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Eintracht Frankfurt: Santos zeigt sich kämpferisch

Torwart-Turbulenzen bei der Eintracht: Santos schwört Fans die Treue

Autor: T. Rübe - 08.09.2026

Der Saisonauftakt von Eintracht Frankfurt verläuft bisher alles andere als gut. Nachdem man spät bei Union Berlin nach einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung den Sieg in der Nachspielzeit noch aus der Hand gab, geriet man vor heimischer Kulisse beim 1:4 gegen den FC Augsburg gerade in der zweiten Halbzeit regelrecht unter die Räder. Für Kaua Santos muss der Saisonbeginn dabei wohl noch schmerzhafter sein als für den Rest der Mannschaft, denn der 23-Jährige war zunächst als Stammtorhüter für die kommende Saison eingeplant, wenngleich Trainer Adi Hütter nicht ohne Vorbehalte gegenüber dem Torhüter war.

Nach dem 0:7-Debakel der Hessen im letzten Vorbereitungsspiel gegen den FC Brentford aber sah man sich gezwungen, auf der Torhüterposition noch einmal nachzulegen, und verpflichtete zunächst per Leihe Noah Atubolu. Der Klub besitzt aber nach dieser Saison eine Kaufpflicht. Kurz vor dem Ende der Transferphase verließ noch Michael Zetterer den Klub und auch um Santos rankten sich Gerüchte, dass er den Verein noch verlassen könnte. Noch im Sommer 2025 sprach er davon, sich in Frankfurt zu einem Weltklasse-Torhüter entwickeln zu wollen, weshalb er und der Klub lukrative Angebote ablehnten. Doch bereits die letzte Saison verlief schlecht für den Brasilianer, der sich nach einem Kreuzbandriss nicht in der erhofften Verfassung befand und zeitweise aus dem Tor rotierte, ehe er nach einer weiteren Knieverletzung in dieser Saison einen neuen Anlauf nehmen sollte.

Daraus aber wurde bekanntlich nichts, und dennoch zeigte sich der Torhüter nun auf Instagram kämpferisch und loyal gegenüber seinem Verein:

„Liebe Fans,
nach all den Berichterstattungen der letzten Wochen möchte ich mich heute direkt an euch wenden. Es gibt Zeiten im Profifußball, in denen man feiert, und es gibt Zeiten im Profifußball, in denen man dazulernt. Der einfache Weg im Fußball ist weglaufen, sich einen anderen Verein zu suchen – aber ich liebe euch, ich liebe den Verein und ich bin überzeugt, dass Frankfurt zum aktuellen Zeitpunkt der richtige Ort für mich ist. Der richtige Ort, um sich zu entwickeln, zu lernen, ein guter Teamplayer zu sein und mit dem Verein gemeinsam zu wachsen. Mit euch im Rücken, mit der Wucht des Vereins haben wir heute unser erstes Heimspiel! Ich kann es kaum erwarten, morgen bei euch im Waldstadion zu sein! Nur die SGE"

Mit seiner Entscheidung bleibt Frankfurt ein Torhüter mit Entwicklungspotenzial im Kader, der bisher vor allem dann überzeugen konnte, wenn er ohne den Druck des Nummer-1-Status aufspielen kann. Santos’ Vertrag läuft bis 2030, und seine internationale Erfahrung macht ihn zu einer wichtigen Backup-Option. Seine Worte vom Samstag zeigen, dass er diese Phase nicht als Ende, sondern als Teil seiner Entwicklung begreift. „Der einfache Weg ist weglaufen“ – dieser Satz könnte zum Leitmotiv einer Reifephase werden, die ihn langfristig stärker macht. Er selbst sieht die aktuelle Situation noch als eine Chance. Gleichzeitig ist er auch darauf angewiesen, dass der Klub schnell in der Saison Fuß fasst.


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