Beim FC Hansa Rostock ist die Torwartfrage geklärt: Cheftrainer Daniel Brinkmann schickt Luca Unbehaun als neue Nummer 1 in die neue Drittligasaison. Der ehemalige Dortmunder setzt sich damit gegen den zweiten Sommer-Neuzugang Yannic Stein durch.
Nach zwei Jahren als Stammkeeper hatte Benjamin Uphoff den FC Hansa im Sommer verlassen und sich als Ersatzkeeper dem Zweitligisten Eintracht Braunschweig angeschlossen. Brinkmann stand damit nicht nur ohne seinen notenbesten Spieler der Vorsaison, sondern auch ohne gesetzten Stammtorhüter da. Die Lücke sollte einer von zwei Neuzugängen füllen: der 21-jährige Yannic Stein, gekommen von Union Berlin, sowie der 25-jährige Luca Unbehaun vom niederländischen Zweitligisten FC Emmen. Dort war der gebürtige Bochumer Stammtorhüter.
Nach einem, wie Brinkmann selbst betonte, engen Rennen steht nun fest: Unbehaun erhält den Vorzug. Den Ausschlag gaben laut Trainer vor allem die Erfahrungswerte des 25-Jährigen. Unbehaun bringt bereits 61 Einsätze in der 3. Liga für Borussia Dortmund II und den SC Verl mit sowie 69 Ligaspiele für den FC Emmen seit seinem Wechsel in die Niederlande 2024. Auch im jüngsten Härtetest gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach (1:3-Niederlage) durfte Unbehaun über die vollen 90 Minuten ran und hinterließ dabei einen guten Eindruck. Brinkmann lobte insbesondere die Ruhe seines neuen Stammkeepers im Spielaufbau sowie dessen guten Schlag und seine Stärke in der Strafraumbeherrschung. Ein Freifahrtschein ist die Entscheidung für Unbehaun allerdings nicht: Auch Stein habe sich in der Vorbereitung empfohlen und decke im Gesamtpaket unglaublich viel ab, wie Brinkmann betonte. Dem neuen Stammkeeper sei durchaus bewusst, dass er trotz des ausgesprochenen Vertrauens unter Druck stehe, weiterhin konstant zu liefern.
Unbehaun durchlief zwischen 2009 und 2016 die Jugendabteilungen des VfL Bochum, ehe er ins Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund wechselte. Über den SC Verl, wo er ab 2023 wertvolle Profi-Spielpraxis sammelte, führte ihn sein Weg 2024 in die Niederlande zu Emmen. Der ehemalige deutsche U21-Nationaltorhüter hatte sich im Sommer selbst bei Hansa angeboten, ehe sein Berater den Wechsel schließlich finalisierte. Für Hansa Rostock ist die Klärung der Torwartfrage kurz vor dem Saisonstart ein wichtiges Signal der Stabilität. Ob Unbehaun dem in ihn gesetzten Vertrauen gerecht werden kann, dürfte sich schon in den ersten Pflichtspielen der neuen Drittligasaison zeigen.
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