Was eine Verletzung alles auslösen kann. Im Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim verletzte sich Leverkusens Nummer 1 am Knie und wird wohl mindestens bis März noch ausfallen. Aufgrund der zahlenmäßig dünnen Personaldecke musste Bayer Leverkusen auf die Verletzung des Stammtorhüters reagieren und verpflichtete Anfang der Woche Jonas Omlin vom Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach. Dies wiederum hatte aber auch zur Folge, dass die Gladbacher hinter Stammtorwart Moritz Nicolas noch einen weiteren Torhüter brauchten.
Talent Tiago Pereira Cardoso konnte zwar in der vergangenen Spielzeit die ersten Erfahrungen in der Bundesliga sammeln, ist aber noch sehr jung und wäre wohl der einzige Torwart gewesen, dem die Fohlen derzeit im Falle eines Ausfalls von Nicolas die Bundesliga zutrauen würden. Routinier Tobias Sippel wird mittlerweile mehr für das Training benötigt, als dass man ihn noch konkurrenzfähig in der Bundesliga einschätzt. Ohnehin befindet sich der 37-Jährige im Übergang von der aktiven Karriere hinein in eine Trainer-Laufbahn. Dadurch wurde möglichst schnell und effizient vom Klub gehandelt und kurzerhand Jan Olschowsky zurück von Alemannia Aachen geholt. Der 24-Jährige war ursprünglich noch bis zum Sommer nach Aachen verliehen worden, doch holte Gladbach den Torwart vorzeitig zurück.
Riemann von der Vereinslosigkeit zum Drittligisten
Dadurch war nunmehr natürlich der Drittligist gezwungen, einen neuen Torwart für den Posten der Nummer 1 zu finden und verpflichtete daher Manuel Riemann. Bereits am Dienstag hatte der 37-Jährige den Medizincheck bei seinem neuen Verein bestanden und unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende. Seit dem vergangenen Sommer war Riemann vereinslos, nachdem seine Laufbahn in den vergangenen Jahren etwas turbulent verlief. Im Mai 2024 wurde Riemann als bis dahin unangefochtene Nummer 1 des VfL Bochum unmittelbar vor den Relegationsspielen gegen Fortuna Düsseldorf aus der Mannschaft genommen, nachdem sich der Keeper dem Vernehmen nach mit der sportlichen Leitung und Teilen der Mannschaft überworfen hatte. Im Herbst des Jahres 2024 klagte er dann gegen den VfL, um wieder am Mannschaftstraining teilnehmen zu dürfen.
In Paderborn glücklos
Zwar wurde die juristische Auseinandersetzung zeitnah beigelegt und Riemann wieder unter Dieter Hecking ins Training integriert, doch hatte Riemann im Klub keine wirkliche Zukunft mehr und wechselte im Januar 2025 zum SC Paderborn, wo er bis zum Saisonende die Nummer 1 war, aber auch nicht immer für Ruhe sorgen konnte. Am meisten fiel er in diesem halben Jahr durch ein rüdes und ungeschicktes Foul außerhalb des Strafraums auf sowie durch eine spektakuläre Darbietung als partieller Feldspieler auf der rechten Außenbahn gegen Düsseldorf, als er immer wieder bis an die Mittellinie und darüber hinaus agierte, um eine entstandene Unterzahl auszugleichen.
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