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Der Wochenrückblick von torwart.de


Ausgebremst

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche. Ein Torwart wird nach langem Konkurrenzkampf zur Nummer 1 seines Vereins gekürt, sei es weil die eigentliche Nummer 1 sich verletzt hat, sei es weil sie stark schwächelt. Nun übernimmt also der Reservist den Job zwischen den Pfosten, liefert gute Leistungen ab, rechtfertigt seine Berufung. Dann kommt die neue Saison, die erste Saison als neue Nummer 1 – so denkt der Torwart zumindest. Doch dann der Schock: der Verein hat nachgekauft. Ein neuer Torwart ist da, meist eine etablierte Größe mit Bundesligaerfahrung, Riesenego und Starbonus. Und er ist gekommen um das Tor und nicht die Bank zu hüten. Also rückt unser alter Torwart wieder ins zweite Glied.

Dieses Prozedere wiederholt sich Saison für Saison; diesen Sommer erwischte es den Löwen Philipp Tschauner, der Torwartdino Gabor Kiraly Platz machen musste, den Augsburger Sven Neuhaus, welcher für den deutschen Meister Simon Jentzsch die Segel strich, oder auch Jörg Hahnel, ehemalige Nummer 1 der Hansa aus Rostock. Für ihn rückte Neuzugang Alexander Walke, gekommen von Wehen Wiesbaden, zwischen die Pfosten und verteidigte seine Position trotz gelegentlicher Schwächen. Was soll man als „neue“ Nummer 2 in einer solchen Situation tun? Sven Neuhaus riss die Reißleine, verließ den FC Augsburg und schloss sich dem ambitionierten Fünfligisten RB Leipzig an. Tschauner besann sich seines noch jungen Alters und seiner guten Perspektive und stellte sich brav ins zweite Glied. Und Hahnel?

Der Rostocker scheint den Kampf aufnehmen zu wollen. So verlängerte er diese Woche seinen Vertrag um weitere 3 Jahre bis 2013 bei den Ostseestädtern. Die Vertragsverlängerung als klare Ansage: „Mit meiner sportlichen Situation kann ich natürlich nicht zufrieden sein und werde deshalb alles daran setzen, mich ins Tor zurückzukämpfen.“ Aber auch wenn diese Schlacht verloren gehen sollte, ist Hahnel doch auf der sicheren Seite, jedenfalls langfristig gesehen. Denn, sollte man den Aussagen von Hansa-Trainer Andreas Zachhuber Glauben schenken, ist für Hahnel bei der Hansa-Kogge stets eine Stelle frei: „Jörg wird dem Klub nach seiner Karriere bestimmt in anderer Funktion erhalten bleiben“, so Zachhuber. Wir hoffen aber, Hahnel auch noch einmal in Aktion auf dem Platz bewundern zu dürfen.

Wiedersehen

Ein doppeltes Wiedersehen gab es diese Woche für gleich zwei Torhüter beim Spiel des Karlsruher SC gegen den FC Augsburg. Simon Jentzsch, von 1996 – 2000 Torwart des KSC und jetzt Torhüter der ambitionierten Augsburger, traf auf Markus Miller, 2002 im Regionalligakader der Augsburger und jetzt in Karlsruhe. Besonders für Markus Miller muss diese Begegnung eine große Genugtuung gewesen sein. So wurde er doch 2002 vom damaligen Trainer der Augsburger, Ernst Middendorp, für nicht gut genug befunden; Konkurrent Zdenko Miletic bekam den Vorzug. Miller wechselte darauf nach Karlsruhe und entwickelte sich zu einem überdurchschnittlichem Keeper, angeblich letzte Saison sogar kurzzeitig im Dunstkreis der Nationalmannschaft. Und Miller zeigte auch gegen Augsburg, welch Verlust sein Abgang für die Schwaben gewesen ist. Mit großartigen Paraden gegen Thurk und Traore hielt Miller das Unentschieden für die Karlsruher fest, wurde von Sky unter dem bezeichnenden Spitznamen „Killer-Miller“ gleich in die Top-11 des Spieltags berufen. Bewundern konnte Millers Leistung auch sein ehemaliger Konkurrent Zdenko Miletic. Der Kroate ist mittlerweile Torwarttrainer der Augsburger und konnte erkennen, wie Miller sich entwickelt hatte. Ob auch Ernst Middendorp im Stadion war, ist leider nicht bekannt.

Verkehrte Welt

Normalerweise läuft es ja folgendermaßen: ein Verein besitzt eine junge Nummer 1. Damit diese sich optimal entwickeln kann, wird ihm ein erfahrender Torwart zur Seite gestellt. Dieser stellt seine eigenen Ambitionen zurück zugunsten der Karriere des Jüngeren, stellt seine Erfahrungen in dessen Dienst und dient ihm als Rückhalt und Vorbild. Quasi eine Art Torwart-Yoda. Der junge Spieler kann somit in aller Ruhe zu einem fertigen Spieler, zu einem Torwart-Jedi reifen.

Genau andersrum läuft es beim FC St. Pauli. Nachdem wir letzte Woche bereits über Sascha Pliquett berichteten, welcher sich brav Woche für Woche auf die Ersatzbank der Hamburger setzt, können wir nun die Früchte seiner Loyalität erkennen. Torwartdino Mathias Hain, der dieses Jahr noch 37 Jahre wird, hält schon seit Wochen den Kasten der Paulianer mit guten Leistungen weitestgehend sauber, nur 1,1 Gegentore pro Spiel, St. Pauli spielt um den Aufstieg mit. Und Hain strotzt vor Tatendrang: "Ich hätte große Lust zu verlängern. Denn der Weg, den wir bisher gegangen sind, ist noch nicht zu Ende." Hoffen wir, dass der Höhenflug der Hamburger weitergeht, dass das harmonisierende Duo Pliquett - Hain weiterhin Bestand hat. Möge die Macht mit Ihnen sein.


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