 3,84 ein deutlich schlimmeres Ergebnis. Beim Spielaufbau zeigte er jedoch klare Schwächen – die Passquote lag bei 59 %, bei Longbällen sogar bei nur 32 % (6/19).
Spanien trifft in der Nacht auf Samstag auf Uruguay und kann mit einem weiteren Sieg das Achtelfinale frühzeitig buchen. Saudi-Arabien kämpft zeitgleich im Duell mit Kap Verde um den Einzug in die K.-o.-Runde.

| Torwartvergleich | Simón | Al Owais |
| Gegentore | 0 | 4 |
| Torschüsse gesamt | 3 | 22 |
| Schüsse aufs Tor | 1 | 8 |
| Geblockte Torschüsse | 1 | 2 |
| Schüsse außerhalb Strafraum | 3 | 9 |
| Schüsse innerhalb Strafraum | 0 | 13 |
| xG | 0,14 | 2,85 |
| xG auf das Tor | 0,1 | 3,84 |
| Gegentore - xGOT | 0,1 | 0,84 |
| Torwartparaden | 1 | 5 |
| Schüsse gehalten % | 100 | 62 |
| Paraden durch Hechten | 1 | 5 |
| Sweeper-Aktionen | 1 | 0 |
| Lange Pässe | 3 | 19 |
| Kurze Pässe | 25 | 13 |
| Flanken abgefangen | 1 | 0 |
| Ballkontakte | 38 | 43 |
| Pässe/davon angekommen | 28/27 | 32/19 |
| Abwürfe | 7 | 3 |
| Gefaustete Bälle | 0 | 0 |
| Fehler vor Gegentor | 0 | 0 |
Aufstellung Spanien:
Unai Simón - Pedro Porro, Pau Cubarsí, Aymeric Laporte, Marc Cucurella - Rodri - Dani Olmo, Pedri, Lamine Yamal, Mikel Oyarzabal, Álex Baena
Trainer: Luis de la Fuente
Einwechslungen:
- 46. ↑ Yéremi Pino / ↓ Lamine Yamal
- 46. ↑ Ferran Torres / ↓ Mikel Oyarzabal
- 61. ↑ Mikel Merino / ↓ Dani Olmo
- 61. ↑ Nico Williams / ↓ Álex Baena
- 70. ↑ Fabián Ruiz / ↓ Pedri
Aufstellung Saudi-Arabien:
Mohammed Al Owais - Abdulelah Al Amri, Ali Lajami, Hassan Al Tambakti - Saud Abdulhamid, Moteb Al-Harbi, Musab Al-Juwayr, Abdullah Alkhaibari, Nasser Al-Dawsari, Salem Al-Dawsari - Firas Al-Buraikan
Trainer: Georgios Donis
Einwechslungen:
- 46. ↑ Abdullah Al-Hamdan / ↓ Musab Al-Juwayr
- 46. ↑ Mohamed Kanno / ↓ Abdullah Alkhaibari
- 60. ↑ Alaa Hajji / ↓ Abdulelah Al Amri
- 60. ↑ Mohammed Abu Al Shamat / ↓ Firas Al-Buraikan
- 90. ↑ Khalid Al Ghannam / ↓ Nasser Al-Dawsari
Tore:
- 10. 1:0
Lamine Yamal (Rechtsschuss, Mikel Oyarzabal)
- 21. 2:0
Mikel Oyarzabal (Linksschuss, Aymeric Laporte)
- 24. 3:0
Mikel Oyarzabal (Linksschuss, Dani Olmo)
- 49. 4:0
Hassan Al Tambakti (Eigentor)
Schiedsrichter: Raphael Claus (Brasilien)
Offizielle Zuschauerzahl: 68239 (ausverkauft)
Stadion:
Atlanta Stadium (Atlanta, Georgia)
|
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!