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Home > Archiv > 1.2 WM 2014 - Deutschlands 4. Stern > Schliecks-WM-Kolumne > Kolumne II - Nach dem Achtelfinale

Thomas Schlieck schaut sich für torwart.de die WM aus einem besonderen Blickwinkel an...

Neuer klärt außerhalb des 16ers (firo)

"Neuer hat keine Angst vor Fehlern"

Schwerer als erwartet tat sich die deutsche Elf im Achtelfinale gegen Algerien. Dabei zählte Manuel Neuer sicherlich zu den auffälligsten Akteuren. Das zeigt auch eine bemerkenswerte Statistik: Neuer hatte 19 Ballkontakte mit dem Fuß außerhalb des 16ers. Dies ist für einen Torwart ein extrem hoher Wert. Darunter waren mehrere extrem schwierige Aktionen, die durch Steilpässe der Algerier zustande kamen. Manuel hat hier alle Entscheidungen richtig getroffen. Klar ist aber auch, dass er ein extrem hohes Risiko gegangen ist. Wenn ein Stürmer mal einen Tick eher am Ball gewesen wäre, hätte dies eine Notbremse mit roter Karte zur Folge gehabt. Aber das ist sein Spiel und er macht das im Moment auch exzellent. Dadurch, dass er immer so offensiv spielt, hat er schon eine gewisse Erfahrung und kann gut einschätzen, welche Bälle erreichbar sind und welche nicht.

Der nasse Rasen war sicherlich auch von Vorteil für Manuel und kam seiner Spielweise entgegen. Durch den Kontakt mit dem Boden sind die Bälle schneller geworden. Darauf hat sich Manuel sehr gut eingestellt und konnte die Rahmenbedingungen optimal für sich nutzen, indem er vielleicht noch einen Tick höher und offensiver Stand, als die Bälle in die Tiefe gespielt wurden.

Was mich bei Manuel Neuer besonders beeindruckt ist, dass er keine Angst vor Fehlern hat. Mit seiner grundlegenden Einstellung als Teamspieler will er der Mannschaft in brenzligen Situationen helfen und geht dabei ein großes Risiko ein. Andere versuchen eher, eigene Fehler zu vermeiden und agieren nicht so entschlossen wie Manuel, gerade wenn es um die Raumverteidigung geht. Deshalb hebt er sich hier deutlich von den restlichen Torhütern bei der WM ab.

Keylor Navas (Costa Rica) (Foto: firo)

Wenn wir auf die Leistungen der anderen Torhüter schauen, sind mir 3 Keeper positiv aufgefallen. Claudio Bravo aus Chile hat eine extrem gute WM gespielt. Er war sehr präsent und hatte sowohl in der Zielverteidigung als auch in der Raumverteidigung sehr gute Aktionen. Außerdem geglänzt haben Keylor Navas (Costa Rica) und Ochoa (Mexiko), bei denen man nicht unbedingt mit einem so hohen Level über das gesamte Turnier hinweg rechnen konnte. Für Navas geht es ja im Viertelfinale gegen die Niederlande. Wir sind gespannt, ob er weiter so überzeugend auftreten kann. Insgesamt also mehrere bemerkenswerte Auftritte der südamerikanischen Torleute, die vor dem Turnier allenfalls Experten bekannt waren. Die guten Leistungen auf der großen WM Bühne haben beim ein oder anderen europäischen Club sicherlich Interesse geweckt.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Viertelfinale gegen Frankreich: Insgesamt schätze ich die Qualität der deutschen Mannschaft besser ein als die der Franzosen. Dennoch erwarte ich ein offenes Spiel mit keinem klaren Favoriten. Man hat ja im Achtelfinale gesehen, dass fast alle Spiele sehr eng waren.


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