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Kastenmaier zu Feyenoord

Königsklasse statt 3. Liga für Kastenmeier

Autor: T. Rübe - 04.09.2026

Am letzten Tag des Transferfensters hat Florian Kastenmeier seine sportliche Zukunft geklärt: Der frühere Kapitän von Fortuna Düsseldorf wechselt ablösefrei zu Feyenoord Rotterdam und darf sich damit direkt auf die Champions League freuen. Nach dem dramatischen Abstieg von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga besaß sein bisheriger Kontrakt keine Gültigkeit mehr. In einem emotionalen Statement machte der damalige Fortuna-Kapitän deutlich, seine sportliche Zukunft in einer höheren Spielklasse zu sehen. Zunächst hegte der 29-Jährige große Hoffnungen auf einen Wechsel innerhalb der Bundesliga: Insbesondere mit dem SV Werder Bremen wurde intensiv verhandelt, die Gespräche scheiterten am Ende jedoch. Auch Hertha BSC, das nach dem Abgang von Tjark Ernst ausgerechnet zu Feyenoord Rotterdam einen Ersatz im Tor suchte, beschäftigte sich intensiv mit Kastenmeier – zu einer Einigung kam es aber nie, da der Torhüter einen Wechsel ins Ausland bevorzugte. Auch Hannover 96 und der SC Paderborn zeigten zwischenzeitlich Interesse. In der 2. Bundesliga wäre der ehemalige Düsseldorfer Kapitän aber auch kein unumstrittener Stammtorhüter gewesen, sondern hätte sich maximal einem offenen Konkurrenzkampf stellen müssen.

Erst am Deadline Day selbst, dem 1. September 2026, kam schließlich Bewegung in die monatelange Personalie: Wie zunächst das niederländische Portal „FR12“ und im Anschluss unter anderem „Sky“ berichteten, zeichnete sich der Wechsel zu Feyenoord konkret ab. Nach erfolgreich absolviertem Medizincheck unterschrieb Kastenmeier schließlich einen Einjahresvertrag mit der Option auf eine weitere Saison.

Die neue Personalkonstellation bei Feyenoord hat eine besondere Note: In Rotterdam trifft Kastenmeier direkt auf einen deutschen Konkurrenten um den Platz zwischen den Pfosten. Die Niederländer hatten sich bereits im Sommer mit Tjark Ernst von Hertha BSC verstärkt, der langfristig als neue Nummer eins aufgebaut werden soll. Zwar konnte Ernst bislang nicht restlos überzeugen und gilt intern nicht mehr als gänzlich unumstritten, dennoch war stets klar, dass Feyenoord unabhängig von dessen Entwicklung einen weiteren, erfahrenen Torhüter im Kader haben wollte. In diesem Sinne wird Kastenmeier klubintern auch als eine Art Luxuslösung für die Rolle des Back-ups betrachtet.

Kastenmeier selbst zeigte sich mit dieser Ausgangslage im Reinen. Er wisse um seine Rolle im Team und werde bereitstehen, wenn er gebraucht werde, erklärte der Torhüter in einer Vereinsmitteilung. Er freue sich darauf, dass sich beide Torhüter im Training gegenseitig pushen könnten. Es sei großartig, bei einem so großen Klub wie Feyenoord unterschreiben zu können.

Der gebürtige Regensburger hatte seine fußballerische Ausbildung beim SSV Jahn Regensburg und im Nachwuchs des FC Augsburg genossen, ehe er über die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart 2019 zu Fortuna Düsseldorf wechselte. Dort etablierte er sich über die Jahre zum unangefochtenen Stammtorhüter und schließlich zum Mannschaftskapitän. Insgesamt bestritt er 228 Pflichtspiele für die Düsseldorfer, kassierte dabei 320 Gegentore und hielt in 55 Partien seinen Kasten sauber. Dabei spielte er mit den Düsseldorfern zeitweise sogar in der 1. Bundesliga.

Für Kastenmeier bedeutet der Wechsel nach Rotterdam trotz der zunächst enttäuschten Bundesliga-Ambitionen einen echten Karriereschritt: Statt in der 3. Liga darf er sich nun international mit den besten Mannschaften Europas messen – wenn auch zunächst von der Ersatzbank aus. Für Feyenoord wiederum schließt sich mit der Verpflichtung eine wichtige Lücke in der Kaderplanung kurz vor dem Ende der Transferperiode. Allerdings hätte der Torhüter als vertragsloser Spieler auch noch nach dem eigentlichen Ende des Transferfensters verpflichtet werden können.


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