Für Oliver Baumann bedeutet diese Weichenstellung hingegen das nächste unglückliche Kapitel im DFB-Trikot – er ist vorerst komplett außen vor. Bereits unmittelbar vor der Weltmeisterschaft 2026 hatte die überraschende Rückkehr von Manuel Neuer dafür gesorgt, dass Baumann nicht wie ursprünglich geplant als Stammtorhüter in das Turnier ging. Der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte im Vorfeld noch kommuniziert, mit dem Keeper der TSG 1899 Hoffenheim als Nummer 1 zu planen, während im Hintergrund bereits die Gespräche mit dem Weltmeister von 2014 liefen, um dessen Comeback auszuloten.
Nach dem Ende von Nagelsmann und dem endgültigen Abschied von Neuer hielten es viele Beobachter für wahrscheinlich, dass Baumann nun doch dauerhaft die Rolle des Stammkeepers ausfüllen würde. Klopp verfolgt jedoch andere Pläne: Wie Medien übereinstimmend berichten, wird Baumann in den kommenden vier Länderspielen nicht Teil des DFB-Kaders sein. Dies soll Klopp dem TSG-Schlussmann bereits in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt haben. Unmittelbar nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart am Samstag hatte Baumann bestätigt, dass er mit Klopp gesprochen habe, fügte mit einem Schmunzeln an, dass am Donnerstag Klarheit herrschen werde – was viele fälschlicherweise als Signal für eine Nominierung deuteten. Nun folgt jedoch das vorläufige Aus.
Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass Baumann kaum noch für die DFB-Auswahl auflaufen wird, denn Klopps Auftrag ist die konsequente Neuausrichtung der Nationalmannschaft. Diese soll neben Routinier ter Stegen als Fixpunkt vor allem über einen Generationswechsel vollzogen werden: Für die kommenden vier Länderspiele gegen die Niederlande, Serbien und zweimal Griechenland sollen hinter ter Stegen die jüngeren Herausforderer Jonas Urbig (23) und Alexander Nübel (29) im Torwartkader stehen. Die offizielle Bekanntgabe von Klopps erstem Aufgebot erfolgt am Donnerstag, den 17. September 2026.
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!