Mala Grohs setzt ihre Karriere in Frankreich fort. Die frühere Torhüterin des FC Bayern München schließt sich OL Lyonnes an und unterschreibt beim französischen Spitzenklub einen Vertrag bis 2027. Nach sieben Jahren in München beginnt für die 24-Jährige damit ein neues Kapitel bei einem der erfolgreichsten Vereine im europäischen Frauenfußball.
Der Wechsel kommt nach einem emotionalen Abschied vom FC Bayern. Grohs war 2019 vom VfL Bochum nach München gewechselt und entwickelte sich dort über die zweite Mannschaft bis zur Torhüterin der ersten Mannschaft. In ihrer Zeit beim deutschen Serienmeister gewann sie mehrere nationale Titel, darunter fünf Deutsche Meisterschaften, den DFB-Pokal sowie den Supercup. Vor allem aber wurde Grohs in München auch zu einer besonderen Identifikationsfigur: Nach ihrer Krebserkrankung im Herbst 2024 kämpfte sie sich zurück auf den Platz und feierte im März 2025 ausgerechnet in der Champions League gegen Lyon ihr viel beachtetes Comeback.
Sportlich hatte sich ihre Rolle beim FC Bayern zuletzt verändert. Während Grohs zwischenzeitlich als klare Nummer eins galt, rückte in der vergangenen Saison Ena Mahmutovic stärker in den Vordergrund. Grohs kam dennoch auf Einsätze in der Bundesliga und in der Champions League und konnte dabei immer wieder ihre Qualitäten auf der Linie und ihre Ruhe im Torwartspiel zeigen.
Hochkarätige Konkurrenz in Lyon
Bei OL Lyonnes trifft Grohs nun auf ein äußerst prominent besetztes Torhüterinnen-Umfeld. Die klare Referenz im Kader bleibt zunächst Christiane Endler. Die chilenische Nationaltorhüterin gehört seit Jahren zu den prägenden Torhüterinnen im europäischen Frauenfußball und steht für internationale Erfahrung, Ausstrahlung und Konstanz auf höchstem Niveau.
Dazu kommt Féerine Belhadj, die als junge französische Torhüterin bereits zum Profikader zählt und in Lyon als Perspektivspielerin aufgebaut wurde. Auch Teagan Micah gehörte zuletzt zum Torhüterinnenkreis des französischen Spitzenklubs. Die Australierin hatte allerdings verletzungsbedingt Probleme, ihr Vertrag läuft nach französischen Medienberichten Ende Juni aus. Grohs könnte somit auch als direkte Kaderverstärkung für diese Position eingeplant sein.
Für die deutsche Torhüterin bedeutet der Wechsel nach Lyon daher eine anspruchsvolle, aber reizvolle Aufgabe. Als erfahrene Spielerin mit Champions-League-Erfahrung und mehreren Titeln wird sich sich in einem Umfeld behaupten müssen,
in dem der Konkurrenzkampf auf der Torhüterinnenposition traditionell hoch ist.
Für Grohs ist der Schritt nach Frankreich nun die Chance, sich in einem neuen sportlichen Umfeld zu beweisen. OL Lyonnes bekommt eine Torhüterin, die trotz ihres jungen Alters bereits viel erlebt hat: Titel, Rückschläge, Comeback und internationale Spiele. Nach sieben Jahren beim FC Bayern beginnt für Mala Grohs nun ein neues Kapitel — bei einem Klub, der im europäischen Frauenfußball seit Jahren zu den ganz großen Adressen zählt.
Bayern verpflichtet Regina van Eijk
Der FC Bayern hat auf der Torhüterinnenposition bereits reagiert und Regina van Eijk verpflichtet. Die 24-jährige Niederländerin kommt von Ajax Amsterdam nach München und unterschreibt beim deutschen Meister einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Damit setzen die Bayern auf eine junge, moderne Torhüterin mit internationaler Perspektive.
Van Eijk gilt als mitspielende Keeperin, die mutig agiert und den Spielaufbau von hinten aktiv mitgestalten kann. Bei Ajax sammelte sie bereits wichtige Erfahrung auf hohem Niveau und gehört zum Kreis der niederländischen Nationalmannschaft. In München trifft sie auf ein ambitioniertes Umfeld, in dem der Konkurrenzkampf im Tor weiter hoch bleiben dürfte.
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