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Alexander Schwolow kehrt in die Bundesliga zurück

Ersatz für Daniel Batz und Lasse Rieß

Autor: T. Rübe - 15.07.2026

Mit Alexander Schwolow kehrt ein bekanntes Gesicht in die Bundesliga zurück. Wie am Freitag bekannt gegeben wurde, wechselt der 34-Jährige zum 1. FSV Mainz 05. Nach nur einer Saison in Schottland zieht es den erfahrenen Torhüter damit zurück nach Deutschland.

Schwolow, der einst beim SC Freiburg seinen Durchbruch in der Bundesliga feierte und später unter anderem für Hertha BSC, Schalke 04 und Union Berlin spielte, stand in der vergangenen Saison bei Heart of Midlothian unter Vertrag. Mit dem Klub aus Edinburgh erlebte er eine außergewöhnliche Spielzeit und kämpfte bis zum letzten Spieltag um die schottische Meisterschaft.

Die Hearts standen dabei unmittelbar vor dem großen Coup: Ein Unentschieden im direkten Duell bei Celtic hätte gereicht, um erstmals seit Jahrzehnten einen schottischen Meister zu stellen, der nicht aus Glasgow kommt. Zuletzt war dies dem FC Aberdeen in der Saison 1984/85 gelungen. Doch Hearts verlor das dramatische Saisonfinale mit 1:3 bei Celtic. Bis zur 87. Minute stand es noch 1:1, ehe Celtic die Partie in der Schlussphase für sich entschied und sich doch noch die Meisterschaft sicherte.

Schwolow bleibt zunächst noch bei Hearts

Trotz seines feststehenden Wechsels nach Mainz ist Schwolows Zeit in Edinburgh noch nicht ganz beendet. Der Torhüter soll zunächst noch für Hearts in der Champions-League-Qualifikation zur Verfügung stehen, bevor er sich seinem neuen Klub anschließt.

Über seine Rückkehr in die Bundesliga sagte Schwolow:

„Nach meiner spannenden Zeit in Schottland wollte ich noch einmal eine neue Herausforderung in der Bundesliga annehmen und bei Mainz hatte ich direkt das Gefühl, dass es menschlich und sportlich sehr gut passt. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren vom ersten Moment an sehr offen, klar und wertschätzend. Sie haben mir ein sehr gutes Gefühl vermittelt und deutlich gemacht, was sie mit der Mannschaft vorhaben. Ich freue mich außerdem sehr darauf, die tollen Mainzer Fans zu erleben und gemeinsam mit ihnen um jeden Punkt zu kämpfen.“

Schwolow erhöht den Druck auf Zentner

In Mainz dürfte Schwolow zunächst als Nummer zwei und Herausforderer von Robin Zentner eingeplant sein. Der langjährige Mainzer Stammtorhüter geht erneut als Favorit auf den Platz zwischen den Pfosten in die Saison. Die vergangene Spielzeit hat allerdings gezeigt, dass seine Position nicht mehr völlig unantastbar ist.

Nach einer Verletzung Zentners erhielt zunächst Lasse Rieß seine Chance. Der damals verunsicherten Mainzer Mannschaft konnte das Eigengewächs jedoch nicht die erhoffte Stabilität verleihen. Anschließend rückte Daniel Batz ins Tor und etablierte sich als zuverlässiger Rückhalt. Auch nach Zentners Genesung blieb Batz zunächst zwischen den Pfosten.

Der inzwischen 35-Jährige hat Mainz mittlerweile verlassen und sich Borussia Mönchengladbach angeschlossen. Dort unterschrieb Batz einen Vertrag bis 2028. Damit entstand im Mainzer Torhüterteam eine Lücke, die nun mit Schwolow geschlossen wird.

Sportdirektor Niko Bungert sagte über den Neuzugang:

„Mit Alexander Schwolow haben wir genau das Torhüter-Profil bekommen, nach dem wir gesucht haben. Er ist der passende Charakter und Teamplayer und hat mit Heart of Midlothian gerade eine überragende Saison gespielt, in der sie nur denkbar knapp am Gewinn der schottischen Meisterschaft vorbeigeschrammt sind. Alex kennt die Bundesliga durch seine gut 200 Bundesligaspiele in- und auswendig und wird dadurch, dass er zudem nur wenige Kilometer von Mainz entfernt aufgewachsen ist, keine Eingewöhnungszeit benötigen.“

Rieß soll Spielpraxis sammeln

Gleichzeitig hat Mainz auch die Zukunft von Lasse Rieß geregelt. Das 24-jährige Eigengewächs wird verliehen und soll dort die Spielpraxis sammeln, die ihm in Mainz angesichts der Konkurrenzsituation zuletzt fehlte.

Für Rieß bietet die Leihe die Möglichkeit, sich über regelmäßige Einsätze weiterzuentwickeln. Nach Zentners Verletzung hatte er in Mainz zunächst seine Chance erhalten, seinen Platz zwischen den Pfosten anschließend aber an Batz verloren. Dieser blieb auch nach dem Trainerwechsel zu Urs Fischer zunächst die Nummer eins.

Bungert erklärte zur Entscheidung:

„Wir sind von Lasse und seinen Qualitäten nach wie vor überzeugt, weshalb wir mit ihm entsprechend verlängert haben. Die größten Entwicklungsschritte machst du als Spieler aber immer dann, wenn du auch regelmäßig auf dem Platz stehst. Die Leihe nach Düsseldorf für die kommende Saison eröffnet Lasse die Chance, dort auf deutlich mehr Spielzeit zu kommen. Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg und freuen uns auf seine Rückkehr im kommenden Sommer.“

Für Mainz entsteht damit eine interessante neue Konstellation. Zentner geht als etablierte Nummer eins in die Saison, bekommt mit Schwolow aber einen äußerst erfahrenen Konkurrenten an die Seite gestellt. Der ehemalige Freiburger bringt mehr als 200 Bundesliga-Einsätze mit und hat zuletzt in Schottland eine starke Saison gespielt. Sollte Zentner schwächeln oder ausfallen, verfügt Mainz damit über eine erfahrene Alternative, die durchaus den Anspruch haben dürfte, selbst noch einmal in der Bundesliga im Tor zu stehen.


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