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Boevink verlässt Greuther Fürth per Vertragsauflösung

Vorzeitiges Aus am Ronhof: Vertrag von Boevink aufgelöst

Autor: T. Rübe - 04.09.2026

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich am letzten Tag des Transferfensters von Torhüter Pelle Boevink getrennt. Der 28-jährige Niederländer, der bereits seit Wochen aus dem Profikader verbannt war, konnte bis zum Ende der Wechselperiode keinen neuen Verein finden – der Klub entschied sich daraufhin zur vorzeitigen Vertragsauflösung. Dadurch erhält der Torhüter aber auch die Möglichkeit, noch nach dem Schließen des Transferfensters zu wechseln.

Bereits zu Beginn des Sommers hatten die Fürther Verantwortlichen Boevink unmissverständlich signalisiert, nicht länger auf ihn zu setzen. In der Folge durfte der Niederländer zwar hin und wieder mit der Mannschaft trainieren, wurde aber überwiegend in die U23 abgeschoben und aus der Kaderplanung für die 2. Bundesliga gestrichen. Eine neue Anstellung fand er in dieser Zeit dennoch nicht – ein Umstand, der laut Berichten auch an seinem vergleichsweise gut dotierten Vertrag gelegen haben dürfte, der potenzielle neue Arbeitgeber offenbar abschreckte. Am Deadline Day zog der neue Sportchef Daniel Meyer schließlich einen Schlussstrich und löste das Arbeitspapier mit dem 28-Jährigen einvernehmlich auf. In der vergangenen Saison hatte Boevink durchaus noch eine Rolle im Team gespielt und war zehnmal im Tor der Zweitliga-Mannschaft zum Einsatz gekommen.

Boevink, geboren in Hengelo, durchlief zunächst den Nachwuchs des FC Twente Enschede, ehe er über den SSV Jeddeloh II 2020 zum VfB Oldenburg wechselte. Als Aufstiegstorhüter des Regionalligisten in die 3. Liga machte er sich dort einen Namen und weckte das Interesse des SC Paderborn 07, der ihn 2022 verpflichtete – anschließend aber zunächst noch einmal für ein halbes Jahr an Oldenburg zurückverlieh, um weiter Spielpraxis zu sammeln.

Bei Paderborn etablierte sich Boevink zur Saison 2023/24 zunächst als Stammtorhüter, ehe Cheftrainer Lukas Kwasniok nach zehn enttäuschenden Partien im Oktober 2024 die Reißleine zog und auf Markus Schubert umstellte. Insgesamt bestritt Boevink 32 Pflichtspiele für die Ostwestfalen. Mit der anschließenden Verpflichtung von Manuel Riemann im Winter war für Boevink als nur noch drittem Torhüter in der Hierarchie endgültig kein Platz mehr in Paderborn – er wechselte daraufhin zum FC Ingolstadt 04 in die 3. Liga, um dort den Konkurrenzkampf mit Stammkeeper Marius Funk aufzunehmen. Im Sommer 2025 folgte schließlich der Wechsel zu Greuther Fürth in die 2. Bundesliga.

Für Boevink endet damit ein weiteres Kapitel einer bislang wechselhaften Karriere, die ihn über zahlreiche Stationen im deutschen Profifußball geführt hat. Als vereinsloser Torhüter muss er sich nun außerhalb der regulären Transferperiode nach einer neuen sportlichen Heimat umsehen. Dafür hat der Niederländer bis zum Ende der winterlichen Transferperiode als vertragsloser Spieler Zeit. Erst danach hätte er wieder die Möglichkeit, ab dem 01.07.2027 einen neuen Verein zu finden. Da der Torhütermarkt im Allgemeinen in diesem Sommer ziemlich verhalten war, wird es für ihn zumindest auch in den kommenden Monaten eher schwierig, einen neuen Klub zu finden.


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