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Frauen-WM: WM-Kolumne - Teil II - Torwartausbildung bei Frauen


Frauen WM (Foto: Firo)

Was ist der Unterschied zwischen Frauen- und Herrenkeeper? Gibt es denn diese? Denn ihre Karrieren verlaufen doch schon ein wenig anders als bei den Jungen. Deshalb lohnt ein Blick zurück, um zu erkennen, was aus den Anfängen geworden ist - vor allem mit dem Blick auf Merle Frohms!

Bei den Mädels gab es seinerzeit in einigen Verbänden nach gar keinen sportlichen Unterbau für die 1. und 2. Frauenbundesliga. Beim NFV gab es seinerzeit nur eine B-Juniorinnen-Bezirksliga, zu der man sein Team an oder auch abmelden konnte. Innerhalb der Liga gab es eine große sportliche Streuung. Deshalb entschied sich u.a. Wolfsburg seine weiblichen Talente in der Jungen-Liga anzumelden, weil hier die Qualität der Teams besser gewährleistet werden konnte. In anderen Verbänden gab es aber bereits eine Regionalliga und die überregionalen Leistungsvergleiche zeigten, dass man hier auf einem besseren Weg war.

Alles änderte sich, als sich der DFB zur Saison 2011-12 entschloss eine B-Juniorinnen-Bundesliga einzuführen. Denn kaum noch ein Talent schaffte es nach der B-Jugend sich direkt einen Stammplatz in einem Frauen-Profiteam zu erkämpfen. Zunächst war eine 2-gleisige B-Juniorinnen-Bundesliga geplant. Jeder Club aus der 1. Frauenbundesliga sollte einen Startplatz erhalten. Ferner wurde einiges aus der Junioren-Bundesliga kopiert. Weil jedoch mit einer deutlich geringeren finanziellen Unterstützung zu rechnen war und auch die Vereine aus der 2. Frauen-Bundesliga ihre Ansprüche anmeldeten, wurde kurzerhand eine 3-gleisige B-Juniorinnen-Bundesliga daraus. Ferner wurde in allen Verbänden eine Mädchen-Verbandsliga eingeführt, über die eine sportliche Qualifikation erfolgen sollte. Denn der Sprung nach dem Aufstieg in die neue B-Juniorinnen-Bundesliga durfte nicht zu groß sein und bei einem möglichen Abstieg sollte das gesammelte Know-How nicht gleich verloren gehen.

Ein besonderer Reiz bestand nunmehr darin, dass sich die besten Keeperinnen nicht mehr in der sonst "künstlich" anmutenden Atmosphäre der Verbands- und DFB-Fördermaßnahmen, sondern im echten Wettstreit der Vereinsteams gegenüber standen. Kurios dabei war, dass zum Bsp. Merle Frohms gleich 2 Konkurrentinnen in der Liga hatte. Aber Merle war Jahrgang 1995, die anderen beiden Jg. 1996 bzw. 1997. Sie war ihnen insbesonders in der Handlungsschnelligkeit die torgefährlichen Situationen rasch zu erkennen, ein kleines Stückchen voraus. Eine weitere Stärke waren ihre tollen Reflexe. Bei den anderen beiden Mädels hat sich die Karriere nicht immer nach oben entwickelt. Eine spielte in der 2. Bundesliga, die andere hat ihre Torwarthandschuhe schon an den Nagel gehängt und ist in einer festen Beziehung ihrem Berufswunsch nachgegangen.

Bei den Mädels stellt sich die Frage nach der sportlichen Karriere auch heute noch sehr viel anders als bei den Männern. Man gönnt ihren ihr Hobby, aber kaum eine kann allein davon leben. Auch sie erleben den Frust von Mannschaftstrainern in ihren Leistungen manchmal falsch beurteilt zu werden und brauchen ihre Torwarttrainer dann auch für den Trost, weiter zu kämpfen.

Nicht nur Merle, sondern auch die beiden anderen Keeperinnen haben das geschafft, wovon viele junge Mädchen träumen. Sie durften in Länderspielen ihr Können unter Beweis stellen. Das kann ihnen niemand nehmen, auch wenn ihre um die Zukunft, besonders die, ihren persönlichen Lebensunterhalt zu bestreiten zu müssen, zu mancherlei Sorgen führt. Eltern und Freunde sind ganz besonders gefragt, wenn es aus Verletzung oder anderen kaum beeinflussbaren Gründen ein sportliches wie emotionales Tal zu durchschreiten gilt.

Merle hatte da etwas mehr Glück als ihre Konkurrentinnen. Aber es sei ihr gegönnt, denn sie hat in den Jahren des Frauenfußballs gezeigt, dass sie sehr zuverlässig ihre Leistungen abrufen kann und sich kontinuierlich im Leistungsspektrum steigern konnte. Ich sehe sie als eine der potenziellen Nachfolgerinen von Schult. Dass eine sehr gute Keeperin selbst in der Weltspitze des Frauenfußballs fast schon wie eine "6 im Lotto" ist, wurde in den beiden Partien des DFB-Teams deutlich. Hier konnte Schult jeweils die knappen Führungen mit großer Routine über die Zeit bringen.

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