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Bundesliga - "kompakt" bei torwart.de

M. Pieckenhagen: "Für Hansa hätte ich umsonst gespielt"


Im November 2005 erregte Martin Pieckenhagen Aufmerksamkeit, als Heracles Almelo ein 2:2 gegen AZ Alkmaar erkämpfte und der Keeper in der 90. Minute mit einem Kopfball das Spiel ausglich. Im März 2010 einigten sich Pieckenhagen und Heracles Almelo darauf, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag, nicht zu verlängern. Seit dem 10. August 2010 steht Pieckenhagen beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag

torwart.de: „Piecke“, wie kam eigentlich der Kontakt nach Mainz zu Stande?

Martin Pieckenhagen: Das war alles sehr überraschend für mich. Ich war gerade dabei meine B-Trainerlizenz zu machen und bekam dann einen Anruf des Mainzer Team-Managers. Er erkundigte sich nach meinem aktuellen Stand und fragte, ob ich nicht Lust hätte wieder zu spielen. Das ging dann alles recht schnell von einen Tag auf den anderen.

torwart.de: Gab es gar keine offenen Punkte bei den Verhandlungen?

Pieckenhagen: Nein, beide Seiten waren sich recht einig über den Inhalt und Form der Zusammenarbeit.

torwart.de: Wie wurde der Verein denn auf dich aufmerksam? Andere Torhüter scheinen es da zurzeit schwieriger zu haben, die sogar dauerhaft aktiv suchen.

Pieckenhagen : Ich denke, ich habe halt gut in das Profil gepasst, das sich Mainz 05 vorgestellt hat.

torwart.de: Wie schaut denn die Form der Zusammenarbeit aus?

Pieckenhagen: Mainz wollte einen Torwart, der im Training alles gibt und sich einsetzt, aber ruhig hinter Christian Wetklo Platz nehmen wird. Dem auch klar ist, sobald Heinz Müller wieder fit wird, wohin der Weg führen wird.

torwart.de: Du hast ja nicht einmal aktiv gesucht.

Pieckenhagen: Das stimmt. Ich habe mir zwar im Sommer gedacht, dass es super wäre, noch zu spielen. Aber ich hatte meine Voraussetzungen. Ich wusste auch, dass wenn etwas kommen sollte, dies gegen Ende der Transferperiode sein würde. Am Ende muss man auch ein wenig Glück haben, dass man genau das ist, was ein Verein sucht.

torwart.de: Wie schaute dein Trainingsstand aus?

Pieckenhagen: Ich habe für zwei Monate keinen Ball mehr gehalten. Das war deshalb schon etwas ungewöhnlich, da ich nur gelaufen bin. Aber ich komme wieder schnell rein. Stephan Kuhnert, mein Torwarttrainer, wird dafür sorgen, dass ich fit bin.

torwart.de: War es in Holland schon eine Art Abschiedssaison für dich?

Pieckenhagen: In einer gewissen Weise schon. Wie gesagt, ich hatte schon gehofft, noch einen Verein zu finden. In der zweiten Liga oder im Ausland. In der dritten Liga hätte ich nur für Hansa Rostock gespielt. Da sogar umsonst. Aber mich hat keiner gefragt.

torwart.de: Sind die Verbindungen nach Rostock noch so stark für dich?

Pieckenhagen: Auf jeden Fall. Ich wohne ja auch dort und habe viel vom Verein mitbekommen. Aber das Thema ist nun Vergangenheit.

torwart.de: Wenn du schon wieder so nahe an einem Bundesligaeinsatz bist: Geht der Traum da nicht wieder in diese Richtung?

Langerak: Wenn man einmal Bundesliga gespielt hat, will man natürlich immer wieder spielen. Ich stehe auf jeden Fall bereit, mache mir aber keine allzu großen Hoffnungen und bin mir meiner Situation bewusst.

torwart.de: Konntest du eigentlich viel in Holland dazulernen?

Pieckenhagen: Klar. In Holland bist du viel mehr mit eingebunden. Du spielst viel offensiver, in Deutschland ist man risikoscheuer als dort. Das kam mir schon entgegen mit meiner Spielweise.

torwart.de: Ist das die Philosophie der Zukunft?

Pieckenhagen: Manuel Neuer und René Adler spielen ja schon so. So musst du wirklich spielen. Modern, beidfüssig, um auch mal ein Spiel verlagern zu können und immer aktiv im Spiel eingebunden zu sein. Keeper sind ja heute verkappte Liberos.

torwart.de: Auch der FC Bayern schätzt nun das Know-How aus Holland.

Pieckenhagen: Das stimmt. Van Gaal kennt Frans Hoek noch aus Zeiten von Barcelona. Das tut den dortigen Keepern sicherlich gut.

torwart.de: Sind das Erfahrungen, die auch du später vermitteln willst?

Pieckenhagen: Sicherlich. Man muss die Torhüter heutzutage vielmehr binden und ins Spiel bringen. Nur mit Kraft- und Sprungtraining entwickelst du heute keinen Torwart mehr. Es gehört viel mehr dazu. Die Basis darf nicht fehlen, aber ein Torwart muss modern sein.

torwart.de: Du wirst sicherlich deine Keeper auch auffordern, nach vorne zu gehen und ein Tor zu schießen.

Pieckenhagen: Klar, jeder Keeper sollte mindestens ein Tor im Leben schießen. Das ist Pflicht. Das kann dir niemand mehr nehmen. Ich finde es schön, dass sich die Leute immer noch an meinen Kopfballtreffer erinnern.

torwart.de: Willst du eigentlich Torwarttrainer oder normaler Trainer werden?

Pieckenhagen: (zögert) Das ist eine gute Frage. Ich habe mir diese selbst schon oft gestellt. Ich möchte nun erst meine Trainer-Lizenz nach meiner Zeit in Mainz machen und dann weitersehen. Ich bin jedenfalls offen für alles.

torwart.de: Alles Gute.

Pieckenhagen: Danke sehr.


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