Goldener Handschuh: Nahuel Noll gewinnt den 8. Spieltag – Karius baut Gesamtführung aus
Der Torhüter des SC Paderborn setzt sich sowohl bei den torwart.de-Usern als auch in der Bewertung der Redaktion durch und erreicht mit zehn Punkten die Maximalpunktzahl. Daniel Batz von Borussia Mönchengladbach folgt mit acht Punkten auf Rang zwei. Dahinter landen Loris Karius, Gregor Kobel und Daniel Heuer Fernandes.
Noll überzeugte beim 0:0 in Mönchengladbach vor allem mit seiner Torverteidigung und sicherte Paderborn mit mehreren starken Aktionen den Punkt. Auch die torwart.de-Torwartanalyse hebt Noll neben Karius und Kobel als einen der herausragenden Keeper des Spieltags hervor.
Noll rettet Paderborn den Punkt
Nahuel Noll war vor allem in der ersten Halbzeit gefordert. Gladbach entwickelte ab der halben Stunde deutlich mehr Torgefahr und kam innerhalb weniger Minuten zu mehreren guten Möglichkeiten.
Besonders stark reagierte Noll bei einem Kopfball von Fabio Chiarodia. Auch als Joe Scally kurz vor der Pause frei vor ihm auftauchte, blieb der Paderborner Torhüter Sieger. Zuvor hatte Gladbach bereits vermeintlich getroffen, doch der Treffer wurde nach VAR-Eingriff wegen eines Offensivfouls an Noll zurückgenommen.
In der Schlussphase war Noll erneut gefragt. Der eingewechselte Nicolas Kühn kam in der Nachspielzeit noch einmal gefährlich zum Abschluss, doch auch hier ließ sich der Paderborner nicht überwinden. Die Null stand – und Noll hatte entscheidenden Anteil daran.
Bemerkenswert war dabei weniger eine einzelne spektakuläre Parade als die Konstanz in den entscheidenden Situationen. Noll war immer dann präsent, wenn Gladbach die Paderborner Defensive überwunden hatte.
Auch im Voting gab es diesmal keine unterschiedlichen Einschätzungen zwischen Usern und Redaktion: 30 Prozent der User setzten Noll auf Rang eins, auch torwart.de vergab fünf Punkte. Mit zehn Punkten ist er der klare Sieger des 8. Spieltags.
Batz hält auf der anderen Seite ebenfalls die Null
Auch Daniel Batz spielte beim torlosen Remis eine starke Partie und landet mit acht Punkten auf Rang zwei. Batz vertrat den verletzten Moritz Nicolas.
Der Gladbacher Keeper wurde im Vergleich zu Noll zwar etwas seltener geprüft, musste aber ebenfalls mehrere gefährliche Paderborner Abschlüsse entschärfen. Bereits in der 27. Minute reagierte er gegen Tom Baack stark und lenkte dessen Abschluss aus rund zwölf Metern zur Seite.
Nach der Pause parierte Batz gegen Gabriel Vidović. In der Nachspielzeit war er schließlich noch einmal bei einem Kopfball von Mattes Hansen gefordert und sicherte damit auch Gladbach das Zu-null-Spiel.
Batz selbst hob nach der Partie hervor, dass Paderborn Gladbach insbesondere mit langen Bällen immer wieder zurückdrängte. Für die Borussia war es das erste Zu-null-Spiel der Saison.
Karius verhindert eine deutlich höhere Schalker Niederlage
Auf Rang drei folgt Loris Karius. Schalke verlor zwar mit 0:2 gegen RB Leipzig, doch am Schalker Torhüter lag die Niederlage nicht.
Leipzig entwickelte im Laufe der Partie immer mehr Torgefahr. Karius war bereits vor der Pause mehrfach gefordert und parierte unter anderem gegen David Raum. Beim 0:1 durch Antonio Nusa war er machtlos – der Leipziger verwandelte einen Strafstoß.
Nach der Pause wurde Karius noch stärker gefordert. Er entschärfte Abschlüsse von Ezechiel Banzuzi und Nusa und hielt Schalke damit lange im Spiel. Erst in der 78. Minute erhöhte Rômulo nach einem schnellen Leipziger Angriff auf 2:0.
Auch danach verhinderte Karius mit weiteren Paraden, unter anderem gegen Tidiam Gomis und Johan Bakayoko, einen höheren Rückstand. Leipzig kam auf einen xG-Wert von 3,16. Dass es am Ende lediglich 0:2 stand, war zu einem erheblichen Teil Karius zuzuschreiben.
Die offizielle Bundesliga-Wahl kürte ihn trotz der Niederlage sogar zum Man of the Match.
Kobel hält Dortmund im Klassiker im Spiel
Gregor Kobel belegt Rang vier. Der Dortmunder Schlussmann war beim 2:2 beim FC Bayern über weite Strecken stark beschäftigt.
Die Münchner erspielten sich ein deutliches Chancenplus und kamen auf einen xG-Wert von 4,83. Bereits nach zehn Minuten traf Michael Olise den Pfosten. In der 38. Minute war Kobel beim Führungstreffer von Konrad Laimer geschlagen.
Auch nach der Pause erzeugten die Bayern erheblichen Druck. Kobel parierte unter anderem erneut gegen Laimer. Harry Kane traf zudem per Strafstoß nur die Latte und später noch einmal den Pfosten. Beim 2:1 durch Dayot Upamecano aus kurzer Distanz hatte Kobel kaum eine Möglichkeit einzugreifen.
Dortmund blieb dadurch lange in Reichweite – und belohnte sich in der 89. Minute durch Fabio Silva tatsächlich noch mit dem 2:2. Die torwart.de-Analyse zählt Kobel deshalb neben Noll und Karius zu den auffälligsten Torhütern des 8. Spieltags und hebt seinen Anteil am Dortmunder Punktgewinn hervor.
Heuer Fernandes trotz drei Gegentoren erneut stark
Den fünften Platz belegt Daniel Heuer Fernandes. Der Hamburger SV verlor mit 1:3 bei Eintracht Frankfurt, doch erneut gehörte insgesamt der HSV-Keeper zu den stärksten Spielern seiner Mannschaft.
Schon in der Anfangsphase parierte Heuer Fernandes gegen Younes Ebnoutalib. Kurz vor der Pause war er bei zwei Kopfbällen von Robin Koch zur Stelle. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frankfurt den Druck deutlich.
Beim 1:2 machte Heuer Fernandes einen schwerwiegenden Fehler als er einen Kopfball nicht festhalten konnte und durch einen Abstauber durch Raphael Onyedika das 1:2 ermöglichte. Allerdings verhinderte der HSV-Kepper anschließend weitere Treffer mit ingesamt 8 starken Paraden. Besonders sehenswert war seine Parade gegen einen Schlenzer von Farès Chaïbi, den er aus dem Winkel holte.
Beim Goldenen Handschuh erhält Heuer Fernandes 13 Prozent der Userstimmen und jeweils einen Punkt von Usern und Redaktion. Das bedeutet zwei Punkte und Rang fünf.
In der torwart.de-Analyse blicken wir auf die Leistung aller Torhüter, die am 8. Spieltag zum Einsatz gekommen sind.
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