Der Senegal spielte in der ersten Halbzeit durchaus gefällig und hatte schnell die erste Chance, als Courtois bei einer Flanke noch mit den Fingerspitzen am Ball war und damit den hinter ihm lauernden Stürmer noch minimal irritierte, sodass dieser den Ball zunächst an den Pfosten setzte und mit seinem Nachschuss nur das Außennetz traf. In der 25. Minute gingen die Afrikaner in Führung. Mané flankte von der linken Strafraumkante in die Mitte, wo sich Sarr 6 Meter vor dem Tor durchsetzen konnte und mit seinem Versuch den Pfosten traf. Den Nachschuss staubte Diarra zum 0:1 ab. Courtois sprang bei dem Pfostenkopfball hinterher, kam aber nicht mehr an den Ball heran, lag anschließend bei dem Treffer noch auf dem Boden und konnte daher nicht mehr eingreifen.
In der 51. Minute erzielte Sarr das 0:2. Der Torschütze wurde mit einem überragenden Ball aus der eigenen Hälfte bedient, nahm den Ball an der Strafraumkante ebenso sehenswert mit und setzte den Schuss mit dem nächsten Kontakt in die rechte Ecke. Courtois kam noch etwas entgegen und machte sich noch breit, wobei er zum Zeitpunkt des Schusses noch in der Bewegung war und daher nicht mehr schnell genug reagieren konnte. Ein Fehler lag aber nicht vor.
Viel mehr kam dann aber im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit nicht mehr. Courtois musste daher lediglich nur noch einmal kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit eingreifen, konnte aber einen Flachschuss auf die linke Ecke mit einer tollen Reaktion zur Seite abwehren. In der Verlängerung wurde der Senegal noch einmal stärker, doch war Courtois jeweils zur Stelle, wenn er gefordert war.
In der ersten Halbzeit ließ Belgien häufig die Zielstrebigkeit in der Offensive zu wünschen übrig und agierte zumeist zu behäbig. Das erste Mal musste Diaw in der 9. Minute eingreifen. Das erste Mal glänzend parierte der Torhüter bei einem Schuss von De Cuyper, als er den Schlenzer hoch auf die rechte Ecke noch mit der übergreifenden rechten Hand abwehren konnte. Wenig später war der Keeper auch bei einem abgefälschten Schuss zur Stelle.
Nach rund einer Stunde wurden die Roten Teufel stärker und kamen zu einigen Abschlüssen, die jeweils aber das Tor verfehlten. In der 86. Minute sorgte Lukaku für den Anschlusstreffer, als der Stürmer nach einer flachen Hereingabe von der rechten Grundlinie am ersten Pfosten aus 5 Metern zum Abschluss kam und diesen über Diaw hinweg über die Linie drückte. Der Keeper deckte zunächst den ersten Pfosten ab und löste anschließend seine Position, wobei er aus der Bewegung heraus auch nicht mehr die notwendige Reaktionszeit hatte, um noch zu parieren.
Wenig später erzielte Belgien noch den Ausgleichstreffer, der die Roten Teufel in die Verlängerung rettete. Moreira flankte von der linken Strafraumkante vor das Tor, wobei der Ball in Richtung des zweiten Pfostens segelte. Diaw kam hierbei aus seinem Tor heraus, um die Hereingabe abzufangen, doch kam der Keeper den entscheidenden kleinen Schritt zu spät, sodass Tielemans vor ihm am Ball war und mit dem Kopf vollenden konnte. So sicher der Torhüter auch bis dato agierte, dies war ein eindeutiger Fehler. In der Verlängerung blieb es zumeist ruhig. Kurz vor Ultimo bekamen die Roten Teufel noch einen Elfmeter zugesprochen, den Tielemans hoch in die rechte Ecke verwandelte. Diaw war in die andere Ecke unterwegs und somit machtlos. Es war der Siegtreffer für Belgien.
Thibaut Courtois - Timothy Castagne, Brandon Mechele, Arthur Theate, Maxim De Cuyper - Hans Vanaken, Youri Tielemans - Leandro Trossard, Kevin De Bruyne, Jérémy Doku, Charles De Ketelaere
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