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Deutschland: A. Schult: "Ohne meinen TWT M. Fuchs wäre ich nicht hier!"


A. Schult (Foto: Firo)

Almuth Schult vom VfL Wolfsburg gehört zu den besten Torhüterinnen der Welt. 2014 wurde sie zur sogar zur Welttorhüterin gewählt. 2019 will die deutsche Torfrau mit den DFB-Frauen bei der WM in Frankreich für gute Schlagzeilen sorgen. torwart.de sprach mit ihr!

Infos zu A. Schult:
  • Nationalität: Deutsch
  • Geburtstag: * 9. Februar 1991 in Dannenberg (Elbe)
  • Verein: Wolfsburg
  • Position: Torwart
  • Liga: Bundesliga
  • Größe (cm): 1,80cm
  • Bisherige Vereine als Spieler: SC 07 Bad Neuenahr, Magdeburger FFC, HSV

torwart.de: Almuth, wie geht es dir nach deiner Verletzung?

Almuth Schult: Ich habe alle Trainingseinheiten mitgemacht und aktuell läuft alles sehr gut. Im Training beim VfL Wolfsburg hatte ich mich vor einiger Zeit verletzt und hatte schon länger damit zu tun. Für mich war es anfangs offen, wie lange die Verletzung dauern würden, aber in der Reha lief dann alles besser und ich bin jetzt wieder absolut belastbar.

torwart.de: Du hattest ein Spiel für die Nationalelf im Frühjahr (beim 2:2 der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen Japan), welches unglücklich verlief für dich. Wie hast du das und die Kritik an dir verarbeitet?

Schult: Das ganze halbe Jahr war sehr turbulent für mich und mein Name stand sehr oft in den Medien! Aber ich bin damit ganz normal umgegangen. Verletzungen gehören zum Profigeschäft dazu. Meine Krankheit mit den Masern war natürlich unglücklich. Auch, dass mir die Fehler in dem Länderspiel gegen Japan passiert sind. Es kam eben einiges zusammen, aber ich bin es gewohnt im Blickfeld zu stehen und kann damit umgehen! Ich habe daraus auch neue Stärke gefunden und ich freue mich nun auf die WM, auch wenn wir noch nicht wissen wo wir genau stehen.

torwart.de: Wie gehst du denn selbst mit Fehlern um?

Schult: Ich kann mich maßlos über Fehler ärgern, aber es ist halt so, dass Menschen Fehler machen. Wichtig ist, dass wir daraus lernen! Fehler sind normal und in unserer Natur. Ich analysiere jeden meiner Fehler und schaue aber gleichzeitig auch auf meine guten Aktionen! Aus beidem kann ich für die Zukunft lernen, somit muss man eigentlich auch Fehlern dankbar sein, weil diese einem nur besser machen können! Be einem Fehler während dem Spiel mache ich mir keinen großen Kopf drum, weil man selbst nach einem Fehler noch gute Aktionen für sein Team im Spiel bringen kann!

torwart.de: Wie siehst du deine Rolle für das Team?

Schult: Ich bin eine Spielerin, die bei vielen Turnieren schon dabei war, aber erst bei zwei gespielt hat und einen großen Erfahrungsschatz hat. Ich weiß viel über Abläufe im Team sowie außerhalb des Platzes und teile das gerne mit meinen jüngeren Kolleginnen im Team! Das wird von einer Führungssspielerin auch erwartet.

torwart.de: Wie stehen die Chancen des deutschen Teams?

Schult: Es ist schon eine andere Ausgangslage, weil wir erst seit sechs Monaten ein neues Trainertram haben und man sich natürlich erst noch als Mannschaft finden muss. Wir sind aber Deutschland: Wir sind vereinstechnisch sehr erfolgreich und aktuell zweiter in der Weltrangliste. Unser Mindestziel ist es, dass wir uns für Olympia qualifizieren. Das sollte machbar sein.

torwart.de: Was erwartest du dir persönlich von der WM in Frankreich?

Schult: Es ist eine besondere Ehre für mich Ich habe ja bereits bei Olympia und bei der EM für den DFB als Nummer eins gespielt, die WM fehlt mir noch auf dem Platz und es ist für mich ein absoluter Bonus dabei zu sein. Es ist ein Erlebnis, wenn man sich als Sportlerin bei so einem Event beweisen darf!

torwart.de: Wie siehst du das Niveau der Keeperinnen, auch von kleinen Teams gerade?

Schult: Es gibt natürlich große Unterschiede und das fiel auch bei der EM auf, dass wir hier noch leistungsmäßig eine Kluft zwischen den jeweiligen Nationen haben. Aber der Torwartbereich entwickelt sich sehr, doch bei uns Frauen ist das noch nicht in der Breite so wie bei den Männern vom Leistungsstand. Ich bin sehr gespannt wie es dieses Mal werden wird. Bei der letzten EM gab es viele gute Paraden, aber auch noch einige Torwartfehler die passierten. Aber ich hoffe für alle Keeperfrauen, dass wir sehr gute Leistungen sehen werden!

torwart.de: Wie läuft die Arbeit mit Michael Fuchs, deinem TWT, für dich?

Schult: Michael Fuchs spielt seit Jahren schon eine große Rolle bei uns und für mich persönlich! Er fing schon bei der U16 an mich zu begleiten! Er sieht viel mit dem bloßen Auge auch ohne Videos, ohne ihn wäre ich nicht hier wo ich heute stehe! Er kann gut Ziele setzen und darstellen, was man erreichen kann.

torwart.de: Was ist der Unterschied bzw. was ist gleich zum Vereinstraining?

Schult: Ich kann bei beiden Trainern immer meine Wünsche miteinbringen. Auch bekomme ich viel Feedback von jeweils beiden Trainern. Mein DFB Trainer, Michael Fuchs, hat noch mal mehr ein Tick Erfahrung als mein Vereinstrainer, Patrick Platins, in Wolfsburg. Mit Patrick gehe ich in die 3.Saison nun und wir haben uns mittlerweile auch gut gefunden!

torwart.de: Müssen sich Torwarttrainer erstmal auf euch Frauen einstellen?

Schult: Ich habe mit vielen, diversen Männern trainiert und die erste Aussage, die von ihnen immer gekommen ist, war: "Es ist ja gar nichts anderes! Es ist ja wie bei den Männern auch!" Jeder Torwarttrainer muss sich erst aber abstimmen auf seinen jeweiligen Torwart, meistens braucht man eine Saison, bis man sich gefunden hat.

torwart.de: Wie findest du das DFB Elite-Torwartcamp für die jungen Nachwuchstorhüterinnen?

Schult: Ich habe das auch schon mal mitgemacht, als ich in der U16 bzw. 17 war! Das ganze ist eine wichtige Sache, weil man sehen kann, wie sich die Torleute unterschiedlich entwickeln können und man kann sich innerhalb der Nationalelf Vorbilder suchen und Erfahrungen austauschen kann! Ich kann das nur unterstützen und finde es gut, dass das vom DFB so initiert wurde.

torwart.de: Welche Bereiche des Torwartspiels sind für dich in letzter Zeit aufgrund der Weiterentwicklung des Frauenfußballs noch weiter in den Mittelpunkt gerückt?

Schult: Bei Frauen merkt man es in der Strafraumbeherrschung: Wir gehen noch mehr raus, früher war die Torfrau mehr auf der eigenen Linie und jetzt klären wir auch mehr Bälle außerhalb des Strafraums. Wir sind nun viel offensiver und selbstbewusster in unseren Aktionen. Das hilft natürlich dann auch den Vorderleuten und wir sind aktiver ins Offensivspiel eingebunden.

torwart.de: Welche Rolle spielt für dich das Material beim Torwartspiel?

Schult: Fußballschuhe haben wir alle an, aber bei Handschuhen ist es wichtiger das richtige Gefühl zu haben und man arbeitet an Details: Wie zum Beispiel den Schnitt zu verändern! Für mich ist der Grip das absolut Wichtigste an einem Handschuh, der Grip muss perfekt passen. Ich habe auch kein Problem, den Hersteller zu wechseln, wenn das nicht passt. Ich bin aktuell von Erima zu Adidas gewechselt und teste sehr viele verschiedene Handschuhe, auch gerade kleinere Firmen!

torwart.de: Wie viel Paar verbrauchst du pro Jahr?

Schult: Man verschenkt ja mal öfters auch einige! Aber sicherlich so 20-30 Paar, ich pflege aber meine Handschuhe immer und wasche sie direkt sowohl nach dem Spiel als auch Training, damit sie mehr Grip haben. Ich könnte daher auch mit weniger auskommen!

torwart.de: Vielen Dank und alles Gute für das Turnier!

Schult: Bitte sehr!

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