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DFB: Klopp bleibt bei Torwarttrainern

Kronenberg und Wessels bleiben DFB-Torwarttrainer

Autor: T. Rübe - 05.09.2026

Beim Umbau seines Trainerstabs hat sich Jürgen Klopp nach seiner Übernahme der deutschen Nationalmannschaft für ein klares Signal der Kontinuität in der Torwartabteilung entschieden: Andreas Kronenberg bleibt auch unter dem neuen Bundestrainer als Cheftorwarttrainer des DFB-Teams im Amt. An seiner Seite arbeitet weiterhin Stefan Wessels als zweiter Torwarttrainer. Beim Aufbau seines neuen Trainerteams für die DFB-Auswahl brachte Klopp mit Peter Krawietz und Pepijn Lijnders zwei enge Weggefährten seiner langjährigen Zeit beim FC Liverpool mit. Hinzu kam etwas überraschend Sven Bender. Bei der Torwartabteilung entschied sich der neue Bundestrainer jedoch bewusst gegen einen Neuanfang und beließ sowohl Kronenberg als auch Wessels im Amt. Klopp selbst begründete diesen Ansatz mit klaren Worten: Er habe den bestmöglichen Trainerstab zusammengestellt, und wo Verbesserungsbedarf bestehe, werde man diesen in Ruhe angehen, ohne unnötige Veränderungen um ihrer selbst willen vorzunehmen. Dies kann man dahingehend verstehen, dass er auch dauerhaft mit Kronenberg und Wessels zusammenarbeiten möchte, wobei der Hauptverantwortliche weiterhin Andreas Kronenberg sein wird.

Kronenberg, gebürtiger Schweizer und mittlerweile 51 Jahre alt, ist bereits seit 2021 als Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft tätig und damit die eigentliche Konstante in der Torhüterausbildung des DFB-Teams über mehrere Bundestrainer-Ären hinweg – von Hansi Flick, mit dem er zusammen bei der deutschen Nationalmannschaft begann, über Julian Nagelsmann bis nun zu Jürgen Klopp. In seiner Zeit beim Verband arbeitete er unter anderem eng mit Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen und Oliver Baumann zusammen und hatte maßgeblichen Anteil daran, wenn die deutschen Torhüter auf internationaler Bühne überzeugende Leistungen zeigten.

In einem ausführlichen Interview mit der offiziellen DFB-Webseite gewährte Kronenberg zuletzt tiefe Einblicke in seinen Arbeitsalltag. Abseits der eigentlichen Länderspiel-Maßnahmen und Workshops beginnt seine klassische Arbeitswoche demnach bereits am Wochenende: Dann schaue er sich möglichst viele Spiele komplett am Stück an – teils live im Stadion, teils bewusst am Fernseher, weil er auf diese Weise schlicht mehr Partien verfolgen könne, wenn die Anfahrtszeiten wegfielen. Auch machte Kronenberg deutlich, dass sich seine Arbeit keineswegs nur auf die etablierte Nummer 1 konzentriere, sondern den gesamten Torwart-Kader im Blick behalte.

Kronenbergs Weg ins Torwarttraining verlief dabei alles andere als geradlinig. Nach dem abrupten Ende seiner eigenen Spielerkarriere infolge einer Entlassung, bei der sich zunächst kein Verein bei ihm meldete, entschied sich der Schweizer bewusst gegen eine erneute Abhängigkeit vom Profifußball. Stattdessen schlug er einen gänzlich anderen Weg ein: Er ließ sich umschulen und studierte in Freiburg Pädagogik. Über ein Praktikum in der Fußballschule des SC Freiburg kam er schließlich doch wieder mit dem Torwarttraining in Berührung – der damalige Leiter der Fußballschule fragte ihn, ob er im Anschluss an das Praktikum nicht auch das Torwarttraining leiten könne. So sei eins zum anderen gekommen, blickte Kronenberg im Interview zurück, obwohl er ursprünglich gar nicht mehr in diesem Bereich habe arbeiten wollen. Rückblickend zeigte er sich aber froh, dass sich sein Weg letztlich doch wieder in Richtung Torwarttraining entwickelt habe.

An Kronenbergs Seite bleibt weiterhin Stefan Wessels tätig, der frühere Bundesliga-Torhüter unter anderem des FC Bayern München, 1. FC Köln und VfL Osnabrück. Wessels war ursprünglich als Vertretung für Michael Fuchs zum DFB-Team gestoßen, der sich zunehmend auf seine Aufgaben bei den DFB-Frauen sowie in der Torwarttrainer-Ausbildung des Verbands konzentrierte, und etablierte sich seither fest als zweiter Torwarttrainer neben Kronenberg. Nach der Bestätigung seines Verbleibs unter Klopp zeigte sich Wessels erfreut, gemeinsam mit seinem Kollegen die begonnene Arbeit fortsetzen zu können. Er hoffe, dass beide gemeinsam dazu beitragen könnten, die kommenden Jahre für die deutschen Torhüter erfolgreicher zu gestalten. Zugleich dämpfte er zu hoch geschraubte Erwartungen an einen sofortigen „Klopp-Effekt“: Rein fachlich lasse sich in der kurzen Vorbereitungszeit ohnehin nicht allzu viel bewirken – die Kernaufgabe für den neuen Bundestrainer bestehe zunächst eher darin, die Mannschaft kennenzulernen und seine grundsätzliche Idee zu vermitteln.

Auch von einem ersten gemeinsamen Workshop mit Klopp berichtete Wessels bereits: Man habe dort erste inhaltliche Gespräche geführt, und er sei beeindruckt von der Erfahrung und fachlichen Qualität des neuen Bundestrainers. Für die deutschen Nationaltorhüter bedeutet die Personalentscheidung vor allem Kontinuität in einer ohnehin turbulenten Übergangsphase: Mit Kronenberg und Wessels bleibt das bewährte Torwarttrainer-Duo im Amt, das die deutschen Schlussleute bereits über die vergangenen Bundestrainer-Wechsel hinweg begleitet hat. Ihre erste gemeinsame Bewährungsprobe unter Klopp steht bereits am 24. September beim Länderspiel gegen die Niederlande an.


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