Beim Umbau seines Trainerstabs hat sich Jürgen Klopp nach seiner Übernahme der deutschen Nationalmannschaft für ein klares Signal der Kontinuität in der Torwartabteilung entschieden: Andreas Kronenberg bleibt auch unter dem neuen Bundestrainer als Cheftorwarttrainer des DFB-Teams im Amt. An seiner Seite arbeitet weiterhin Stefan Wessels als zweiter Torwarttrainer. Beim Aufbau seines neuen Trainerteams für die DFB-Auswahl brachte Klopp mit Peter Krawietz und Pepijn Lijnders zwei enge Weggefährten seiner langjährigen Zeit beim FC Liverpool mit. Hinzu kam etwas überraschend Sven Bender. Bei der Torwartabteilung entschied sich der neue Bundestrainer jedoch bewusst gegen einen Neuanfang und beließ sowohl Kronenberg als auch Wessels im Amt. Klopp selbst begründete diesen Ansatz mit klaren Worten: Er habe den bestmöglichen Trainerstab zusammengestellt, und wo Verbesserungsbedarf bestehe, werde man diesen in Ruhe angehen, ohne unnötige Veränderungen um ihrer selbst willen vorzunehmen. Dies kann man dahingehend verstehen, dass er auch dauerhaft mit Kronenberg und Wessels zusammenarbeiten möchte, wobei der Hauptverantwortliche weiterhin Andreas Kronenberg sein wird.
Kronenberg, gebürtiger Schweizer und mittlerweile 51 Jahre alt, ist bereits seit 2021 als Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft tätig und damit die eigentliche Konstante in der Torhüterausbildung des DFB-Teams über mehrere Bundestrainer-Ären hinweg – von Hansi Flick, mit dem er zusammen bei der deutschen Nationalmannschaft begann, über Julian Nagelsmann bis nun zu Jürgen Klopp. In seiner Zeit beim Verband arbeitete er unter anderem eng mit Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen und Oliver Baumann zusammen und hatte maßgeblichen Anteil daran, wenn die deutschen Torhüter auf internationaler Bühne überzeugende Leistungen zeigten.
In einem ausführlichen Interview mit der offiziellen DFB-Webseite gewährte Kronenberg zuletzt tiefe Einblicke in seinen Arbeitsalltag. Abseits der eigentlichen Länderspiel-Maßnahmen und Workshops beginnt seine klassische Arbeitswoche demnach bereits am Wochenende: Dann schaue er sich möglichst viele Spiele komplett am Stück an – teils live im Stadion, teils bewusst am Fernseher, weil er auf diese Weise schlicht mehr Partien verfolgen könne, wenn die Anfahrtszeiten wegfielen. Auch machte Kronenberg deutlich, dass sich seine Arbeit keineswegs nur auf die etablierte Nummer 1 konzentriere, sondern den gesamten Torwart-Kader im Blick behalte.
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!