Sander Tangvik sichert sich den Tagessieg am 34. Spieltag
Am 34. und letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 stand ein ganz besonderer Debütant im Mittelpunkt. Für die Wahl zum „Torwart des Spieltags" beim Goldenen Handschuh nominierte torwart.de fünf Keeper, die mit starken Leistungen überzeugten:
- Noah Atubolu (Freiburg)
- Mio Backhaus (Bremen)
- Daniel Batz (Mainz)
- Moritz Nicolas (Gladbach)
- Sander Tangvik (Hamburger SV)
Tangvik gewinnt den Spieltag mit einer historischen Premiere
Sander Tangvik sichert sich den Tagessieg beim Goldenen Handschuh am 34. Spieltag – und das ausgerechnet bei seinem allerersten Pflichtspiel für den HSV.
Der 23-jährige Norweger, im Januar 2026 vom norwegischen Rekordmeister Rosenborg BK zu den Rothosen gewechselt, feierte sein Bundesliga-Debüt in der ausverkauften BayArena gegen den Titelverteidiger Bayer Leverkusen – und ließ sich von der Kulisse von der ersten Minute an nicht beeindrucken. Schon in der Anfangsviertelstunde parierte er einen Abschluss von Grimaldo sicher, kurz darauf war er gegen Maza mit dem Fuß blitzschnell zur Stelle.
Der absolute Höhepunkt folgte in der 25. Minute: Leverkusen bekam einen Elfmeter zugesprochen. Patrik Schick – mit 90 Treffern in 170 Bundesliga-Spielen einer der gefährlichsten Stürmer der Liga – trat an. Tangvik ahnte die richtige Ecke, sprang nach links und wehrte den Ball mit beiden Händen stark ab. Eine Parade für die Geschichtsbücher, denn Tangvik ist damit der erste HSV-Torwart, der bei seinem Bundesliga-Debüt einen Elfmeter hält. Noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte entschärfte er einen gefährlichen Kopfball von Tillman.
Nach dem Seitenwechsel übernahm der HSV zunächst das Kommando, und Tangvik hatte entsprechend Rückenwind. Den Ausgleichstreffer durch Quansah – nach einer entscheidenden Fälschung von Remberg – konnte er nicht verhindern. Doch das schmälerte seinen Auftritt keineswegs: Insgesamt zeigte Tangvik sieben Paraden gegen ein Leverkusen, das mit einem xGOT-Wert von 2,39 erheblichen Druck auf sein Tor erzeugte. torwart.de bewertete ihn in Torverteidigung mit der Höchstnote 5 Sterne, in Ausstrahlung, Raumverteidigung und Gesamt mit jeweils 4,5 Sternen.
Platz 2: Daniel Batz (Mainz) – Ein würdiger Abschied aus Mainz
Daniel Batz sichert sich am letzten Spieltag seiner Mainzer Karriere den zweiten Platz. Beim 0:2-Auswärtssieg in Heidenheim war er zunächst in der 23. Minute gefordert, als er einen Schuss von Dinkçi auf die rechte Ecke noch um den Pfosten drehen konnte. Mehrere weitere Heidenheimer Chancen wurden durch Pfostentreffer zunichte gemacht, ohne dass Batz eingreifen musste. In der zweiten Halbzeit verhinderte er mit einer reaktionsschnellen Parade gegen einen Kopfball von Zivzivadze das 1:0 der Gastgeber, und kurz vor Schluss war er in der kurzen Ecke am Boden schnell genug, um den Ball sicher in den Händen zu halten. Batz hielt seinen Kasten zu null – eine Halte-Quote von 100 % bei fünf Paraden – und verabschiedete sich damit mit einem starken Schlussakkord aus Mainz. Er wird in der kommenden Saison für Borussia Mönchengladbach antreten.
Platz 3: Noah Atubolu (Freiburg) – Ruhepol im Sturm der Tore
Noah Atubolu belegt den dritten Platz. Trotz des 4:1-Heimsiegs gegen RB Leipzig hatte er keine leichte Aufgabe: Schon in der 2. Minute war er hellwach und parierte einen gefährlichen Gästeschuss stark. Nach dem Anschlusstreffer durch Ouedraogo hielt Leipzig den Druck aufrecht – Atubolu war in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gleich zweimal hintereinander gefordert und verhinderte jeweils den Ausgleich. Kurz nach der Pause stoppte er in der 52. Minute mit einer weiteren Parade das drohende 3:2 und sicherte so den Drei-Tore-Vorsprung ab, der Freiburg letztlich den Einzug in den europäischen Wettbewerb über die Liga bescherte.
Platz 4: Mio Backhaus (Bremen) – Stark gefordert, am Ende geschlagen
Mio Backhaus auf Platz 4 hatte in Bremen gegen den BVB einen schweren Stand. Dortmund erwischte einen starken Start, und Backhaus hielt seinen Kasten in den ersten zehn Minuten mit mehreren guten Paraden sauber. Auch nach einer halben Stunde verhinderte er mit einer weiteren Parade die Dortmunder Führung. Am Ende konnte der starke Backhaus die 0:2-Heimniederlage nicht verhindern. Backhaus kann auf eine hervorragende Saison zurückblicken. Er wird jedoch in der kommenden Saison für den SC Freiburg auflaufen.
Platz 5: Moritz Nicolas (Gladbach) – Solider Abschluss einer starken Saison
Moritz Nicolas beschließt die Tageswertung auf Platz 5. Beim 4:0-Heimerfolg von Borussia Mönchengladbach gegen Hoffenheim blieb für den Gladbacher Schlussmann wenig zu tun – Hoffenheim hatte an diesem letzten Spieltag kaum Zugriff auf das Spiel. Nicolas agierte konzentriert, ließ nichts anbrennen und hielt seinen Kasten sauber. Ein ruhiger Abschluss einer Saison, in der er sich mit 79 Gesamtpunkten als klarer Zweiter in der Saisonwertung des Goldenen Handschuhs etabliert hat.
In der Torwartanalyse blickt torwart.de noch einmal detailliert auf die Leistungen aller eingesetzten Keeper des 34. Spieltags zurück.
Alexander Nübel gewinnt die Gesamtwertung vorzeitig
Somit steht auch der Gewinner des Goldenen Handschuhs 25/26 fest. Alexander Nübel (VfB) konnte sich mit 96 Punkten bereits am 33. Spieltag den Gesamtsieg sichern. Herzlichen Glückwunsch an Alexander Nübel.
Moritz Nicolas (Gladbach) platziert sich auf Platz zwei in der Gesamtwertung. Der 27-Jährige spielte eine sehr konstante Saison und war ein sehr sicherer Rückhalt der Gladbacher Borussen.
Auf Platz drei folgt Noah Atubolu mit 74 Punkten. Der Freiburger erreichte mit seinem Klub das Finale der Europa League und war in der Liga ein sehr souveräner Rückhalt seines Klubs. Leider wird Atubolu aller Voraussicht nach die Bundesliga verlassen und bei einem Klub möglicherweise in der Premier League anheuern.
Kamil Grabara vom Absteiger VfL Wolfsburg spielte trotz des sportlichen Abstiegs eine gute Saison und folgt auf dem fünften Platz mit 69 Punkten.
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