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Home > Archiv > EM 2016 > EM-Kompakt > 09.06.2016 - Manuel Neuer Pressekonferenz und Interview

"Wir freuen uns darauf, dass es endlich losgeht." (Foto: firo)

In der Pressekonferenz vom 09.06.2016 spricht Manuel Neuer über seine EM-Stimmung, die mögliche Abwehrformation gegen die Ukraine und seine Nationalmannschafts-Spielerkollegen.

Manuel Neuer über die EM-Stimmung, die momentan im Umfeld der Spieler vorherrscht: "Wir freuen uns darauf, dass es losgeht. Die Trainingseinheiten und die Vorbereitung brauchen wir natürlich, aber das Schöne ist, wenn die Spiele losgehen. Wir werden alle vorm Fernseher sitzen und die Auftaktpartie anschauen. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, wir können es kaum erwarten aufs Feld zu kommen."

Manuel Neuer über die Frage, wer die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen wird: "Der Bundestrainer hat noch nicht vor der Mannschaft gesprochen und auch nicht mit mir persönlich. Aber es spielt jetzt keine große Rolle im Team, wer die Binde tragen wird, wenn Bastian Schweinsteiger nicht von Anfang an dabei sein wird."

Manuel Neuer über seine ehemaligen Mannschaftskollegen auf Schalke Benedikt Höwedes und Julian Draxler: "Ich sehe beide sehr positiv. Bene kann auf mehreren Positionen spielen, auch in der Viererkette. Es bietet sich nach dem Ausfall von Antonio Rüdiger an, wenn man flexible Abwehrspieler hat und Bene ist das. Julian macht einen guten Eindruck und präsentiert sich im Training sehr gut. Wir haben aber auch andere Alternativen und sind in der Offensive gut aufgestellt."

Manuel Neuer arbeitet mit Torwarttrainer Andreas Köpke zusammen (Foto: firo)

Manuel Neuer über Jonas Hector "Jonas hat in der Qualifikation fast alle Spiele bestritten und dabei sehr gute Partien gemacht. Er ist ein fester Bestandteil des Teams und ist schon total angekommen. Er sollte genau das spielen, was es vorher schon gespielt hat. Wir wissen um seine Stärke auf der linken Seite."

Manuel Neuer über die Abstimmung mit seinen Vorderleuten bei Standards: "Das ist kein Problem, weil wir die Trainingseinheiten nutzen können und auch schon genutzt haben, um diese Standards einzustudieren. Man trainiert das ja nicht nur mit elf Mann, alle müssen Bescheid wissen. Jeder muss in so einer Situation Verantwortung übernehmen. Die Automatismen müssen dann greifen."

Manuel Neuer über die Frage, ob bei der EM mit Dreier- oder Viererkette gespielt wird: "Das ist natürlich auch immer abhängig vom Gegner. Wir können beides spielen, es kann auch immer passieren, dass man im Spiel umstellt."

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Manuel Neuer im Trainingslager mit dem DFB-Team (Foto: firo)

Im Interview mit DFB.de spricht Manuel Neuer über die gemeinsame Arbeit im Team der Torhüter, die Stabilität in der Defensive, seine Beobachtungen beim Champions-League-Finale 2016 und das Auftaktspiel am Sonntag in Lille gegen die Ukraine.

Manuel Neuer über die Stabilität in der Defensive nach dem Ausfall von Antonio Rüdiger: "Dafür muss man sich nur angucken, welche Spieler wir im Kader haben. Und mit Jonathan Tah kommt noch ein weiterer Innenverteidiger zu uns, der schon gezeigt hat, dass er auf hohem Niveau bestehen kann. Ich weiß nicht, wie der Bundestrainer plant, ich kenne auch nicht den genauen Stand bei Mats Hummels. Aber sicher ist: Wir haben genug Qualität und Erfahrung im Kader - um die Stabilität muss sich niemand sorgen. Bis zum ersten Spiel haben wir ja auch noch ein paar Trainingseinheiten. Wir haben also noch Zeit, uns auf die veränderte Situation einzustellen. Vor allem anderen ist das total bitter und traurig für Toni. Mir tut es sehr leid für ihn. Ich hoffe, dass er diesen Rückschlag schnell verdaut, und wünsche ihm, dass er nach der Verletzung noch stärker zurückkommt."

Manuel Neuer über die Aussage von Mesut Özil, dass die Zeit bis zum EM-Beginn immer langsamer vergeht: "Diesen Gedanken kann ich nachvollziehen, ja. Wobei es auch darauf ankommt, wie die persönliche Situation ist. Bei mir war es vor der WM in Brasilien beispielsweise so, dass ich die Probleme mit meiner Schulter hatte. Für mich waren jeder Tag und jede Behandlung bei den Physiotherapeuten und Ärzten wertvoll. Da ist die Zeit im Grunde gerast. Aber ansonsten kann es schon vorkommen, dass die Zeit manchmal schleicht und die Tage einfach nicht vorübergehen wollen. Wir haben zwar oft Training, aber wir können ja nicht den ganzen Tag trainieren."

Manuel Neuer über die Geschwindigkeit der Zeit nach Turnierbeginn und die Phase zwischen den Spielen: "Aus der Vergangenheit kann ich sagen, dass nach dem ersten Spiel ziemlich viel Tempo drin ist. Wir fliegen zurück, am Tag danach stehen ein Regenerationstraining und die Spielverarbeitung an. Man spricht mit den Teamkollegen, mit den Trainern, mit der gesamten Mannschaft. Und dann ist der Blick schon wieder auf die nächste Partie gerichtet. Während des Turniers ist man ja auch viel damit beschäftigt, Fußball zu gucken. Wir schauen uns die Partien der anderen Teams an, schauen nach den Gruppengegnern und den anderen Favoriten. Eigentlich besteht die Schwierigkeit eher darin, mal abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen. Denn vier Wochen durchgehend kann der Fokus nicht bei 100 Prozent sein. Aber da haben wir hier zum Glück mehrere Möglichkeiten."

Manuel Neuer über seine Methoden um den Kopf während der EM vom Fussball frei zu bekommen: "Ich mache verschiedene Dinge. Ich unterhalte mich gerne mit meinen Mitspielern, aber eben nicht nur. Ich suche das Gespräch auch mit den Mitgliedern des Betreuerstabes, sogar mit denen aus der Medienabteilung. (lacht) Schon das ist Ablenkung, vor allem, weil es dabei nicht immer um Fußball geht."

Manuel Neuer über die Situation schon von Beginn an, bei der EM-Vorbereitung dabei zu sein: "Ein Nachteil ist das nicht. Wobei wir natürlich auch in diesem Jahr gerne mit den Bayern das Finale der Champions League gespielt hätten. Mittlerweile sehe ich aber die Vorteile. Es ist gut, dass fast der gesamte Kader von Beginn an dabei war. Man kann beobachten und sehen, wie sich die einzelnen Spieler verhalten. Und man könnte eingreifen, wenn Dinge falsch laufen. Wobei das bisher nicht erforderlich war und ich auch nicht glaube, dass es noch erforderlich werden wird. Dennoch ist es gut, wenn die Führungsspieler vom ersten Tag an ihre Erfahrung und Meinung einbringen können."

"Wir profitieren von den Qualitäten des jeweils anderen." (Foto: firo)

Manuel Neuer über den Verzicht auf das Länderspiels gegen die Slowakei: "Für Bernd Leno und Marc-André ter Stegen ist es wichtig, dass beide ihre Einsätze erhalten haben. Nur so können sie ein Gefühl für unsere Mannschaft bekommen. Und das kann im Fall der Fälle entscheidend sein. Ich bin nicht unverwundbar, umso besser ist es, dass die beiden nun ein wenig mehr Spielpraxis mit dem Team haben."

Manuel Neuer über die Arbeit im Team der Torhüter um Andreas Köpke "Ich habe sowohl mit Bernd als auch mit Marc schon gemeinsam trainiert, aber noch nicht in dieser Konstellation zu dritt. Mir macht es bislang großen Spaß. Wir Torhüter sind ja ein eigenes Team im Team. Wichtig ist, dass wir ein vertrauensvolles, harmonisches Verhältnis haben. Und Respekt voreinander. Und das ist alles gegeben. So profitieren wir von den Qualitäten des jeweils anderen. Wir sind auch nicht so eitel, dass wir die Tipps und Hilfen der anderen nicht annehmen würden. Es gibt immer Kleinigkeiten, die man übernehmen kann."

Manuel Neuer über seine Torhüter-Beobachtungen in jungen Jahren: "Das war schon immer so. Ich weiß noch, dass ich früher immer die Sendung Eurogoals geschaut habe. Alle haben auf die Tore geachtet und auf die Torschützen. Nur ich nicht. Ich habe immer zuerst darauf geschaut, was der Torhüter gemacht hat und mir überlegt, ob und wie das Tor hätte verhindert werden können."

Manuel Neuer hat beim Elfmeterschießen im Champions-League Finale zwischen Real Madrid und Atletico die Ecke der Schützen richtig vorhergesagt. Wie geht das? "Das sind Hausaufgaben, das gehört dazu. Auf hohem Niveau wissen wir Torhüter, in welche Ecken die Schützen bevorzugt schießen. Deswegen kann ich mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit vorhersagen, wohin der Torhüter sich bewegen wird. Wobei mit dem Wissen der Torhüter auch nur bedingt etwas gewonnen ist. Schließlich wissen die Schützen auch, dass wir wissen, wohin sie bevorzugt schießen. Wenn es nur danach geht, müssten sie also nur die andere Ecke wählen. Wobei sie auch wissen, dass wir auch diesen Gedankengang kennen. Insgesamt ist das alles viel Theorie, wobei es schon so ist, dass einige Spieler gerade unter Stress dann doch wieder die bevorzugte Ecke wählen. Als Torhüter sollte man sich aber nie auf Statistiken verlassen, sondern auf die Intuition. Wenn ich durch meine Hausaufgaben weiß, dass der Schützen neun von zehn Elfmetern nach links schießt, gehe ich beim elften Mal dennoch nach rechts, wenn mein Bauch mir das vorher so sagt."

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