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VfB Stuttgart: Unklare Torwartstrategie

von Tobias Schlitzke


Odisseas Vlachodimos (Foto Firo)

Wohl kaum ein Verein hatte einen überraschenderen Abgang zu verzeichnen als der VfB Stuttgart: Sven Ulreich packte seine Sachen und ging zum FC Bayern München. Dahinter ist nun ein Dreikampf im Tor entbrannt, der nicht unbedingt schlüssig ist.

Manche Vereine, wie etwa der FC Bayern München, machen es sich einfach: Eine klare Nummer eins im Tor, dahinter eine gefestigte Nummer zwei und dazu noch ein paar Nachwuchstorhüter, die das Fundament bilden. Dies soll für Stabilität innerhalb der Mannschaft und für eine klare Hierachie sorgen. Andere Vereine, wie der VfB Stuttgart, setzen dabei auf einen Konkurrenzkampf, der aber nicht immer schlüssig ist.

Torwarthochburg Stuttgart

Der VfB Stuttgart gilt als Torwarthochburg im Jugendbereich der Bundesliga: Bernd Leno (Leverkusen), Loris Karius (Mainz) oder auch Diego Benaglio (Wolfsburg). All diese Toptorhüter wurden in der eigenen Jugend ausgebildet. Und auch Sven Ulreich, der nun zu den besagten Bayern gegangen ist, ist ein Eigengewächs. So wäre es nicht verwunderlich gewesen, wenn der VfB nun seinen Eigenwächsen auch eine Chance geben würde. Stattdesssen aber wurde Przemyslaw Tyton (28) für eine Ablöse von einer Million Euro aus Spanien verpflichtet. Dazu kam Mitch Langerak (26) für 2,5 Millionen Euro aus Dortmund! Beides Torhüter, die zwar eine gute Grundlage mitbringen, jedoch bei beiden auch ein Fragezeichen dahinter steckt, ob sie sich auch langfristig in der Bundeslig beweisen können. Bei Langerak waren die Zweifel beim BVB so groß, dass man ihn ohne Widerstand ziehen lassen hatte. „Er hat sich in dieser Zeit hervor¬ragend weiterentwickelt“, sagte sein neuer Torwarttrainer Andreas Menger über ihn. Ganz überzeugt hört sich trotzdem etwas anders aus. Und ein Torwart gerät damit unfreiwillig aus der ersten Reihe: Odisseas Vlachodimos.

Der ehemalige Jugendnationaltorwart hat es mittlerweile auf knapp 70 Spiele in der dritten Liga gebracht und seine Reifeprüfung bestanden. In der 3.Liga gehörte er mit zu den besten Torhütern. Zudem wurde ihm immer wieder eine Chance in Richtung erste Mannschaft vesprochen. Doch nun scheint es so, als würde man ihm diesem Schritt nicht zutrauen. „Er muss spielen, um sich weiterzuentwickeln. „Es wäre gut für ihn, wenn er  bei einem Zweitligisten den nächsten Schritt machen könnte“, so sein Torwarttrainer Menger gegen über der Zeitung. Denn sein Platz in Liga 3 scheint mit dem Neuzugang, Niklas Bolten (21) von Borussia Mönchengladbach, ebenfalls belegt. Auch dieser Wechsel erscheint erstmalig fraglich, da der VfB eigentlich die Rolle als Numer drei immer für seine eigenen Talente offen gehalten hatte. Am Ende bleibt also ein kleines Fragezeichen hinter der aktuellen Torwartpolitik des VfB und es bleibt zu offen, dass sich entweder Langerak oder Tyton etablieren werden – sonst wird die Kritik sicherlich aufkommen.


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