Finn Dahmen sichert sich den Tagessieg am 30. Spieltag
Am 30. Spieltag der Bundesliga standen erneut mehrere Torhüter im Fokus. Für die Wahl zum „Torwart des Spieltags" beim Goldenen Handschuh nominierte torwart.de fünf Keeper, die mit starken Leistungen überzeugten:
- Finn Dahmen (FC Augsburg)
- Kamil Grabara (Wolfsburg)
- Moritz Nicolas (Borussia Mönchengladbach)
- Marvin Schwäbe (1. FC Köln)
- Maarten Vandevoordt (RB Leipzig)
Dahmen überragt: Augsburg feiert Coup in Leverkusen
Der Tagessieg am 30. Spieltag geht an Augsburg-Keeper Finn Dahmen.
Finn Dahmen ist der verdiente Sieger des Spieltags. Der 28-jährige Augsburg-Torwart lieferte beim Gastspiel bei Bayer Leverkusen eine außergewöhnliche Einzelleistung – und war damit der überragende Akteur auf dem Platz.
Leverkusen dominierte die Partie nach Belieben. Mit insgesamt 36 Torabschlüssen stellte die Werkself einen neuen Bundesliga-Rekord auf – so viele Abschlüsse hatte zuvor noch kein Team in einem Spiel verzeichnet. Dahmen ließ sich davon nicht beirren: Trotz mehrfacher Großchancen war er nur einmal zu überwinden – durch Patrik Schick.
Mit überragenden Paraden ebnete Dahmen im Alleingang den Weg für den völlig überraschenden 2:1-Auswärtssieg der Schwaben. 26 % der User-Votes auf torwart.de kürten ihn zum besten Torwart des Spieltags – ein Urteil, dem sich die Redaktion anschloss.
Die Leistung kommt zum richtigen Zeitpunkt: Nach einigen eher durchschnittlichen Wochen hat sich Dahmen mit dieser Top-Vorstellung nachdrücklich für den WM-Kader empfohlen.
Die weiteren Platzierungen
Neben Dahmen überzeugten vier weitere Keeper und sammelten wichtige Punkte in der Gesamtwertung.
Platz zwei: Marvin Schwäbe hält Köln im Spiel
Den zweiten Platz beim Goldenen Handschuh sichert sich Marvin Schwäbe. Der Köln-Keeper war beim 1:1 gegen FC St. Pauli über weite Strecken der auffälligste Akteur auf dem Platz – und der Hauptgrund, warum die Gäste überhaupt einen Punkt mit nach Hause nahmen.
St. Pauli hatte mehr vom Spiel und kam immer wieder zu Chancen. Schwäbe war es, der die Kölner mit starken Paraden in der 10., 33. und 35. Minute bis zur Pause im Spiel hielt. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Kiez-Kicker das bessere Team – und auch in der 56. Minute war Schwäbe zur Stelle. Insgesamt 5 Paraden bei einer Fangquote von 83 % sprechen eine deutliche Sprache.
Das Gegentor in der 68. Minute war kaum zu verhindern: Ein Eckball wurde auf den zweiten Pfosten verlängert, von wo Mets aus sechs Metern einköpfte. Schwäbe musste zunächst zum Pfosten angleichen und kam anschließend nicht mehr rechtzeitig in die Mitte. Ein individueller Fehler war das nicht. Sein xGOT-Wert von -1,14 belegt eindrucksvoll, dass er deutlich mehr verhinderte, als statistisch zu erwarten gewesen wäre.
Platz drei: Vandevoordt souverän im Topspiel
Maarten Vandevoordt komplettiert das Treppchen. Der RB Leipzig-Keeper zeigte beim 3:1-Auswärtssieg in Frankfurt eine sichere, konzentrierte Leistung – mit starken Reflexen, darunter ein gutes 1-gegen-1 gegen Hojlund, und insgesamt 4 Paraden bei einer Fangquote von 80 %. Sein xGOT-Wert von -0,98 belegt, dass er mehr hielt, als statistisch zu erwarten war. Das Gegentor zum 1:1 war unhaltbar. Vandevoordt war ein ruhiger Rückhalt in einem Spiel, das Leipzig letztlich souverän für sich entschied.
Platz vier: Nicolas meldet sich erneut im Rennen
Moritz Nicolas landet auf Platz vier – und das verdient. Der Borussia Mönchengladbach-Keeper hielt beim 1:1 gegen Mainz mit 6 Paraden und einer Fangquote von 86 % stark dagegen. Sein xGOT-Wert von -1,93 ist der beste Wert des gesamten Spieltags. Das Elfmetergegentor in der Nachspielzeit war unhaltbar.
Damit gewinnt Nicolas nach den beiden vergangenen Spieltagen, an denen er jeweils den Tagessieg holte, erneut Punkte für die Gesamtwertung – in der er aktuell auf Platz zwei liegt. Der Gladbacher bleibt damit der momentan konstanteste Keeper der Saison im Rennen um den Goldenen Handschuh.
Platz fünf: Grabara hält Wolfsburg im Abstiegskampf am Leben
Kamil Grabara belegt Platz fünf und liefert eine Leistung, die für den abstiegsgefährdeten VfL Wolfsburg enorm wichtig war. Nach dem frühen 2:0 zogen sich die Wölfe tief zurück – und Grabara wurde zum Rückhalt. Mit 6 Paraden und einer Fangquote von 86 % hielt er den Sieg fest, darunter ein starker Reflex kurz vor dem Ende. Das Gegentor durch Burke aus kurzer Distanz war kaum zu verhindern. Grabara bewies einmal mehr, dass er in dieser schwierigen Saison der stabilste Faktor beim VfL ist.
In der Torwartanalyse blickt torwart.de noch einmal detailliert auf die Leistungen aller eingesetzten Keeper des 30. Spieltags zurück.
Nübel behauptet die Führung in der Gesamtwertung
An der Spitze der Gesamtwertung bleibt nach dem 30. Spieltag alles beim Alten: Alexander Nübel (VfB Stuttgart) führt mit 81 Punkten souverän. Dahinter wird es eng – Moritz Nicolas hat sich dank seiner zuletzt starken Spieltage mit 73 Punkten auf Platz zwei vorgearbeitet und ist der einzige, der dem Stuttgarter noch gefährlich werden kann. Noah Atubolu (SC Freiburg) folgt mit 68 Punkten auf Rang drei und bleibt ebenfalls in Schlagdistanz. Die Plätze vier und fünf belegen Kamil Grabara (Wolfsburg) mit 64 und Finn Dahmen (Augsburg) mit 60 Punkten – Letzterer nach seiner Gala-Vorstellung in Leverkusen mit neuem Schwung im Rennen.
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!