David Ospina hat trotz kompletter Streckung keine Chance den Ball zu parieren (Foto: firo)
David Ospina/ Arsenal: Im ersten Durchgang war der Champions-League-Keeper der Gunners so gut wie nicht gefordert. Arsenal stand defensiv sehr kompakt und sorgte in der Offensive immer wieder für gefährliche Nadelstiche. Doch die zweite Halbzeit sollte vor allem für David Ospina erneut eine bittere Wendung nehmen: Koscielny zog kurz nach Wiederanpfiff im Strafraum ein Foul gegen den abseitsverdächtig positionierten Lewandowski. Schiedsrichter Anastasios Sidiropoulos zeigte auf den Punkt. Der polnische Nationalstürmer trat schließlich selbst an und versenkte die Kugel zum 1:1 im Tor. Ospina spekulierte auf die falsche Ecke. Nach dem ersten Gegentor brach Arsenal in der Folgezeit still und heimlich in sich zusammen. So dauerte es nicht lange, bis die Gäste in Führung gingen: Nach Doppelpass mit Lewandowski tauchte Robben frei vor Ospina auf und vollendete zum 2:1. Ospina war beim zweiten Treffer der Münchner chancenlos.
Nun fielen die Nord-Londoner auch im Rückspiel gegen den deutschen Rekordmeister komplett auseinander: Zuerst vollendete Douglas Costa einen Bilderbuchkonter zum 3:1 und ließ Ospina den Ball zum dritten Mal aus dem eigenen Netz holen. Dann bestrafte Vidal einen Mustafi-Fehlpass und stellte auf 4:1, ehe Vidal nochmals per Alleingang auf 5:1 stellte. David Ospina konnte einem nach dem Schlusspfiff sicherlich Leid tun, denn vor allem in der zweiten Halbzeit wurde er von seinen Vorderleuten mehrfach im Stich gelassen und war bei allen fünf Gegentreffern absolut chancenlos. Auszeichnen konnte sich Ospina im Rückspiel nur selten und konnte daher nicht an seine starke Leistung im Hinspiel anknüpfen.
Unhaltbar? Manuel Neuer beim Führungstreffer der Gunners (Foto: firo)
Manuel Neuer/ Bayern: Der deutsche Nationalkeeper hätte gegen Arsenal ganze fünf Gegentore kassieren müssen, um das Viertelfinale der Königsklasse nicht zu erreichen. Dies galt schon vor Anpfiff der Partie als sehr unwahrscheinlich. Doch der Druck auf die Bayern war von Beginn an groß, was Walcott wenig später mit einem feinen Solo zur Führung nutzte. Der 27-jährige Flügelflitzer dribbelte mit Tempo in den Strafraum und hämmerte die Kugel aus der Nahdistanz mit 119 km/h über Manuel Neuer in das Tor. Manuel Neuer sah bei diesem Gegentor sicherlich nicht optimal aus, da er es nicht mehr rechtzeitig schaffte, seine Hände in die Höhe zu reißen. Zudem wählte er anstatt der Abwehr mit einer flachen Hand die Fäuste. So hätte er mehr Grundfläche dem wuchtigen Schuss entgegen bringen können. Ein Keeper mit dem Niveau eines mehrmaligen Welttorhüters, hätte diesen Ball sicherlich abwehren können.
Im interaktiven torwart.de-Forum können Sie an der interessanten Diskussion zum womöglichen Fehler von Manuel Neuer teilnehmen. Dort gibt es eine ausführliche Fehleranalyse und den Vergleich mit einer Aktion, die sich bei dem WM 2014 im Spiel Frankreich gegen Deutschland ereignete.
Nur wenige Minuten später wäre den Engländern beinahe sogar eine Kopie des Führungstreffers gelungen: Mustafi steckte für Walcott durch, doch dieses Mal setzte der Flügelflitzer das Spielgerät ans Außennetz und Manuel Neuer musste nicht mehr eingreifen. Im weiteren Verlauf der Partie übernahmen dann die Bayern die volle Spielkontrolle. Am Ende lieferte Manuel Neuer eine souveräne Partie ab, und ließ sich von seinem kleinen Patzer beim Gegentreffer sichtlich nicht aus der Ruhe bringen. Eine Eigenschaft, die den Weltmeister von 2014 schon mehrmals auszeichnete.